Studie: Senioren fordern mehr Tempo und Hilfe bei Digitalisierung
16.01.2026 - 00:09:12Eine deutliche Mehrheit der Seniorinnen und Senioren in Deutschland drängt auf eine schnellere Digitalisierung. Gleichzeitig verlangen fast alle konkrete Hilfsangebote, um den Anschluss nicht zu verlieren. Das zeigt eine neue Studie des Familienministeriums und des Digitalverbands Bitkom.
Die digitale Landschaft der Generation 65+ hat sich grundlegend gewandelt. Inzwischen nutzen 74 Prozent der über 65-Jährigen das Internet – ein starker Anstieg gegenüber knapp 50 Prozent vor fünf Jahren. Für drei Viertel der älteren Onliner ist ein Leben ohne Netz kaum noch vorstellbar. Die repräsentative Befragung von 1.004 Personen offenbart jedoch eine tiefe Ambivalenz: Während die Technik akzeptiert wird, herrscht große Unsicherheit im Umgang.
Große Offenheit, aber massive Verunsicherung
Trotz der hohen Nutzungszahlen bewerten die Senioren ihre digitale Kompetenz nur als mittelmäßig. Diese Selbsteinschätzung spiegelt einen enormen Unterstützungsbedarf wider. Nahezu alle Befragten (96 Prozent) wünschen sich konkrete Lernangebote. Besonders groß ist der Ruf nach einem direkten Draht für Probleme: 78 Prozent befürworten ein spezielles Hilfetelefon für digitale Fragen.
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Die Politik sieht Handlungsbedarf. „Wir müssen verständlich begleiten und verlässliche Zugänge schaffen, besonders auf dem Land“, sagte Bundesseniorenministerin Karin Prien bei der Vorstellung der Ergebnisse. Sie verwies auf bestehende Programme wie den „DigitalPakt Alter“ und den „Digitalen Engel“. Bislang sind es aber vor allem Familie und Freunde, die bei technischen Fragen helfen.
Digitale Kluft zwischen Alter und Geschlecht
Die Studie zeigt auch, wo die digitale Teilhabe hakt. Während bei den 65- bis 69-Jährigen fast alle (98 Prozent) online sind, sinkt der Anteil bei den über 80-Jährigen auf nur noch 49 Prozent. Eine Lücke zeigt sich auch zwischen den Geschlechtern: Senioren (78 Prozent) sind etwas häufiger im Netz als Seniorinnen (70 Prozent).
Die Nutzungsschwerpunkte liegen klar auf Kommunikation und Information: E-Mails (92 Prozent), Textnachrichten (88 Prozent) und Nachrichten (81 Prozent) stehen hoch im Kurs. Online-Banking und Einkaufen sind ebenfalls weit verbreitet. Für 81 Prozent der Älteren ist die Digitalisierung eine Chance, um Selbstständigkeit und soziale Teilhabe bis ins hohe Alter zu stärken.
Appell an Politik und Tech-Branche
Die Ergebnisse sind ein klarer Auftrag an Staat und Wirtschaft. „Deutschlands Seniorinnen und Senioren sind digitaler als gedacht, erkennen die Chancen und wollen mitgenommen werden“, fasste Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst zusammen. Seniorenverbände wie die BAGSO fordern, dass Technik von Grund auf selbsterklärend und sicher sein müsse. Es reiche nicht, Anwendungen nur barrierefrei zu gestalten; sie müssten verständlich und lebensnah sein.
Die Debatte über die Weiterentwicklung und Finanzierung von Programmen wie dem DigitalPakt Alter dürfte in den kommenden Monaten an Fahrt aufnehmen. Die zentrale Frage bleibt: Wie lässt sich der digitale Wandel so gestalten, dass er wirklich allen Generationen nützt?
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