Studie, Zersplitterte

Studie: Zersplitterte Aufmerksamkeit macht emotional erschöpft

31.12.2025 - 06:31:12

Forschung identifiziert digitale Mikro-Unterbrechungen als zentralen Grund für emotionale Erschöpfung. Ein multimodaler Ansatz aus Fokus-Blockaden und emotionaler Ehrlichkeit soll Abhilfe schaffen.

Zum Jahreswechsel 2025 identifiziert die Forschung einen neuen Hauptgrund für emotionale Erschöpfung. Nicht die Arbeitslast allein, sondern unsere zersplitterte Aufmerksamkeit treibt die Burnout-Raten in die Höhe. Experten fordern ein radikales Umdenken im Umgang mit Stress.

Der wahre Energieräuber: Digitale Mikro-Unterbrechungen

Eine neue Studie der University of Nevada liefert klare Beweise: Wer seinen Fokus ständig zwischen Benachrichtigungen, Nachrichten und Aufgaben hin- und herspringen lässt, leidet stärker unter emotionaler Erschöpfung. Dieser Effekt ist unabhängig von der tatsächlichen Arbeitsmenge.

Jeder dieser „Mikro-Wechsel“ aktiviert das Nervensystem blitzschnell. Es bewertet jeden neuen Reiz auf potenzielle Bedrohungen oder Belohnungen. Diese ständige Alarmbereitschaft zehrt an den emotionalen Ressourcen. Das Ergebnis ist ein Gefühl der Leere und Taubheit am Abend – ein „emotionaler Muskelkater“ durch tausende kleine kognitive Umschaltprozesse.

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Teufelskreis: Erschöpfung führt zum Verstecken von Gefühlen

Eine britische Längsschnittstudie mit fast 300 Eltern zeigt einen gefährlichen Kreislauf auf. Je erschöpfter die Personen waren, desto mehr neigten sie zum „emotionalen Maskieren“ – sie versteckten ihre wahren Gefühle, etwa indem sie Freude vortäuschten.

Dieses Verhalten verschlimmert das Problem jedoch. Soziale Interaktionen, die eigentlich der Erholung dienen könnten, werden so zum weiteren Energieräuber. Reine Entspannungstechniken greifen daher zu kurz, wenn nicht gleichzeitig an mehr Authentizität gearbeitet wird.

Drei-Punkte-Plan gegen den modernen Stress

Angesichts der neuen Erkenntnisse fordern Psychologen einen multimodalen Ansatz für 2026. Dieser kombiniert drei Strategien:

  • Störquellen eliminieren: Radikale „Fokus-Blöcke“ und das Abschalten unnötiger digitaler Benachrichtigungen bekämpfen die Aufmerksamkeits-Fragmentierung an der Wurzel.
  • Einstellung ändern: „Emotionale Ehrlichkeit“ soll den inneren Druck ersetzen, ständig funktionieren zu müssen.
  • Körper beruhigen: Gezielte physiologische Erholung – durch Natur oder Meditation – soll das überreizte Nervensystem wieder ins Gleichgewicht bringen.

Immer mehr Unternehmen setzen bereits auf solche kombinierten Programme, anstatt auf isolierte Yogakurse.

Trendwende: Von der Selbstoptimierung zur Selbsterhaltung

Die Studien treffen auf eine Phase der „kollektiven kulturellen Erschöpfung“. Mehr als ein Drittel der Bevölkerung fühlt sich wöchentlich gestresst. Die Antwort darauf sind für 2026 oft „Anti-Neujahrsvorsätze“: der bewusste Verzicht auf emotionale Energieräuber.

Die Wellness-Branche verschiebt sich damit weg von der Selbstoptimierung hin zur Selbsterhaltung. Die wissenschaftliche Erkenntnis, dass Aufmerksamkeit eine begrenzte Ressource ist, könnte auch die Debatte um ein „Recht auf Nichterreichbarkeit“ neu entfachen.

Für 2026 wird „Aufmerksamkeits-Hygiene“ zum Schlüsselbegriff. Wearables könnten künftig nicht nur Schritte, sondern auch unsere kognitive Belastung messen. Therapeutische Angebote werden sich darauf konzentrieren, das Verhalten des ständigen Multitaskings wieder zu verlernen. Die Botschaft für das neue Jahr ist klar: Wer seine Aufmerksamkeit schützt, schützt seine psychische Gesundheit.

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