Studie: Hochverarbeitete Lebensmittel machen süchtig wie Nikotin
03.02.2026 - 17:31:12Eine wachsende Zahl wissenschaftlicher Erkenntnisse schlägt Alarm: Hochverarbeitete Lebensmittel können ein Suchtpotenzial wie Tabak entfalten. Experten fordern deshalb eine strenge Regulierung dieser Produkte, um die öffentliche Gesundheit zu schützen. Die Debatte, ob „Lebensmittelsucht“ als offizielle Krankheit anerkannt werden soll, gewinnt an Fahrt.
Die Wissenschaft hinter dem Verlangen
Hochverarbeitete Lebensmittel (Ultra-Processed Foods, UPFs) sind industrielle Formulierungen. Sie enthalten oft raffinierte Kohlenhydrate, Fette, Zucker, Salz und Zusatzstoffe, die Geschmack und Haltbarkeit maximieren. Neurobiologische Studien zeigen: Ihr Konsum stimuliert das Belohnungssystem im Gehirn ähnlich wie Nikotin oder Alkohol.
Diese Dopamin-Ausschüttung kann zu Kontrollverlust, starkem Craving und fortgesetztem Essen trotz negativer Folgen führen – klare Kennzeichen einer Abhängigkeit. Wissenschaftler argumentieren, dass diese Produkte gezielt so entwickelt werden, um Verlangen und übermäßigen Konsum auszulösen.
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Parallelen zur Tabakindustrie: Forderung nach Warnhinweisen
Eine aktuelle Studie im Fachjournal The Milbank Quarterly zieht direkte Vergleiche. Forscher von Harvard und der University of Michigan legen dar, dass UPFs ähnlich wie Zigaretten auf Abhängigkeit ausgelegt sind. Die schnelle Freisetzung von Zucker und Fett imitiert den Kreislauf aus Hochgefühl und Absturz, der das Verlangen verstärkt.
Angesichts der gravierenden Gesundheitsrisiken fordern die Autoren eine Regulierung nach Vorbild der Tabakpolitik. Mögliche Maßnahmen:
* Klare Warnhinweise auf Verpackungen
* Beschränkungen im Marketing, besonders gegenüber Kindern
* Steuerliche Anreize für gesündere Alternativen
Alarmierende Zahlen: Jeder Siebte betroffen
Das Ausmaß des Problems ist enorm. Systematische Auswertungen schätzen, dass etwa 14 % der Erwachsenen und 15 % der Jugendlichen von einer UPF-Sucht betroffen sind. Diese Raten sind vergleichbar mit den Abhängigkeitsquoten bei Alkohol (14%) und Tabak (18%).
Der hohe Konsum wird mit einer Vielzahl von Krankheiten in Verbindung gebracht:
* Erhöhtes Risiko für Übergewicht und Typ-2-Diabetes
* Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen
* Ein klar belegter Zusammenhang mit Multimorbidität, dem gleichzeitigen Leiden an mehreren chronischen Krankheiten
Die Gretchenfrage: Was ist überhaupt „hochverarbeitet“?
Im Zentrum der Diskussion steht die NOVA-Klassifikation. Sie teilt Lebensmittel nach Verarbeitungsgrad in vier Gruppen ein. UPFs bilden Gruppe 4 und sind definiert als industrielle Formulierungen mit Zusatzstoffen, die im Haushalt nicht verwendet werden.
Kritiker monieren, das System sei zu unscharf und berücksichtige den Nährwert zu wenig. Trotzdem dient NOVA den meisten Studien als Grundlage. Die zentrale Frage bleibt: Sollte die Politik Lebensmittel nach ihrem Verarbeitungsgrad oder nach ihrem Nährwert regulieren?
Wird die Politik jetzt aktiv?
Die erdrückende Evidenz setzt Gesundheitspolitiker unter Druck. Organisationen wie EuroHealthNet fordern EU-weite Maßnahmen, um Verfügbarkeit und Konsum von UPFs zu reduzieren. Eine offizielle Anerkennung der „Lebensmittelsucht“ als Krankheit könnte neue Therapien und Präventionsstrategien ermöglichen.
Die Zukunft wird zeigen, ob Warnhinweise, Werbebeschränkungen und Steuern den Kampf gegen die suchterzeugenden Lebensmittel aufnehmen – so wie einst gegen die Zigarette.
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