Studie, Späte

Studie: Späte Aktivität erhöht Demenzrisiko deutlich

08.01.2026 - 05:53:12

Eine neue Studie zeigt, dass eine nach 14:15 Uhr liegende körperliche Aktivitätsspitze das Demenzrisiko signifikant steigert. Gestörte innere Uhren könnten die Gehirnreinigung behindern.

Eine neue Studie entfacht die Debatte um Demenzprävention neu. Ihr zentrales Ergebnis: Ältere Menschen, deren körperliche Aktivität erst nach 14:15 Uhr ihren Höhepunkt erreicht, haben ein um 45 Prozent höheres Risiko, an Demenz zu erkranken. Die Daten zeigen, dass der Zeitpunkt unserer täglichen Bewegung ein entscheidender Biomarker sein könnte.

Die innere Uhr als Frühwarnsystem

Forscher um Wendy Wang vom UT Southwestern Medical Center analysierten die Aktivitätsdaten von über 2.100 älteren Erwachsenen. Über drei Jahre trugen die Teilnehmer Sensoren, die ihre Bewegung rund um die Uhr aufzeichneten. Das Ergebnis ist eindeutig: Nicht nur wie viel man sich bewegt, ist wichtig, sondern vor allem wann.

Die sogenannte “späte Aktivitätsspitze” nach 14:15 Uhr korrelierte stark mit einem späteren Demenzbefund. “Diese Verschiebung deutet auf eine tiefgreifende Störung des zirkadianen Rhythmus hin”, erklärt ein beteiligter Neurologe. Die innere Uhr dieser Personen tickt offenbar nicht mehr im Takt mit dem natürlichen Tag-Nacht-Zyklus.

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Fragmentierter Rhythmen – gefährdete Gehirne

Neben dem späten Timing erwies sich auch die Stabilität des Rhythmus als kritisch. Bei den später erkrankten Probanden waren die Signale für Wach- und Schlafphasen “verwaschen”. Ihre Aktivitätskurven waren fragmentiert und unregelmäßig.

  • Hohes Risiko: Eine schwache zirkadiane Rhythmik erhöhte das Demenzrisiko massiv.
  • Lange Beobachtung: Die Studie wertete Daten aus einem durchschnittlichen Beobachtungszeitraum von drei Jahren aus.
  • Klare Korrelation: 176 Teilnehmer entwickelten in dieser Zeit eine Demenz – überproportional viele aus der Gruppe mit gestörtem Rhythmus.

Warum schadet eine gestörte Uhr dem Gehirn?

Die Studie liefert auch eine plausible Erklärung für den gefundenen Zusammenhang. Die Autoren vermuten, dass ein gestörter Tag-Nacht-Rhythmus zwei schädliche Prozesse beschleunigt:

  1. Gehirn-Reinigung im Schlaf: Nachts aktiviert sich das glymphatische System, eine Art “Müllabfuhr” für das Gehirn. Es spült schädliche Proteine wie Amyloid-Plaques aus, die bei Alzheimer eine Schlüsselrolle spielen. Ein unruhiger, verschobener Schlaf behindert diese Reinigung.
  2. Chronische Entzündungen: Die zirkadiane Uhr reguliert auch Entzündungsprozesse. Geht sie falsch, können dauerhafte, leichte Entzündungen entstehen, die Nervenzellen schädigen.

“Das könnte erklären, warum Schichtarbeit langfristig so problematisch für die kognitive Gesundheit ist”, so ein unabhängiger Experte.

Paradigmenwechsel in der Vorsorge?

Bislang standen bei der Demenzprävention vor allem Ernährung, Bewegung und geistige Fitness im Vordergrund. Die neue Studie, die kürzlich im Fachjournal Neurology online veröffentlicht wurde, könnte eine vierte Säule etablieren: die Chronobiologie, also das Leben im Einklang mit der inneren Uhr.

Könnten einfache Maßnahmen wie regelmäßige Schlafzeiten und morgendliches Tageslicht das Risiko senken? Diese Frage treibt die Forschung jetzt an. Erste klinische Studien sollen prüfen, ob eine gezielte Lichttherapie am Morgen die gefährliche “Nachmittagsspitze” wieder nach vorne verschieben kann.

Die Botschaft für jeden Einzelnen ist vorsichtig optimistisch: Während die Gene festgelegt sind, lässt sich der Tagesrhythmus beeinflussen. Ein stabiler Alltag könnte so zu einem einfachen, aber wirkungsvollen Schutz für das Gehirn im Alter werden.

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