Studie, Kurze

Studie: Kurze Smartphone-Pausen steigern das Wohlbefinden

21.01.2026 - 19:55:12

Eine wissenschaftliche Untersuchung bestätigt, dass bewusste Pausen vom Smartphone die Stimmung verbessern. Der Ansatz "Time Protection" bietet praktische Strategien gegen digitale Überflutung.

Eine neue Mainzer Studie zeigt: Schon kurze digitale Auszeiten verbessern die Stimmung. Der psychologische Ansatz „Time Protection“ gewinnt damit an Bedeutung – es geht um den Schutz der eigenen Aufmerksamkeit vor der ständigen Reizflut.

Die Untersuchung der Johannes Gutenberg-Universität Mainz beobachtete das Verhalten junger Erwachsener. Das Ergebnis: Bewusster Abstand vom Smartphone wirkt sich positiv auf das Wohlbefinden aus. Die Forscher sehen darin eine Bestätigung für „Time Protection“. Dieser Ansatz zielt nicht auf kompletten Verzicht, sondern auf nachhaltige Verhaltensmuster gegen die digitale Überflutung.

Warum uns das Smartphone süchtig macht

Der Schlüssel zum Problem liegt in unserem Gehirn, genauer gesagt im Botenstoff Dopamin. Dieser „Erwartungsstoff“ lenkt unsere Aufmerksamkeit auf potenzielle Belohnungen. Soziale Medien und Apps nutzen das gezielt aus: Ein Like, eine neue Nachricht – diese unvorhersehbaren Belohnungen triggern eine Dopamin-Schleife. Der ständige Griff zum Handy wird zur unbewussten Jagd nach dem nächsten Kick und untergräbt unsere Konzentration.

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So funktioniert „Time Protection“ im Alltag

Anders als ein radikaler „Digital Detox“ setzt Time Protection auf praktikable, alltagstaugliche Strategien. Experten empfehlen konkrete Schritte:
* Push-Benachrichtigungen für nicht-dringende Apps deaktivieren.
* Feste, bildschirmfreie Zeiten und Zonen einrichten (z.B. beim Essen oder im Schlafzimmer).
* E-Mails und Nachrichten gebündelt in Zeitfenstern bearbeiten, statt sich ständig unterbrechen zu lassen.

Ein zentrales Konzept ist dabei „Deep Work“: die Fähigkeit, sich ohne Ablenkung auf komplexe Aufgaben zu fokussieren. Dafür müssen bewusst Zeitblöcke im Kalender geschützt und oberflächliche Tätigkeiten reduziert werden.

Technostress wird zum gesellschaftlichen Problem

Der Bedarf an solchen Strategien wächst. Die ständige Erreichbarkeit führt bei vielen zu Technostress, der sich in Konzentrationsschwächen und Schlafstörungen äußert. Gleichzeitig planen immer mehr Menschen einen bewussteren Umgang mit digitalen Medien. Eine Bitkom-Umfrage zeigte, dass bereits für 2025 rund 36 Prozent der Befragten eine Form des digitalen Verzichts erwogen.

Die Fähigkeit zur Selbstregulation wird zur Schlüsselkompetenz. In Zukunft müssen Bildung und Wirtschaft daher aktiv Medienkompetenz vermitteln und Rahmenbedingungen für konzentriertes Arbeiten schaffen. Produktivität bedeutet dann nicht mehr Multitasking, sondern die Kraft zum fokussierten „Deep Work“.

@ boerse-global.de