TCM-Ausbildung startet mit neuen Schwerpunkten in reguliertes Jahr
10.01.2026 - 13:24:12Die Ausbildung in Traditioneller Chinesischer Medizin startet mit spezialisierten Modulen ins neue Jahr – just zum Start verschärfter Schweizer Abrechnungsregeln.
BAD ZURZACH / KÖLN – Das neue Ausbildungsjahr für Komplementärmedizin beginnt mit einer Welle spezialisierter Kurse in Traditioneller Chinesischer Medizin (TCM). Institute im deutschsprachigen Raum reagieren damit auf tiefgreifende regulatorische Veränderungen. Seit 1. Januar 2026 gelten in der Schweiz neue Abrechnungsregeln im Tarif 590, die speziell Moxibustion und Ohrakupunktur betreffen. Diese Therapien können nicht mehr separat abgerechnet werden, sondern müssen in Gesamtbehandlungen integriert sein.
Spezialkurse für neue Anforderungen
Mehrere führende Ausbildungsinstitute haben diese Woche ihr Winterprogramm gestartet. Der Fokus liegt auf den beiden nun regulatorisch relevanten Verfahren: Moxibustion – der Erwärmung von Akupunkturpunkten durch Beifußkraut – und Ohrakupunktur (Auriculotherapie).
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In Bad Zurzach startet das renommierte Institut AcuMax am 13. Januar sein Grundlagenmodul für TCM, Akupunktur und Moxibustion. Der Kurs richtet sich an Therapeuten, die das eidgenössische Diplom anstreben. „Die Timing ist entscheidend“, erklärt eine Branchenbeobachterin. „Viele müssen ihre OdA AM-zertifizierten Stunden noch in diesem Jahr absolvieren.“
Parallel dazu begann in Köln bei Pro Medica GmbH bereits am 10. Januar die Ausbildung „Akupunktur in der Geburtshilfe“. Dieser spezielle Kurs integriert Moxibustion und Ohrakupunktur-Protokolle für Hebammen und Geburtshelfer. Er spiegelt den trend wider, TCM-Methoden in die konventionelle westliche Geburtshilfe einzubinden.
Bereits am 7. Januar startete die Heilpraktikerschule Kristina Hüttner in Münster einen eigenen Ohrakupunktur-Block. Die synchronisierten Starttermine zeigen: Die Branche stellt sich auf die neuen Rahmenbedingungen ein.
Tarif 590: Der regulatorische Wendepunkt
Hinter dem gesteigerten Ausbildungsbedarf steht eine regulatorische Zäsur. Die Schweizer Tarif 590-Abrechnung für komplementärmedizinische Leistungen wurde zum Jahresbeginn reformiert. Konkret: Die separaten Positionen für Moxibustion und Ohrakupunktur wurden gestrichen.
„Das bedeutet einen Paradigmenwechsel“, analysiert ein Compliance-Experte. „Die Verfahren gelten nicht mehr als optionales Add-on, sondern als integraler Bestandteil einer ganzheitlichen TCM-Behandlung.“ Die Konsequenz für Therapeuten: Sie müssen die Anwendung nun diagnostisch fundiert innerhalb eines TCM-Gesamtkonzepts begründen können – sonst droht die Ablehnung durch die Krankenkasse.
Genau hier setzen die neuen Kurse an. Sie legen verstärkt Wert auf Syndrom-Differenzierung – also die präzise TCM-Diagnostik. Es geht nicht mehr nur um das Setzen einer Nadel, sondern um die medizinische Begründung, warum diese an genau diesem Punkt notwendig ist.
Standardisierung als Antwort
Die aktuellen Kurse antworten auf den Regulierungsdruck mit verstärkter Standardisierung. Das AcuMax-Modul trägt das Label 23344 des TCM Fachverbands Schweiz und bringt Teilnehmern wertvolle Punkte für das EMR- und ASCA-Register.
Der Kölner Kurs von Pro Medica ist speziell auf den rechtlichen Rahmen des Hebammengesetzes zugeschnitten. So wird sichergestellt, dass die Anwendung der Ohrakupunktur innerhalb der gesetzlich erlaubten Berufsausübung bleibt. Der Lehrplan beider Kurse umfasst:
- Moxibustion: Sichere Anwendung direkter und indirekter Techniken, Kontraindikationen (besonders in der Schwangerschaft) und Indikationen bei „Kälte“- und „Yang-Mangel“-Mustern.
- Ohrakupunktur: Kartierung des Ohr-Mikrosystems, Nadeltechniken bei Sucht und Schmerz sowie der Einsatz von Ohrkügelchen für Dauerstimulation.
Was kommt auf die Branche zu?
Für das erste Quartal 2026 erwarten Branchenkenner eine Konsolidierung der Anbieterlandschaft. Die Anforderungen für das eidgenössische Diplom in der Schweiz und die Heilpraktikerprüfung in Deutschland werden strenger. Kleine Kurse dürften in größere, akkreditierte Programme wie jene von AcuMax integriert werden.
Die volle Wirkung der Tarif-590-Reform wird sich voraussichtlich im zweiten Quartal zeigen, wenn die ersten Rechnungen nach neuem System gestellt werden. Viele Institute planen bereits ergänzende Workshops zu Abrechnung und Compliance.
Die Botschaft dieser Kurswoche an angehende TCM-Therapeuten ist klar: Handwerkliches Können allein genügt nicht mehr. Tiefes Verständnis für den regulatorischen Rahmen wird ebenso wichtig. Die Ära der gelegentlichen Anwendung ist vorbei – es beginnt das Zeitalter der professionalisierten, hochregulierten Komplementärmedizin.
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