Targobank-Kunden im Visier neuer Betrugs-SMS
14.01.2026 - 18:40:11Eine neue Phishing-Welle zielt gezielt auf Kunden der Targobank ab. Betrüger versenden massenhaft SMS, um an Online-Banking-Daten zu gelangen. Die Bank und Verbraucherschützer warnen eindringlich vor den gefälschten Nachrichten.
Die Nachrichten fordern unter einem dringenden Vorwand zur Kontoverifizierung auf. Als Gründe nennen die Kriminellen angebliche Sicherheitschecks, ablaufende App-Registrierungen oder eine drohende Kontosperrung. Klicken Kunden auf den enthaltenen Link, landen sie auf einer täuschend echten Fälschung des Banking-Portals. Dort erbeuten die Betrüger Anmeldedaten und Transaktionsnummern (TANs).
Die Targobank stellt klar: Sie fordert Kunden niemals per SMS oder E-Mail zur Eingabe sensibler Daten über einen Link auf. Auf ihrer Webseite hat die Bank bereits entsprechende Sicherheitshinweise veröffentlicht.
Die Betrugs-SMS folgen einem klaren Muster. Sie erzeugen Druck mit Formulierungen wie “Letzte Mahnung vor der Sperrung” oder “dringende Kontoaktualisierung erforderlich”. Oft drohen sie mit unmittelbaren Konsequenzen bei Nichtreaktion.
Smishing-Angriffe wie jene gegen Targobank zeigen, wie leicht Kriminelle per SMS an Anmeldedaten und TANs gelangen. Das kostenlose Anti-Phishing-Paket bietet eine praxisnahe 4‑Schritte-Anleitung, erklärt die aktuell genutzten Hacker-Methoden und liefert konkrete Schutzmaßnahmen für Privatpersonen und Unternehmen. Mit Checklisten, psychologischen Erklärungen der Angriffsmaschen und Tipps zur Meldung verdächtiger Nachrichten sind Sie sofort handlungsfähig. Anti-Phishing-Paket jetzt kostenlos herunterladen
Typische Erkennungsmerkmale sind:
* Eine unpersönliche Anrede (z.B. “Sehr geehrter Kunde”)
* Rechtschreib- und Grammatikfehler
* Eine unseriöse oder verschleierte Absenderkennung
* Ein Link, der über URL-Kürzer wie “bit.ly” verschleiert wird
Verbraucherschützer betonen: Seriöse Banken kommunizieren wichtige Sicherheitsinformationen nie ausschließlich über einen unaufgeforderten Link in einer SMS.
Warum “Smishing” so gefährlich ist
Der Angriff nutzt eine als Smishing (SMS-Phishing) bekannte Masche. Sie ist besonders tückisch, weil Smartphones ständige Begleiter sind und eine SMS oft als persönlicher und dringlicher wahrgenommen wird als eine E-Mail. Die Täter spielen mit der Gutgläubigkeit und der Sorge der Kunden um ihre finanzielle Sicherheit.
Die aktuelle Kampagne richtet sich zwar gezielt gegen Targobank-Kunden. Doch ähnliche Wellen treffen regelmäßig auch Kunden anderer Institute wie Sparkassen oder die ING. Die Bedrohung ist branchenweit präsent.
Das sollten Betroffene jetzt tun
Der beste Schutz ist Wachsamkeit und ein kühler Kopf. Folgende Schritte sind entscheidend:
- Nicht klicken, löschen! Klicken Sie niemals auf Links in verdächtigen SMS. Löschen Sie die Nachricht umgehend.
- Direkt nachprüfen. Bei Unsicherheit loggen Sie sich nicht über den Link ein. Öffnen Sie stattdessen die offizielle Banking-App oder die Webseite Ihrer Bank manuell.
- Schnell handeln bei Datenpreisgabe. Wenn Sie bereits Daten eingegeben haben, müssen Sie sofort reagieren:
- Kontaktieren Sie den Sperr-Notruf 116 116 und Ihre Bank.
- Lassen Sie Online-Banking und Karten sperren.
- Ändern Sie von einem sicheren Gerät alle Passwörter.
- Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.
Verdächtige Nachrichten können zur Unterstützung der Fahndung an onlinesicherheit@targobank.de weitergeleitet werden.


