Sudan, Drohnenangriff

Sudan: Drohnenangriff auf Militärkrankenhaus tötet 22 Menschen

06.02.2026 - 06:34:12

Ein gezielter Luftschlag der Rapid Support Forces auf ein Krankenhaus im Südsudan tötete mindestens 22 Menschen. Ärzteorganisationen verurteilen dies als systematische Zerstörung des Gesundheitswesens und fordern internationale Intervention.

Ein gezielter Luftschlag gegen ein Krankenhaus im Südsudan fordert zahlreiche Tote und verstößt nach Ansicht von Ärzten klar gegen das Völkerrecht. Der Angriff ist Teil einer systematischen Zerstörung des Gesundheitswesens.

Bei einem Drohnenangriff auf das Al-Kuweik Militärkrankenhaus im sudanesischen Bundesstaat South Kordofan sind am Donnerstag mindestens 22 Menschen getötet worden. Unter den Opfern befinden sich der medizinische Direktor der Einrichtung und drei weitere Mitarbeiter des Gesundheitswesens. Acht weitere Personen wurden verletzt. Die sudanesische Ärztevereinigung Sudan Doctors Network macht die paramilitärischen Rapid Support Forces (RSF) für den Angriff verantwortlich und verurteilt ihn als mögliches Kriegsverbrechen.

Systematische Zerstörung des Gesundheitswesens

Der Angriff ist kein Einzelfall, sondern Teil einer beunruhigenden Strategie. „Die gezielte Attacke auf Gesundheitseinrichtungen und medizinisches Personal stellt einen eklatanten Verstoß gegen das humanitäre Völkerrecht dar“, erklärt das Sudan Doctors Network. In South Kordofan seien bereits mehrere Krankenhäuser durch die anhaltende Gewalt zur Schließung gezwungen worden. Lokale Beobachter sehen darin eine Taktik der RSF und ihrer Verbündeten: Durch die Zerstörung der medizinischen Infrastruktur sollen die ohnehin katastrophalen humanitären Bedingungen für die Zivilbevölkerung weiter verschärft werden.

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Die jüngste Eskalation der Luftangriffe folgt auf Geländegewinne der regulären sudanesischen Armee (SAF), der es gelungen war, die Belagerung wichtiger Städte zu durchbrechen und Versorgungsrouten freizukämpfen.

Konflikt fordert verheerenden Tribut

Der Bürgerkrieg zwischen der SAF und den RSF, der im April 2023 ausbrach, hat das Land verwüstet. Tausende wurden getötet, Millionen sind auf der Flucht – eine der größten Binnenvertriebenenkrisen der Welt. Die wiederholten Angriffe auf Kliniken und Krankenhäuser verschärfen das Leid zusätzlich.

Erst Tage vor dem Angriff auf Al-Kuweik tötete ein RSF-Drohnenangriff auf ein Gesundheitszentrum in Kadugli acht Zivilisten, darunter fünf Kinder. Solche Attacken haben nicht nur unmittelbare Opfer zur Folge. Sie erzeugen auch ein Klima der Angst, das Menschen davon abhält, überlebenswichtige medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Das Sudan Doctors Network fordert eine sofortige internationale Intervention, um diese Angriffe zu stoppen.

Internationaler Druck gefordert

Die sudanesischen Ärzte appellieren an die internationale Gemeinschaft, einschließlich der UN-Agenturen und Menschenrechtsorganisationen, entschlossen zu handeln. Es brauche dringend Rechenschaft und den Schutz von Zivilisten und medizinischen Einrichtungen, wie er durch internationale Konventionen garantiert sei.

Anfang 2026 kontrollieren die RSF weite Gebiete, darunter alle fünf Bundesstaaten der westsudanesischen Region Darfur. Die sudanesische Armee hält die meisten übrigen Regionen des Landes besetzt. Die anhaltende Gewalt und die gezielten Angriffe auf zivile Infrastruktur wie Krankenhäuser deuten auf eine düstere Entwicklung des Konflikts hin.

Das sudanesische Gesundheitssystem steht durch die anhaltenden Attacken am Rande des totalen Zusammenbruchs. Mit jeder Klinikschließung verlieren Tausende den Zugang zu grundlegender medizinischer Versorgung. Die Reaktion der Weltgemeinschaft in den kommenden Wochen wird entscheidend sein. Ohne konzertierten Druck drohen weitere Gräueltaten und eine Vertiefung der humanitären Katastrophe. Die Zukunft der sudanesischen Zivilbevölkerung hängt am seidenen Faden.

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