Studie: Senioren fordern mehr Tempo bei Digitalisierung
24.01.2026 - 00:53:12Eine deutliche Mehrheit der Senioren in Deutschland wünscht sich mehr Tempo bei der Digitalisierung. Das zeigt eine neue Studie, die das Bedürfnis nach barrierefreien Anwendungen in den Mittelpunkt rückt.
Die repräsentative Erhebung von Bundesministerium und Bitkom offenbart einen klaren Trend: Für drei Viertel der Generation 65plus ist das Internet längst Alltag. Die Nutzung stieg von knapp 50 Prozent in den Jahren 2020/2021 auf nun 74 Prozent. E-Mails schreiben 92 Prozent, Online-Banking nutzen 80 Prozent. Doch der Studie zufolge wünschen sich 96 Prozent der Befragten Unterstützung, um ihre digitalen Kompetenzen zu stärken.
Politik erhält klaren Handlungsauftrag
Die Daten widerlegen das Klischee des technikfeindlichen Seniors. Stattdessen zeigt sich eine generation, die die Chancen der Digitalisierung erkennt. Gleichzeitig formuliert sie klare Erwartungen an die Politik: 80 Prozent finden, der Staat sollte bei Digitalisierungsprojekten stärker an Ältere denken. 91 Prozent fordern mehr staatliches Engagement gegen die digitale Spaltung.
„Digitale Teilhabe darf in Deutschland keine Frage des Alters sein“, betonte Bundesseniorinnenministerin Karin Prien. Bestehende Programme wie der „DigitalPakt Alter“ oder der „Digitale Engel“ sollen weiter ausgebaut werden. Die Studienergebnisse dienen als Grundlage für neue, generationenübergreifende Kompetenzprogramme.
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Inklusions-Apps als Schlüssel für barrierefreien Zugang
Auf den Bedarf der Senioren antwortet ein wachsender „AgeTech“-Markt. Spezielle Inklusions-Apps sollen komplexe Technologien durch intuitive Bedienung zugänglich machen. Entscheidend sind klare Kontraste, vergrößerbare Schriften und konsistente Navigation.
Die Anpassung der Textgröße gehört zu den meistgenutzten Barrierefreiheitsfunktionen auf Smartphones. Solche einfachen Einstellungen kompensieren altersbedingte Einschränkungen wie nachlassende Sehkraft. Apps wie „Starthilfe – digital dabei“ bieten zudem einen geschützten Raum zum Ausprobieren und nehmen die Angst vor Fehlern.
Vorreiter Nürnberg setzt auf KI für bürgernahe Verwaltung
Während Apps die individuelle Nutzung erleichtern, treiben auch Kommunen die digitale Teilhabe voran. Die Stadt Nürnberg, Spitzenreiter im Smart City Index 2025, setzt auf Künstliche Intelligenz für einen besseren Bürgerservice.
Der KI-Chatbot „Nurbis“ beantwortet Fragen zu sozialen Leistungen. Das Assistenzsystem „Wohni“ prüft Wohngeldanträge automatisch vor und beschleunigt so die Bearbeitung. Solche Tools steigern nicht nur die Effizienz der Verwaltung. Sie bauen auch Barrieren für jene ab, die den Gang zum Amt scheuen oder sich online einfach wohler fühlen.
Wachsender Markt trifft auf gesetzliche Vorgaben
Die hohe digitale Affinität der Senioren trifft auf einen dynamischen Markt. Unternehmen erkennen die kaufkräftige Zielgruppe der „Silver Surfer“. Doch der Antrieb ist nicht nur ökonomisch. Eine wachsende soziale Verantwortung und neue Gesetze fordern Barrierefreiheit als Standard.
Das Gesetz zur Barrierefreiheit von öffentlichen Websites und Apps, das seit Mitte 2025 gilt, wird diesen Trend weiter beschleunigen. Die größte Herausforderung bleibt die Gruppe der Hochaltrigen über 80 Jahre. In dieser Altersgruppe nutzt nur knapp die Hälfte das Internet – bei den 65- bis 69-Jährigen sind es dagegen 98 Prozent.
Ausblick: Intelligente Assistenten und nahtlose Integration
Die Zukunft der barrierefreien Mediennutzung liegt in intelligenten Assistenzsystemen. Künftige Inklusions-Apps werden stärker auf KI-gestützte Sprachsteuerung und automatisierte Inhaltsvereinfachung setzen. Das Ziel ist ein digitales Ökosystem, das sich dem Nutzer anpasst – und nicht umgekehrt.
Die Studie ist mehr als eine Bestandsaufnahme. Sie ist ein Mandat an Politik und Entwickler. Der Wunsch der älteren Generation nach Teilhabe, gepaart mit den technologischen Möglichkeiten, wird die digitale Inklusion in den kommenden Jahren zur Selbstverständlichkeit machen.
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