T-Systems Cloud will mit US-Giganten gleichziehen
02.02.2026 - 16:54:12T-Systems baut seine europäische Cloud-Plattform massiv aus, um mit Amazon und Google gleichzuziehen – und bietet dabei volle Datensouveränität. Das Ziel: eine echte Alternative für Unternehmen und Behörden schaffen, die nicht länger zwischen modernster Technik und strengem Datenschutz wählen müssen.
Die erweiterte T Cloud Public bietet bereits 80 Prozent der Kernfunktionen großer US-Clouds. Bis Ende 2026 soll die volle Funktionsparität erreicht sein. Damit positioniert sich der IT-Dienstleister der Deutschen Telekom als direkter europäischer Wettbewerber im globalen Cloud-Markt. Die Plattform kombiniert skalierbare Infrastruktur, KI-Dienste und hohe Sicherheit unter europäischem Recht.
Ende der Kompromisse für europäische Unternehmen
„Die Zeit der faulen Kompromisse ist vorbei“, erklärt Dr. Ferri Abolhassan, CEO von T-Systems. Bislang mussten Unternehmen oft wählen: Entweder die umfassenden Features amerikanischer Anbieter oder die Sicherheit einer europäischen Lösung. T-Systems verspricht nun beides.
Die Plattform setzt auf „Security by Design“ mit einer modernen Zero-Trust-Architektur und Top-Zertifizierungen wie C5. Alle Daten werden in europäischen Rechenzentren verarbeitet, die vor Zugriffen aus Drittstaaten geschützt sind. Ein automatisiertes Migrations-Tool soll den Wechsel erleichtern und die oft kritisierte Anbieterbindung lockern.
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Durchbruch mit souveräner KI-Infrastruktur
Ein entscheidender Trumpf ist die nahtlose Integration der neuen Industrial AI Cloud, die am 4. Februar startet. Sie soll die verfügbare GPU-Kapazität in Deutschland um 50 Prozent erhöhen und Europas größtes souveränes KI-Ökosystem schaffen. Nutzer erhalten direkten Zugang zu wertvollen GPU-Ressourcen für rechenintensive KI-Anwendungen – ganz ohne Abhängigkeit von nicht-europäischer Hardware.
Diese Fokussierung auf souveräne KI ist ein klarer Wettbewerbsvorteil. Sie adressiert wachsende Bedenken hinsichtlich Datenkontrolle beim Training von KI-Modellen. Laut der IT-Beratung ISG übertrifft die T-Cloud-Plattform bereits andere europäische Alternativen und kann mit Angeboten der Tech-Giganten mithalten.
Angriff auf regulierte Schlüsselbranchen
Der Ausbau kommt zur rechten Zeit. Die Nachfrage nach digitaler Souveränität wächst auf dem gesamten Kontinent, besonders in regulierten Branchen wie Finanzen, Gesundheitswesen und öffentlicher Verwaltung. Geopolitische Unsicherheiten verstärken den Wunsch europäischer Unternehmen, die Kontrolle über ihre Daten zurückzugewinnen.
T-Systems antwortet auf diese Nachfrage mit einer Plattform, deren Zertifizierungsdichte nach eigenen Angaben dreimal höher liegt als bei Wettbewerbern. Das vereinfacht Compliance-Anforderungen und reduziert den internen Prüfaufwand der Kunden. Ein cleverer Schachzug in einem Markt, der Bürokratie fürchtet.
Eigenständigkeit trotz strategischer Partnerschaften
Die Expansion markiert eine bedeutende Wende. Zwar pflegt T-Systems weiter Partnerschaften mit US-Anbietern, darunter die „T-Systems Sovereign Cloud powered by Google Cloud“. Doch der Ausbau der eigenen T Cloud Public zeigt den klaren Willen, eine vollständig unabhängige, europäisch geführte Alternative zu etablieren.
Kann die europäische Cloud mit den Giganten mithalten? Die Roadmap bis Ende 2026 ist ambitioniert. In den kommenden Monaten wird T-Systems versuchen, große Konzerne und öffentliche Einrichtungen zu gewinnen. Der entscheidende Verkaufsargument: die einzigartige Kombination aus Hochleistung und strenger Souveränität, gekrönt von der integrierten KI-Cloud.
Der Erfolg von T Cloud Public könnte zur Blaupause für andere europäische Technologieanbieter werden. Es geht um mehr als Marktanteile. T-Systems will den digitalen Grundstein für ein wettbewerbsfähigeres, unabhängigeres Europa legen. Die Beweislast liegt nun in der Umsetzung.
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