Telekom-Betrüger nutzen Anrufe, Mails und Haustür-Besuche
06.02.2026 - 03:14:12Betrüger geben sich bundesweit als Mitarbeiter der Deutschen Telekom aus. Sie nutzen gefälschte Anrufe, E-Mails und Haustür-Besuche, um an Daten und Geld zu kommen. Die Masche wird immer professioneller – Behörden raten zu höchster Wachsamkeit.
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So gehen die falschen Techniker vor
Die Täter setzen auf psychologische Tricks, um Vertrauen zu erschleichen. Ihre Methoden sind vielfältig:
* Am Telefon nutzen sie „Call ID Spoofing“. Dabei erscheint auf dem Display eine echte Telekom-Nummer. Unter Vorwänden wie „Sicherheitsüberprüfung“ oder „Glasfaserausbau“ fragen sie nach Passwörtern oder Bankdaten.
* Per E-Mail verschicken sie täuschend echte Phishing-Mails im Telekom-Design. Sie drohen mit Kontosperrungen und fordern zur „Datenaktualisierung“ über gefälschte Links auf.
* An der Haustür treten sie mit gefälschten Ausweisen als Techniker auf. Sie wollen die Wohnung betreten, um den Anschluss zu „prüfen“ oder neue Verträge anzudrehen.
Die Folgen reichen von Datenklau bis Identitätsdiebstahl
Die Gefahr geht weit über lästige Anrufe hinaus. Erfolgreiche Betrugsversuche können schwerwiegende Konsequenzen haben:
* Finanzieller Schaden durch gestohlene Banking-Daten.
* Identitätsdiebstahl mit langfristigen Folgen.
* Ungewollte Vertragsabschlüsse, besonders an der Haustür, wo Opfer unter Druck gesetzt werden.
Die Polizei warnt auch davor, Unbekannten Zutritt zu gewähren. Dies könnte für spätere Einbrüche ausgenutzt werden.
So schützen Sie sich vor den Betrugsversuchen
Verbraucherschützer und die Polizei geben klare Handlungsempfehlungen:
* Geben Sie niemals Passwörter, PINs oder Kontonummern am Telefon oder per E-Mail preis. Seriöse Unternehmen fragen danach nicht.
* Prüfen Sie unangekündigte Besucher immer anhand des Ausweises. Im Zweifel: Tür zu lassen und die offizielle Telekom-Hotline anrufen.
* Beenden Sie verdächtige Gespräche sofort und wählen Sie selbst die Nummer des Unternehmers zurück.
Die Telekom hat technische Gegenmaßnahmen eingeführt. Seit Dezember 2025 warnt der „Call Check“ im Mobilfunknetz vor bekannten Betrüger-Nummern. Seit Anfang 2026 zeigen „Branded Calls“ bei verifizierten Anrufen direkt den Firmennamen an.
Warum die Masche so erfolgreich ist
Die Betrüger nutzen gezielt den guten Namen der Telekom als Türöffner. Sie spielen mit menschlichen Schwächen wie Vertrauen, Hilfsbereitschaft oder der Angst vor einer angeblichen Sperre. Diese Form des Social Engineerings wird immer gezielter – persönliche Daten aus sozialen Netzwerken machen die Geschichten der Täter glaubwürdiger.
Die größte Herausforderung: Oft führen die Opfer die schädigende Handlung, wie eine Überweisung, selbst aus. Das umgeht traditionelle Sicherheitssysteme.


