Telegram: Nach Sicherheitsvorfall Nummer verbergen
07.01.2026 - 09:24:12Nach einem Angriff auf israelische Politikerkontakte empfehlen Sicherheitsexperten dringend, die Telefonnummer zu verbergen und die Zwei-Faktor-Authentifizierung in Telegram zu aktivieren.
Nutzer der Messenger-App sollten nach einem Hackerangriff auf Kontakte von Politikern dringend ihre Privatsphäre-Einstellungen prüfen. Ein neuer Vorfall zeigt, wie Angreifer über sichtbare Telefonnummern soziale Netzwerke ausspähen. Die wichtigsten Schutzmaßnahmen im Überblick.
Die Dringlichkeit, sein Konto zu sichern, hat sich durch einen Bericht vom 5. Januar über die Hacktivisten-Gruppe „Handala“ erhöht. Laut Cybersicherheitsforschern griff die Gruppe erfolgreich Kontakte israelischer Politiker an und veröffentlichte deren Kontaktlisten aus Telegram. Die Experten betonen, dass die Daten wohl durch direkten Kontozugang und nicht durch Knacken der Verschlüsselung erlangt wurden.
Die offengelegten Kontaktlisten zeigen eine Schwachstelle in der Auffindbarkeit. Ist eine Telefonnummer sichtbar oder uneingeschränkt synchronisiert, wird sie zu einem Schlüssel, mit dem Angreifer soziale Netzwerke kartieren und Kontakte ins Visier nehmen können. Die Forscher empfehlen dringend, die „Cloud-Passwort“-Zwei-Faktor-Authentifizierung zu aktivieren und aktive Sitzungen zu überprüfen.
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Schritt-für-Schritt: So verbergen Sie Ihre Nummer
Die effektivste Maßnahme, um zu verhindern, dass Ihr Konto mit geleakten Datenbanken verknüpft wird, ist das Verbergen Ihrer Telefonnummer. Standardmäßig können Ihre Kontakte diese möglicherweise sehen.
So konfigurieren Sie Ihre Einstellungen für maximale Privatsphäre:
- Privatsphäre-Einstellungen öffnen
Gehen Sie zu Einstellungen > Privatsphäre und Sicherheit. - Sichtbarkeit der Telefonnummer ändern
Tippen Sie auf Telefonnummer. Unter „Wer kann meine Telefonnummer sehen?“ wählen Sie „Niemand“. Dies ist die sicherste Option. - „Wer kann mich über meine Nummer finden?“ festlegen
Nach Auswahl von „Niemand“ erscheint diese option. Setzen Sie sie auf „Meine Kontakte“. Lassen Sie sie nicht auf „Jeder“ – sonst kann jeder, der Ihre Nummer hat (z.B. aus einem Datenleck), Ihr Profil finden. - Ausnahmen prüfen
Sie können bestimmte Nutzer auf eine „Immer erlauben“-Liste setzen. Für allgemeine Sicherheit wird die globale Einstellung „Niemand“ empfohlen.
Unverzichtbar: Zwei-Faktor-Authentifizierung aktivieren
Das Verbergen Ihrer Nummer schützt vor Entdeckung, aber nicht vor einem Angreifer, der Ihren SMS-Code abfängt (SIM-Swapping). Experten betonen daher die Notwendigkeit der Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA), auch Cloud-Passwort genannt.
Ohne 2FA benötigt ein Angreifer nur Ihren SMS-Code. Mit 2FA braucht er zusätzlich ein Passwort, das nur Sie kennen.
So aktivieren Sie 2FA:
1. Gehen Sie zu Einstellungen > Privatsphäre und Sicherheit.
2. Wählen Sie Zwei-Schritt-Verifizierung (Cloud-Passwort).
3. Legen Sie ein starkes, einzigartiges Passwort fest und hinterlegen Sie eine Wiederherstellungs-E-Mail.
Telegram zwischen Privatsphäre-Anspruch und Herausforderungen
Kurz vor den Sicherheitsmeldungen startete Telegram sein Roadmap für 2026 mit einem großen Update am 3. Januar. Neben neuen Benutzeroberflächen stellte die Plattform eine KI-Zusammenfassungsfunktion vor, die auf dem dezentralen Netzwerk „Cocoon“ basiert. Dies soll maximale Privatsphäre gewährleisten, da die Daten verschlüsselt und nicht zentral gespeichert werden.
Dieses Update schützt jedoch nicht automatisch vor den Social-Engineering-Methoden der Handala-Angriffe. Die zeitliche Abfolge – ein privatsphäre-fokussiertes Feature, gefolgt von einem gezielten Hack – zeigt: Während Telegram seine Infrastruktur härtert, bleiben die nutzerseitigen Einstellungen die schwächste Verbindung.
Hintergrund sind auch finanzielle Herausforderungen. Ein Bericht vom 6. Januar verwies auf finanzielle Gegenwinde für das Unternehmen, darunter 500 Millionen Euro an eingefrorenen Anleihen aufgrund von Sanktionen. Dennoch hält das Unternehmen an seinen Wachstumszielen fest und betont sein Bekenntnis zur Privatsphäre.
Ausblick: Fokus verschiebt sich auf Identitätsschutz
Cybersicherheitsanalysten erwarten für 2026, dass der „Identitätsschutz“ kritischer wird als die reine Nachrichtenverschlüsselung. Da Protokolle wie MTProto robust bleiben, verlagern Angreifer ihren Fokus auf Metadaten und soziale Graphen – genau die Daten, die bei Handala geleakt wurden.
Nutzer können von Telegram weitere Updates erwarten, die die Identitätsüberprüfung verstärken. Gerüchte deuten auf granularere Kontrollen darüber an, wer Sie kontaktieren kann, und möglicherweise Standardeinstellungen mit höherer Privatsphäre für neue Konten hin. Bis dahin bleiben das manuelle Verbergen Ihrer Telefonnummer und die Aktivierung der Zwei-Faktor-Authentifizierung der beste Schutz.
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