Studie: Sport könnte Nerven-Reparatur bei MS fördern
14.02.2026 - 03:41:12Aerobes Training könnte die Reparatur der Nervenhüllen bei Multipler Sklerose (MS) unterstützen. Eine klinische Pilotstudie liefert erste Hinweise darauf, dass Bewegung den Myelin-Aufbau im Gehirn anregt.
Die Ergebnisse der Oregon Health & Science University (OHSU) wurden auf dem europäischen MS-Kongress ECTRIMS vorgestellt. Sie zeigen einen neuen, vielversprechenden Ansatz für nicht-medikamentöse Therapien.
Signifikanter Effekt im Bewegungshirn
Die Studie untersuchte 32 Erwachsene mit schubförmiger MS über sechs Monate. Eine Gruppe trainierte dreimal wöchentlich auf dem Fahrradergometer, die andere nahm an einem Bildungsprogramm teil.
Die MRT-Auswertung bei 23 Teilnehmenden brachte Klarheit:
* Die Trainingsgruppe zeigte tendenziell mehr Myelin.
* Im Thalamus, einer für Bewegung zuständigen Hirnregion, war der Effekt statistisch signifikant.
* Je stärker die Fitness (VO2max) zunahm, desto mehr Myelin baute sich im Thalamus auf.
„Das sind ermutigende erste Daten“, so die Forschenden. Größere Studien müssen den Zusammenhang nun bestätigen.
Wie Bewegung die Reparatur anstößt
Die Idee ist nicht ganz neu: Tiermodelle lieferten bereits Hinweise, dass Sport die Remyelinisierung fördert. Dabei reifen Vorläuferzellen zu Oligodendrozyten heran – den Myelin-Produzenten des Gehirns.
Körperliche Aktivität könnte diesen Prozess anschieben. Die OHSU-Studie ist eine der ersten, die diesen Mechanismus gezielt beim Menschen untersucht. Sie stützt die These, dass Lebensstiländerungen die körpereigenen Reparaturprogramme reaktivieren können.
Neuer Baustein für die Therapie
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Könnte aerobes Training also künftig gezielt die Nervenreparatur unterstützen? Die Forschenden planen weitere Analysen. Zunächst muss geklärt werden, welche Trainingsart und -intensität optimal sind.
Bis dahin bleibt die Botschaft: Ein aktiver Lebensstil ist sicher – und könnte dem Gehirn langfristig helfen, sich selbst zu reparieren.
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