Studie, Richtige

Studie: Richtige Kohlenhydrate senken Demenzrisiko

22.01.2026 - 11:00:12

Eine große Studie mit 200.000 Teilnehmern stellt Low-Carb-Mythen auf den Kopf. Die neuen Daten zeigen: Nicht der Verzicht, sondern die Qualität der Kohlenhydrate ist entscheidend für die Gesundheit des Gehirns.

Eine am 19. Januar veröffentlichte Analyse liefert klare Beweise. Ein internationales Forscherteam wertete Daten der UK Biobank aus. Das Ergebnis: Eine Ernährung reich an langsam verdaulichen Kohlenhydraten senkt das Demenzrisiko signifikant.

Wer regelmäßig Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte und stärkearmes Gemüse isst, hat ein um etwa 16 Prozent reduziertes Alzheimer-Risiko. Im Gegensatz dazu erhöhen raffinierte Kohlenhydrate wie Weißbrot und Zucker die Gefahr für kognitiven Abbau. Diese Erkenntnisse bestätigen eine bereits im Mai 2025 veröffentlichte Langzeitstudie.

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Warum das Gehirn Glucose braucht

Die Ergebnisse widersprechen dem pauschalen Kohlenhydrat-Verzicht. Experten betonen die physiologische Notwendigkeit von Glucose. Das menschliche Gehirn verbraucht rund 20 Prozent der täglichen Energie – primär in dieser Form.

Neurologen differenzieren scharf: Während hoher Zuckerkonsum Entzündungen fördern kann, liefern komplexe Kohlenhydrate eine stetige, nervenschonende Energieversorgung. Sie verhindern schädliche Blutzuckerspitzen.

Prävention statt radikaler Diät

Die medizinische Fachwelt passt ihre Empfehlungen an. Bekannte Ernährungsmediziner unterscheiden strikt zwischen “schnellen” und “langsamen” Kohlenhydraten. Ballaststoffe aus Vollkorn verlangsamen die Zuckeraufnahme im Darm und schützen so das Gehirn.

Der Ansatz ist klar: Eine herzgesunde Ernährung ist auch hirngesund. Hochwertige Kohlenhydrate schützen die Gefäße und sichern so die Durchblutung des Gehirns bis ins hohe Alter.

Ketogene Diät in der Nische

Was bedeutet das für ketogene Diäten? Sie bleiben ein Thema, aber mit neuer Einordnung. Dass Ketone als alternativer Treibstoff wirken können, scheint vor allem therapeutisch relevant – etwa bei bereits bestehenden Erkrankungen.

Für die gesunde Allgemeinbevölkerung ist der präventive Schutz durch ballaststoffreiche Kost laut den neuen Daten einfacher umzusetzen und langfristig effektiver.

Ausblick: Fokus auf Kohlenhydratqualität

Diese Entwicklung markiert einen Wendepunkt. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) arbeitet an aktualisierten Leitlinien, die die Qualität der Kohlenhydrate stärker in den Fokus rücken werden.

Gleichzeitig rückt das Mikrobiom in den Mittelpunkt. Da komplexe Kohlenhydrate wichtige Nährstoffe für nützliche Darmbakterien sind, könnte die Darm-Hirn-Achse ein Schlüsselmechanismus für den Schutz des Gehirns sein. Die Botschaft für Verbraucher ist einfach: Der Brotkorb muss nicht in die Ecke. Entscheidend ist die Wahl des “braunen Goldes”.

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