Teilzeitfalle bedroht Millionen mit Altersarmut
19.01.2026 - 20:34:12Millionen Deutsche steuern wegen Teilzeitarbeit auf eine Rentenlücke zu. Besonders Frauen sind von dieser finanziellen Einbahnstraße betroffen, die Karriere und Altersvorsorge gefährdet. Aktuelle Daten zeigen ein düsteres Bild.
Fast jede zweite erwerbstätige Frau arbeitete 2024 in Teilzeit, aber nur jeder neunte Mann. Der Hauptgrund: 27 Prozent der Frauen reduzieren ihre Stunden für die Kinderbetreuung, bei Männern sind es nur 6 Prozent. Diese Schieflage hat fatale Langzeitfolgen.
Die Rentenfalle schnappt zu
Geringere Beiträge führen direkt zu niedrigeren Rentenansprüchen. Experten warnen vor Alterssicherung nahe dem Grundsicherungsniveau. Die Renten können im Vergleich zu Vollzeit um 20 bis 30 Prozent sinken.
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Diese „Gender Pension Gap“ betrug 2023 satte 27,1 Prozent. Die oft familienbedingte Entscheidung für Teilzeit wird so zur langfristigen Armutsfalle.
- Geringere monatliche Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung
- Rentenansprüche sinken um 20-30 Prozent gegenüber Vollzeit
- Gender Pension Gap bei 27,1 Prozent
Karriereende auf Raten
Teilzeit hemmt die berufliche Entwicklung massiv. Aufstiegschancen schwinden, anspruchsvolle Projekte und Führungspositionen werden seltener vergeben. Das führt zu Gehaltsstagnation und einem Verlust an beruflicher Anerkennung.
Die Rückkehr in Vollzeit gestaltet sich oft schwierig. Das Recht auf Brückenteilzeit hilft nur begrenzt: Es gilt nur in Betrieben mit über 45 Mitarbeitern und ist auf fünf Jahre befristet. Viele bleiben dauerhaft in der Teilzeitfalle gefangen.
Warum die Falle so oft zuschnappt
Die hohe Teilzeitquote bei Frauen ist tief verwurzelt. Traditionelle Rollenbilder und ein Mangel an flexibler Kinderbetreuung zwingen viele Mütter zum beruflichen Rückzug.
Auch Unternehmen sind oft nicht darauf vorbereitet, Teilzeitkräfte vollwertig zu integrieren. Ohne Reformen – etwa beim Ehegattensplitting – und einem massiven Ausbau der Betreuung bleiben die Anreize für eine partnerschaftliche Aufteilung gering.
Gibt es einen Ausweg?
Politik und Wirtschaft suchen nach Lösungen, auch um dem Fachkräftemangel zu begegnen. Die Bundesregierung plant den Ausbau der Kinderbetreuung und steuerliche Anreize für Arbeitgeber.
Experten fordern eine Stärkung der Rechte von Teilzeitbeschäftigten und eine echte Kulturveränderung in den Unternehmen. Modelle wie eine partnerschaftliche Arbeitszeitreduzierung auf 30 Wochenstunden für beide Elternteile gelten als vielversprechender Weg.
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