Telefonbetrüger, KI-Stimmen

Telefonbetrüger nutzen KI-Stimmen und falsche Notfälle

12.01.2026 - 13:53:12

Betrüger nutzen KI-generierte Stimmen und vorgetäuschte medizinische Notlagen, um Opfer zu täuschen. Die Polizei warnt vor neuen Methoden und gibt konkrete Schutzempfehlungen.

Eine neue Welle von Telefonbetrug rollt durch Deutschland und Österreich. Betrüger setzen auf KI-generierte Stimmen und erfundene medizinische Notfälle, um ihre Opfer in Panik zu versetzen.

Falsche Ärzte und Bankmitarbeiter im Anmarsch

Die Polizei warnt vor zwei besonders perfiden Methoden. Im ersten Szenario geben sich Anrufer als Krankenhauspersonal aus und behaupten, ein Angehöriger liege nach einem Unfall im Krankenhaus. Sie fordern sofortige Zahlungen für angebliche Spezialbehandlungen.

Parallel dazu tauchen erneut falsche Bankmitarbeiter auf. Sie täuschen Sicherheitslücken vor und fordern unter Zeitdruck die Herausgabe von Zugangsdaten oder die Überweisung von Geld. Die Anrufer sind professionell, sprechen akzentfrei und untermalen ihre Lügen mit täuschend echten Hintergrundgeräuschen.

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Die Enkel-Trick 2.0: KI klont Stimmen

Eine besorgniserregende Entwicklung macht die Betrugsanrufe schwerer zu durchschauen: Künstliche Intelligenz. Mit sogenannten Deepfake Audio-Tools können Kriminelle die Stimme eines Familienmitglieds täuschend echt nachahmen. Dafür reichen oft schon kurze Audioclips aus sozialen Medien.

Diese Technologie macht eine klassische Schutzempfehlung wirkungslos. Wenn die Stimme am Telefon exakt wie die des eigenen Enkels klingt und um Hilfe fleht, schaltet bei vielen Opfern der rationale Verstand aus. Die Betrüger zielen so gezielt auf die emotionale Schwachstelle.

Warum plötzlich ausländische Nummern anrufen

Die Betrüger passen ihre Taktik auch an neue Gesetze an. In Österreich etwa hat eine Anti-Spoofing-Verordnung das Fälschen von Mobilfunknummern erschwert. Die Konsequenz: Die Anrufe kommen jetzt vermehrt von ausländischen Nummern oder erscheinen komplett unterdrückt.

Auch Messenger-Dienste wie WhatsApp werden für Betrugsversuche missbraucht, da hier die Filter der Netzbetreiber oft nicht greifen. Die Warnung der Behörden bleibt daher klar: Vorsicht bei jeder unbekannten Nummer.

Opfer bleiben oft auf dem Schaden sitzen

Die finanziellen Folgen für Betrogene sind hart. Haben sie freiwillig ihre PIN preisgegeben oder eine Überweisung autorisiert, stufen Banken und Versicherungen dies oft als grobe Fahrlässigkeit ein. Eine Erstattung des Geldes ist dann meist ausgeschlossen.

Die Telekommunikationsbranche arbeitet an Gegenmaßnahmen. Die Deutsche Telekom kündigte für dieses Jahr “Branded Calls” an. Verifizierte Unternehmen sollen dann mit Namen und Logo auf dem Display erscheinen, um Vertrauenswürdigkeit zu signalisieren.

Wie kann man sich schützen?

Experten sehen in der menschlichen Wachsamkeit den wichtigsten Schutz. Konkret raten sie zu diesen Maßnahmen:
* Vereinbaren Sie ein familiäres Codewort für echte Notfälle.
* Beenden Sie das Gespräch sofort, wenn der Anrufer unter Druck setzt.
* Legen Sie auf und rufen Sie die betroffene Person oder Institution über eine bekannte, vertrauenswürdige Nummer zurück.
* Seien Sie misstrauisch bei Anrufen von unbekannten oder ausländischen Nummern.

Die aktuelle Betrugswelle zeigt: Die Methoden der Kriminellen werden immer raffinierter. Der beste Schutz ist es, in vermeintlichen Notsituationen einen kühlen Kopf zu bewahren.

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