Studie, Ultra-verarbeitete

Studie: Ultra-verarbeitete Lebensmittel erhöhen Sterblichkeit nach Krebs

09.02.2026 - 20:22:12

Eine neue Studie zeigt, dass Krebs-Überlebende mit hohem Konsum von Fertigprodukten ein deutlich erhöhtes Sterberisiko haben. Die Forschung untersucht erstmals den Verarbeitungsgrad als eigenständigen Risikofaktor.

Eine neue Studie zeigt einen direkten Zusammenhang zwischen Fertigprodukten und einem höheren Sterberisiko für Krebs-Überlebende. Die im Fachjournal „Cancer Epidemiology, Biomarkers & Prevention“ veröffentlichte Forschung liefert alarmierende Daten für die langfristige Nachsorge.

Was sind ultra-verarbeitete Lebensmittel?

Ultra-verarbeitete Lebensmittel (UPFs) sind industriell hergestellte Produkte mit langen Zutatenlisten. Sie enthalten oft künstliche Aromen, Konservierungsmittel und Emulgatoren. Typische Beispiele sind:
* Zuckerhaltige Limonaden
* Verpackte Snacks wie Chips
* Süßigkeiten und Fertigbackwaren
* Instant-Nudeln und Tiefkühlpizzen

Laut der NOVA-Klassifikation, die auch die Studie nutzte, sind diese Produkte oft nährstoffarm, aber reich an zugesetztem Zucker und ungesunden Fetten.

Kernaussage: Deutlich erhöhtes Risiko

Ein italienisches Forschungsteam um Marialaura Bonaccio analysierte Daten von 802 Krebs-Überlebenden. Das Ergebnis ist eindeutig: Teilnehmer mit dem höchsten UPF-Konsum hatten ein deutlich erhöhtes Risiko, an jeglicher Ursache zu sterben. Auch die krebsspezifische Sterblichkeit war in dieser Gruppe signifikant höher.

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Die Studie ist eine der ersten, die nicht einzelne Nährstoffe, sondern den Verarbeitungsgrad von Lebensmitteln als eigenständigen Risikofaktor für die Prognose nach Krebs untersucht.

Warum sind Fertigprodukte so gefährlich?

Die schädlichen Effekte gehen über den geringen Nährwert hinaus. Wissenschaftler vermuten mehrere Mechanismen:
* Entzündungsförderung: Die Zusatzstoffe und Prozesse können chronische Entzündungen begünstigen.
* Gestörtes Mikrobiom: Sie können das empfindliche Gleichgewicht der Darmflora stören.
* Stoffwechselbelastung: Der Körper reagiert anders auf hochverarbeitete Substanzen.

Für Krebs-Überlebende, deren Körper oft durch Therapien geschwächt ist, können diese Prozesse besonders riskant sein.

Einordnung in die Forschung

Die Ergebnisse fügen sich in eine wachsende Zahl von Warnungen vor UPFs ein. Frühere Studien verbanden den Konsum bereits mit:
* Einem erhöhten Risiko für die Entstehung von Krebsarten wie Darm- oder Brustkrebs.
* Mehr Herz-Kreislauf-Erkrankungen und einer höheren Gesamtsterblichkeit in der Allgemeinbevölkerung.

Die aktuelle Studie schließt eine wichtige Lücke, indem sie gezielt die vulnerable Gruppe der Krebs-Überlebenden in den Fokus rückt.

Was bedeutet das für Betroffene?

Die Erkenntnisse werden die Debatte über Ernährungsrichtlinien in der Krebsnachsorge befeuern. Experten raten Betroffenen, den Fokus auf ganze Ernährungsmuster zu legen. Empfohlen wird eine Kost mit:
* Frischem Obst und Gemüse
* Hülsenfrüchten und Vollkornprodukten
* Unverarbeitetem Fleisch und Fisch

Die Reduzierung von Fertiggerichten, Süßgetränken und Snacks könnte ein entscheidender Schritt sein, um das Risiko für Komplikationen zu senken.

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