TCM-Forschung, Mythos

TCM-Forschung: Vom Mythos zur modernen Medizin

11.02.2026 - 22:23:12

Die Wissenschaft untersucht traditionelle Heilmittel wie He Shou Wu gegen Haarverlust und Reishi-Pilze bei Allergien, um sie von der Tradition in die evidenzbasierte Medizin zu überführen.

Alte Heilwurzeln und Vitalpilze stehen im Fokus der Wissenschaft. Die Forschung prüft, ob traditionelles Wissen bei Haarausfall und Allergien helfen kann.

Die Grenzen zwischen Schulmedizin und traditionellen Heilmethoden verwischen zunehmend. Weltweit untersuchen Forscher uraltes Wissen mit modernen Methoden. Besonders die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) liefert vielversprechende Ansätze. Zwei aktuelle Beispiele sind eine chinesische Heilwurzel gegen Haarausfall und Vitalpilze bei Allergien.

He Shou Wu: Eine Wurzel gegen den Haarverlust

Im Mittelpunkt steht die Pflanze Pleuropterus multiflorus, bekannt als He Shou Wu. In der TCM wird sie seit Jahrhunderten für kräftiges Haar verwendet. Die Wissenschaft prüft nun, ob sie bei der häufigsten Form des Haarausfalls, der androgenetischen Alopezie, helfen kann. In China sind über 21 Prozent der Männer und 6 Prozent der Frauen betroffen.

Die konventionelle Behandlung mit Mitteln wie Minoxidil zeigt oft nur begrenzte Wirkung. Eine aktuelle Analyse kommt zu einem interessanten Schluss: Die Inhaltsstoffe der Wurzel könnten mehrere Ursachen des Haarausfalls gleichzeitig angehen. Studien deuten darauf hin, dass sie die Mikrozirkulation in der Kopfhaut verbessern und so geschwächte Haarfollikel stärken. Damit erhält ein jahrhundertealtes Heilmittel eine plausible wissenschaftliche Grundlage.

Reishi und Cordyceps: Natürliche Helfer bei Heuschnupfen?

Mit dem Frühling beginnt für Millionen Allergiker die Leidenszeit. Klassische Antihistaminika machen oft müde. Daher rücken natürliche Alternativen wie die Vitalpilze Reishi und Cordyceps in den Fokus der Forschung.

Wissenschaftler untersuchen, wie diese Pilze das Immunsystem beeinflussen. Reishi könnte histaminhemmende Eigenschaften haben, während Cordyceps regulierend wirken soll. Experten empfehlen, die Einnahme hochwertiger Extrakte bereits sechs bis acht Wochen vor der Pollensaison zu beginnen. So hat der Körper Zeit, sich einzustellen. Eine Kombination verschiedener Pilze soll synergistische Effekte erzielen.

Der große Wandel: Von der Tradition zur Evidenz

Die Beispiele zeigen einen grundlegenden Trend: Die Alternativmedizin durchläuft einen Wandel vom Mythos zur Evidenz. Die TCM, einst als mystisches System betrachtet, wird heute mit strengen Methoden erforscht. Ihr Ziel ist nicht nur die Symptombekämpfung, sondern die Harmonisierung des gesamten Körpers – das sogenannte Qi.

Das System basiert auf fünf Säulen: Akupunktur, Arzneimitteltherapie, Ernährungslehre, manuelle Therapie und Bewegungsübungen wie Qigong. Während für Akupunktur gute Wirksamkeitsnachweise etwa bei Schmerzen vorliegen, besteht bei der Arzneitherapie noch großer Forschungsbedarf. Genau hier setzt die moderne Wissenschaft an. Sie sucht nach neuen Wirkstoffen gegen Infekte, Autoimmun- oder Stoffwechselkrankheiten.

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Hohe Nachfrage treibt die Forschung voran

Das wissenschaftliche Interesse spiegelt eine enorme Nachfrage wider. Über zwei Drittel der Deutschen nutzen komplementärmedizinische Verfahren. Doch oft klafft eine Lücke zwischen Vertrauen und Belegbarkeit. Eine Studie der MedUni Wien zeigte: Viele halten die TCM für wissenschaftlich fundiert, obwohl für viele Grundkonzepte die klinische Evidenz noch fehlt.

Genau diese Lücke soll geschlossen werden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erkennt bestimmte TCM-Verfahren bereits als wirksame Ergänzung an. Das Ziel ist eine integrative Medizin, die das Beste aus beiden Welten vereint – zum Wohl der Patienten.

Ausblick: Etablierung als ernsthafter Partner

Die Zukunft liegt in der fortgesetzten Validierung. Forschungseinrichtungen und Netzwerke treiben die systematische Untersuchung voran. Entscheidend ist eine fundierte Ausbildung für Ärzte und Therapeuten, um Patientensicherheit zu gewährleisten.

Kommende Veranstaltungen wie der „Integrative Medicine Research Congress 2026“ bringen Experten zusammen. Initiativen wie der „Forschungspreis Komplementärmedizin“ fördern gezielt innovative Arbeiten. Ein klares Signal: Die Alternativmedizin tritt aus der Grauzone heraus und etabliert sich als ernstzunehmender Partner der modernen Gesundheitsversorgung.

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