Tennisarm, Protein

Tennisarm: Neues Protein entdeckt – Akupressur bietet sofortige Linderung

15.01.2026 - 11:32:12

Wissenschaftler identifizieren HIF1 als Ursache für Tennisarm, doch bis zu Medikamenten bleibt Akupressur am Punkt Dickdarm 10 eine wirksame Soforthilfe gegen die Schmerzen.

Forscher haben ein Schlüsselprotein für die schmerzhafte Sehnenerkrankung identifiziert. Während Medikamente noch Jahre entfernt sind, setzen Experten auf bewährte Akupressur.

Zürich/Berlin – Ein wissenschaftlicher Durchbruch wirft neues Licht auf die Ursachen des Tennisarms und unterstreicht gleichzeitig den Wert einer uralten Behandlungsmethode. Forscher der ETH Zürich und des Balgrist Universitätsklinikums identifizierten das Protein HIF1 als zentralen Treiber der Sehnenerkrankung. Diese Entdeckung ebnet den Weg für künftige Therapien. Für Millionen aktuell Betroffener bleibt jedoch die Akupressur am Punkt Dickdarm 10 (Shousanli) eine wirksame, sofort verfügbare Hilfe gegen den stechenden Schmerz.

Molekularer Schuldiger gefunden: Protein HIF1 im Fokus

Die Behandlung der lateralen Epicondylitis, besser bekannt als Tennisarm, war lange von Unsicherheit geprägt. Welche molekularen Prozesse den anhaltenden Schmerz verursachen, blieb oft unklar. Eine Studie vom 14. Januar 2026 unter der Leitung der Professoren Jess Snedeker und Katrien De Bock ändert das nun grundlegend.

Die Forschung zeigt: Das Protein Hypoxia Inducible Factor 1 (HIF1) ist kein unbeteiligter Zuschauer in verletzten Sehnen, sondern ein aktiver Verursacher der krankhaften Veränderungen. Bei Überlastung – ob durch Sport oder monotone Alltagsbewegungen wie Tippen – steigt die HIF1-Aktivität und löst die typischen Beschwerden aus.

„Zukünftige Medikamente könnten dieses Protein gezielt ausschalten“, so die Hoffnung der Wissenschaftler. Doch sie warnen auch: Eine systemische Blockade von HIF1 hätte gefährliche Nebenwirkungen, da der Stoff im gesamten Körper die Sauerstoffversorgung reguliert. Bis zu sicheren Pharmazeutika werden daher noch Jahre vergehen.

Der Punkt „Arm drei Meilen“: Akupressur als Soforthilfe

Wo die „Wunderpille“ auf sich warten lässt, gewinnen bewährte Methoden zur Symptomlinderung an Bedeutung. In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) gilt der Akupressurpunkt Dickdarm 10 (LI10), genannt Shousanli, als Schlüsselstelle für Arm- und Ellenbogenprobleme.

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Der Name ist Programm: „Shousanli“ bedeutet übersetzt „Arm drei Meilen“ – eine Anspielung auf seine legendäre Fähigkeit, das Glied zu revitalisieren und neue Kraft zu geben. Laut TCM-Lehre entsteht ein Tennisarm durch eine Stagnation der Lebensenergie Qi und des Blutes aufgrund von Überlastung. Eine Vorstellung, die erstaunlich gut zum modernen Konzept der repetitiven Belastung passt.

Die Stimulation von LI10 soll diese Blockade lösen, lokale Entzündungen reduzieren und den ausstrahlenden Schmerz lindern. Anders als der molekular gezielte Ansatz nutzt die Akupressur die körpereigenen Systeme, um Schmerzsignale zu modulieren und die Durchblutung im betroffenen, oft schlecht durchbluteten Sehnengewebe zu verbessern.

So wenden Sie die Akupressur zu Hause an

Die Selbstbehandlung am Punkt LI10 ist einfach und kann mehrmals täglich durchgeführt werden. So gehen Sie vor:

  1. Punkt finden: Beugen Sie den betroffenen Arm im rechten Winkel. Tasten Sie am äußeren Ende der Ellenbeuge (das ist der Punkt LI11). Gehen Sie von dort zwei Daumenbreiten in Richtung Handgelenk. LI10 liegt auf dem fleischigen Muskel (Brachioradialis). Bei Entzündung ist die Stelle meist druckempfindlich.
  2. Stimulation: Drücken Sie mit dem Daumen oder Mittelfinger der anderen Hand fest und gleichmäßig auf den Punkt.
  3. Technik: Halten Sie den Druck für zwei bis drei Minuten und atmen Sie dabei tief. Ein leichtes, kreisendes Massieren des Muskelgewebes kann die Wirkung verstärken.
  4. Häufigkeit: Wiederholen Sie die Anwendung zwei- bis dreimal täglich, besonders nach belastenden Tätigkeiten.

Diese mechanische Stimulation entspannt die Streckmuskulatur, die an der schmerzhaften Sehne zieht, und bietet so zuverlässige symptomatische Erleichterung.

Brückenschlag: Altes Wissen und moderne Forschung

Die Gegenüberstellung der Zürcher Studie und der traditionellen Akupressur zeigt einen komplementären Weg in der Orthopädie. Die Wissenschaft bestätigt, dass „Überlastung“ ein konkreter biologischer Auslöser ist. Das unterstreicht die Bedeutung von Ruhe – einem Grundpfeiler sowohl westlicher Behandlungsprotokolle als auch der TCM.

„Der Name Tennisarm ist irreführend“, erklärt Sportmediziner Dr. James Carr II. „Die meisten Fälle entstehen durch alltägliche Aktivitäten.“ Genau für diese große Gruppe – Büroangestellte, Handwerker oder ältere Menschen – ist die LI10-Akupressur eine ideale Unterstützung.

TCM-Experten betonen: Während die westliche Medizin auf molekulare Inhibitoren hinarbeitet, sorgt die Akupressur für die essentielle Durchblutung des Sehnengewebes. Nur so können Stoffwechselabfälle abtransportiert und Nährstoffe angeliefert werden.

Ausblick: Lange Entwicklung, einfache sofortige Hilfe

Die Identifizierung von HIF1 ist ein Meilenstein für die Entwicklung zielgerichteter Biotherapien. Klinische Anwendungen solcher Eingriffe in Gen-Signalwege liegen jedoch in weiter Ferne.

Bis dahin bleibt die Integration erprobter Selbsthilfetechniken wie der Shousanli-Akupressur ein Grundpfeiler der konservativen Behandlung. Die medizinische Gemeinschaft erwartet für 2026 weitere Studien, die untersuchen, wie mechanische Therapien – von Stoßwellen über Physiotherapie bis zur Akupressur – Biomarker wie HIF1 beeinflussen können. So könnte sich die Brücke zwischen alter Weisheit und Molekularbiologie weiter schließen. Bis es soweit ist, ist Dickdarm 10 eine unverzichtbare Waffe im Kampf gegen den Schmerz.

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