Tariff-Dividende, Betrüger

Tariff-Dividende: Betrüger nutzen US-Steuerdebatte für Phishing-Welle

09.01.2026 - 16:25:12

Cyberkriminelle locken mit nicht-existierenden US-Direktzahlungen und erbeuten sensible Daten. Behörden warnen vor raffinierter Betrugswelle, die aktuelle politische Diskussionen ausnutzt.

Betrüger locken mit falschen 2.000-Dollar-Zahlungen und nutzen die Verwirrung um neue US-Steuerpläne aus. Die Behörden warnen vor einer ausgeklügelten Phishing-Welle.

Washington/Berlin – Während in Washington über Steuerdividenden und Militärzahlungen debattiert wird, schlagen Cyberkriminelle zu. Eine neue Welle raffinierter Phishing-Angriffe nutzt die öffentliche Verwirrung um die Wirtschaftspolitik der US-Regierung aus. Betrüger versprechen nicht-existente Direktzahlungen von 2.000 Dollar – und erbeuten dabei sensible Finanzdaten ahnungsloser Bürger. Die Maschen sind so gut gemacht, dass selbst Behörden vor der aktuellen Betrugswelle warnen.

Die Falle mit der „Tariff-Dividende“

Der Haupttreiber der Betrugswelle ist ein noch nicht beschlossenes Gesetzesvorhaben: die sogenannte „Tariff-Dividende“. US-Präsident Donald Trump hatte wiederholt vorgeschlagen, Zolleinnahmen an Steuerzahler zurückzuzahlen. Doch obwohl von 2.000 Dollar die Rede war, gibt es bis heute – Stand 9. Januar 2026 – kein verabschiedetes Gesetz.

Das hält Betrüger nicht ab. Seit Anfang Januar kursieren massenhaft SMS, E-Mails und Social-Media-Nachrichten, die angeblich „ausstehende“ Dividendenzahlungen ankündigen. Die Opfer werden auf täuschend echte Fake-Webseiten gelockt, die US-Finanzbehörden wie den Internal Revenue Service (IRS) nachahmen. Dort sollen sie Sozialversicherungsnummern und Bankdaten „bestätigen“.

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„Diese Angriffe sind besonders tückisch, weil sie aktuelle Debatten mit Erinnerungen an Pandemie-Hilfszahlungen vermischen“, erklärt ein Cybersicherheitsexperte. Anders als 2020 gibt es aber aktuell keine behördliche Grundlage für derartige Direktzahlungen an die Allgemeinheit.

Militär-Bonus wird zur Köder-Masche

Kompliziert wird die Lage durch eine tatsächlich existierende Zahlung: den „Warrior Dividend“. Dieser 1.776-Dollar-Bonus für aktive Soldaten und Reservisten wurde im Dezember 2025 beschlossen. Betrüger behaupten nun, diese Zahlung sei auf alle Bürger ausgeweitet worden oder es gebe eine „zivile Parallelzahlung“.

Hinzu kommen Gerüchte um eine „DOGE-Dividende“ – angeblich aus Einsparungen im Effizienzministerium. Obwohl Behörden klargestellt haben, dass dieses Projekt nie realisiert wurde, fordern Betrüger „Bearbeitungsgebühren“ für angebliche Rückzahlungen. Ein klassisches Vorschussbetrugs-Muster.

Neue Angriffsmethoden: „J Morgan“-Anrufe und Panik-SMS

Die Betrugsmethoden werden immer raffinierter. In mehreren US-Bundesstaaten warnen Verbraucherschützer vor aggressiven Telefonanrufen. Anrufer geben sich als Mitarbeiter von „J Morgan“ oder ähnlichen Finanzinstituten aus – oft mit gefälschten Ortsvorwahlen.

Sie behaupten, der Empfänger habe einen „garantierten Kredit“ oder „staatliche Hilfszahlungen“ genehmigt bekommen. Zur Freigabe müsse jedoch eine Gebühr gezahlt werden. Erschreckend: Die Betrüger haben oft bereits Namen und Adressen der Opfer, was den Anrufen Glaubwürdigkeit verleiht.

Parallel erreichen Smishing-Angriffe (SMS-Phishing) neue Dimensionen. Texte wie „LETZTE MAHNUNG: TARIFFZAHLUNG JETZT BESTÄTIGEN“ sollen Panik auslösen. Die enthaltenen Links installieren Schadsoftware oder stehlen Login-Daten. „Keine seriöse Behörde kontaktiert Bürger niemals per SMS oder unaufgefordertem Anruf wegen Zahlungen“, betont das Idaho-Justizministerium.

So schützen Sie sich vor den Betrugsmaschen

Experten geben klare Handlungsempfehlungen:
* Nur .gov-Quellen nutzen: Offizielle Informationen stammen ausschließlich von Websites wie irs.gov oder defense.gov.
* Skepsis bei Dringlichkeit: Echte behördliche Mitteilungen kommen per Post und verlangen keine sofortige Reaktion innerhalb von Stunden.
* Keine Vorschüsse zahlen: Keine staatliche Zahlung verlangt Gebühren vom Empfänger.

Die US-Steuerbehörde IRS betont: Die Ära allgemeiner „Stimulus-Checks“ endete mit dem Auslaufen des Recovery Rebate Credit im April 2025. Alle Angebote für „nicht abgeholte 2021-Mittel“ sind 2026 mit hoher Wahrscheinlichkeit betrügerisch.

Ausblick: Betrugswelle dürfte anhalten

Solange die wirtschaftspolitische Debatte in Washington andauert, werden Betrüger weiteres Material finden. Experten rechnen damit, dass anstehende Haushaltsdebatten und Steuerreformen neue Narrative für Betrugsmaschen liefern.

Für die breite Öffentlichkeit gilt: Die „Tariff-Dividende“ ist bisher nur eine Schlagzeile. Bis ein Gesetz verabschiedet ist, sind alle Versprechen auf 2.000 Dollar höchstwahrscheinlich Betrugsversuche. Verdächtige Nachrichten sollten umgehend bei Verbraucherschutzzentralen gemeldet werden – auch um die kriminellen Netzwerke zu zerschlagen.

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