Südkorea startet verbesserten Datenleck-Check per E-Mail
03.02.2026 - 23:42:13Südkoreas Bürger können jetzt mit ihrer E-Mail-Adresse prüfen, ob persönliche Daten im Netz kursieren. Die neue Funktion ist Teil einer nationalen Cyber-Offensive.
Die Regierung in Seoul hat ihren öffentlichen Dienst zur Überprüfung von Datenlecks deutlich ausgebaut. Ab sofort reicht eine E-Mail-Adresse, um zu prüfen, ob persönliche Informationen im Dark Web gehandelt werden. Die Personal Information Protection Commission (PIPC) reagiert damit auf eine alarmierende Zunahme von Cyberangriffen und Identitätsdiebstahl. Für deutsche Beobachter ist der Vorstoß interessant: Er zeigt, wie ein digitaler Vorreiterstaat auf die wachsende Bedrohung durch gestohlene Zugangsdaten reagiert.
E-Mail-Check als Frühwarnsystem
Der überarbeitete Dienst „Find my leaked information“ („Finde meine geleakten Informationen“) setzt auf Einfachheit. Nutzer geben ihre E-Mail-Adresse ein und erhalten Auskunft, ob diese in bekannten Datenlecks auftaucht. Bisher war die Abfrage nur mit konkreten ID- und Passwort-Kombinationen möglich.
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„Die E-Mail-Adresse ist zum zentralen digitalen Identitätsmerkmal geworden“, erklärt ein PIPC-Sprecher. „Mit diesem Tool geben wir den Menschen ein intuitives Werkzeug zurück, um ihre digitale Spur zu verfolgen.“ Pro Tag sind jetzt drei Abfragen möglich – zuvor nur eine. Das soll die regelmäßige Nutzung fördern.
Der Ausbau war überfällig. Ein Bericht des Wissenschaftsministeriums und der Korea Internet & Security Agency (KISA) zeigte kürzlich: Die Zahl gemeldeter Datenschutzverletzungen stieg 2025 um über 26 Prozent. Für 2026 warnen die Experten vor KI-gestützten Angriffen und Deepfakes.
Reaktion auf Mega-Leaks bei Coupang und Telefongiganten
Hinter der Initiative stehen spektakuläre Hackerangriffe, die das Vertrauen der Verbraucher erschüttert haben. Ende 2025 gestand der E-Commerce-Riese Coupang einen Datendiebstahl, der 33,7 Millionen Kundenkonten betraf. Beim Telekommunikationsanbieter SK Telecom wurden Daten von rund 27 Millionen Nutzern gestohlen. Erst im Januar 2026 begannen Ermittlungen zu einem mutmaßlichen Angriff auf die Kyowon Group, der 9,6 Millionen Konten betreffen könnte.
Die gestohlenen Daten landen oft in „Credential Stuffing“-Attacken. Dabei probieren Hacker automatisiert geklaute Login-Daten auf anderen Plattformen aus. „Unser Tool ist ein Frühwarnsystem“, so die PIPC. „Es ermöglicht Bürgern, präventiv zu handeln, bevor Konten übernommen werden.“
So nutzen Sie den Dienst – und das ist zu tun
Der Dienst ist über das PIPC-Portal öffentlich zugänglich. Die Behörde und Cybersicherheitsexperten empfehlen bei einem positiven Fund sofortiges Handeln:
- Passwort ändern: Sofort das Passwort des betroffenen Kontos und aller Konten mit ähnlichen Passwörtern ändern.
- Zwei-Faktor-Authentifizierung aktivieren: Wo immer möglich, sollte 2FA oder MFA eingerichtet werden. Dieser zweite Verifizierungsschritt – etwa per Code aufs Handy – macht gestohlene Passwörter allein wertlos.
Langfristige Strategie gegen KI-Bedrohungen
Der neue Datenleck-Checker ist nur ein Baustein in Südkoreas Cyber-Strategie. Die PIPC hat bereits eine neue Abteilung zur Prävention von Datenschutzunfällen eingerichtet. KISA überwacht aktiv den Dark Web-Handel mit gestohlenen Daten.
Die Frage ist: Reichen solche Tools gegen die nächste Angriffswelle? Die Behörden bereiten sich bereits auf KI-gestützte Phishing-Angriffe und Deepfakes vor. In dieser Lage gewinnt öffentliche Aufklärung an Bedeutung. Die PIPC will ihren Dienst durch Nutzerfeedback stetig verbessern – ein dynamischer Schutzwall für die vernetzte Gesellschaft.
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