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TECH Academy: Wie BASF Jugendliche für die digitale Zukunft rüstet

07.02.2026 - 03:01:11

Unternehmen wie BASF und öffentliche Bibliotheken bieten weltweit kostenlose Kurse in 3D-Druck und Robotik an, um digitale Grundkompetenzen zu fördern. Diese Initiativen sind eine strategische Antwort auf den wachsenden Fachkräftemangel.

Ein deutscher Chemiekonzern bringt amerikanischen Schülern 3D-Druck und Robotik bei – und zeigt damit einen globalen Trend auf. Während der Fachkräftemangel auch in Deutschland wächst, entdecken immer mehr Unternehmen und Kommunen die Grundlagenvermittlung digitaler Skills als strategische Notwendigkeit.

Vom Chemiewerk zur Zukunftswerstatt

Die Initiative kommt ausgerechnet von einem traditionsreichen Chemieunternehmen. BASF hat diese Woche die Bewerbungsphase für seine TECH Academy 2026 in Chattanooga im US-Bundesstaat Tennessee eröffnet. In Partnerschaft mit dem örtlichen Community College erhalten Highschool-Schüler dort kostenlose Praxisworkshops in 3D-Druck, Robotik und Mechatronik. Das Programm verbindet Jugendliche direkt mit Industrie-Profis und möglichen Karrierewegen – ein Modell, das auch für deutsche Ausbildungsinitiativen relevant sein könnte.

Doch was steckt hinter diesem Engagement? „Es geht darum, Technologie zu entmystifizieren“, erklärt ein Programmsprecher. „Wir brauchen eine neue Generation von Machern und Technikern, und die fängt bei den digitalen Grundlagen an.“

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Bibliotheken werden zu Tech-Laboren

Das eigentliche Rückgrat dieser digitalen Bildungsoffensive bilden jedoch lokale Einrichtungen. Öffentliche Bibliotheken und gemeinnützige Makerspaces verwandeln sich zunehmend in erste Anlaufstellen für Technologie-Neulinge.

In Wheat Ridge, Colorado, bietet der Clear Creek Makerspace einen beliebten Einsteigerkurs für 3D-Druck an – kostenlos und so konzipiert, dass Teilnehmer innerhalb einer Stunde ihr erstes Projekt starten. In Austin, Texas, führen „3D Printing 101“-Workshops sogar Achtjährige durch den Prozess, digitale Ideen in physische Objekte zu verwandeln.

Diese lokalen Initiativen schaffen nicht nur Zugang zu teurer Ausrüstung. Sie bieten vor allem die Anleitung, die nötig ist, um Interesse zu wecken und Selbstvertrauen aufzubauen. Ein Modell, das auch deutsche Städte wie Berlin oder München mit ihren Stadtteil-Bibliotheken bereits adaptieren.

Digitale Grundbildung wird zur Überlebensfrage

Die Bemühungen gehen weit über Schulbildung hinaus. Spezielle Programme zielen darauf ab, Erwachsene weiterzubilden und kritische Lücken in der Arbeitskraft zu schließen.

In Kansas finanzieren staatliche Mittel kostenlose Digital-Workshops bis Sommer 2026. Sie vermitteln Fähigkeiten, die für Jobbewerbungen, Existenzgründungen oder Telemedizin-Termine nötig sind. Selbst Organisationen wie die AARP Foundation bieten mit Initiativen wie „Digital Skills Ready@50+™“ kostenloses Training für Menschen über 50 an.

Die Botschaft ist klar: Digitale Kompetenz ist keine Option mehr, sondern Voraussetzung für wirtschaftliche Teilhabe – in fast allen Branchen und Altersgruppen.

Staat und Wirtschaft ziehen an einem Strang

Die Welle an Einsteiger-Workshops wird maßgeblich durch Unternehmenskooperationen und staatliche Förderung vorangetrieben. Die BASF TECH Academy ist nur ein Beispiel für unternehmensfinanzierte Programme, die den Fachkräftenachwuchs sichern sollen.

Auf nationaler Ebene erkennen auch Regierungen die strategische Bedeutung digitaler Kompetenzen. Die britische Regierung expandierte Ende Januar ein gemeinsames Programm mit Industriepartnern. Das Ziel: Bis 2030 sollen zehn Millionen Arbeitnehmer kostenlose, praktische KI-Kenntnisse durch einen überarbeiteten „AI Skills Hub“ erhalten.

Diese großangelegten Initiativen ergänzen die Graswurzel-Bewegungen der Kommunen. Gemeinsam bilden sie eine mehrschichtige Antwort auf die Herausforderungen des technologischen Wandels.

Warum gerade jetzt der Push kommt?

Der aktuelle Schub in der Tech-Grundbildung ist eine direkte Reaktion auf mehrere zusammenlaufende Trends. Die Technologie selbst – insbesondere 3D-Druck – ist erschwinglicher und benutzerfreundlicher geworden. Branchenverbände wie die Additive Manufacturing Users Group (AMUG) haben die Fachkräfteentwicklung zur Priorität für 2026 erklärt.

Gleichzeitig wächst die Erkenntnis, dass grundlegende Digitalkompetenzen unverzichtbar sind. KI und Automatisierung verändern Industrien fundamental. Die Fähigkeit, mit neuen Technologien zu interagieren und sie zu nutzen, wird zur Grundvoraussetzung moderner Arbeit – in Deutschland ebenso wie weltweit.

Die Zukunft: KI wird Teil der Grundbildung

Die nächste Welle der Tech-Einsteigerausbildung wird künstliche Intelligenz stärker integrieren. Große Technologieunternehmen legen bereits jetzt die Grundlagen mit kostenlosen Trainingsplattformen.

IBMs SkillsBuild-Programm hat sich verpflichtet, Millionen Menschen in KI zu schulen. Ähnliche Initiativen wie „Grow with Google“ bieten praktisches KI-Training für alle – vom Kleinunternehmer bis zum Jobsuchenden.

Die Workshops der Zukunft werden nicht nur zeigen, wie man einen 3D-Drucker bedient. Sie werden vermitteln, wie KI-gestützte Software das Designen, Optimieren und Kreieren revolutioniert. So bereiten die „digitalen Grundlagen“ von heute die Lernenden auf die digitale Realität von morgen vor – eine Entwicklung, die auch deutsche Bildungsinstitutionen genau beobachten.

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