Studie: Gehirntraining senkt Demenzrisiko um 25 Prozent
16.02.2026 - 18:18:12Eine Langzeitstudie belegt erstmals, dass gezieltes Gehirntraining vor Demenz schützen kann. Die Ergebnisse könnten den Milliardenmarkt für entsprechende Apps auf den Kopf stellen.
Die im Fachjournal Alzheimer’s & Dementia veröffentlichte ACTIVE-Studie liefert den bisher stärksten wissenschaftlichen Beleg. Über 20 Jahre verfolgten Forscher die Daten von mehr als 2.800 älteren Erwachsenen. Ihr Ergebnis: Ein spezielles Geschwindigkeitstraining reduzierte das Demenzrisiko um durchschnittlich 25 Prozent.
So lief die bahnbrechende Studie ab
Die Teilnehmer waren zu Beginn mindestens 65 Jahre alt. Sie wurden per Los einer von vier Gruppen zugeteilt:
* Drei Gruppen absolvierten unterschiedliche kognitive Trainings (Gedächtnis, Logik oder Geschwindigkeit).
* Eine vierte Gruppe diente als Kontrollgruppe ohne Training.
Das ursprüngliche Training umfasste zehn einstündige Sitzungen. Einige Probanden erhielten nach einem und drei Jahren zusätzliche Auffrischungskurse. Nach zwei Jahrzehnten zeigte sich: Nur die Speed-Training-Gruppe wies ein signifikant geringeres Demenzrisiko auf. Gedächtnis- und Logiktraining zeigten keinen vergleichbaren Langzeiteffekt.
Was macht das „Speed Training“ so besonders?
Anders als klassische Rätselspiele trainiert diese Methode die visuelle Aufmerksamkeit und Verarbeitungsgeschwindigkeit. Die Teilnehmer müssen auf einem Bildschirm Objekte identifizieren – während immer mehr Ablenkungen auftauchen. Die Schwierigkeit passt sich dynamisch an die Leistung an.
Forscher vermuten, dass diese Übung grundlegende neuronale Netzwerke stärkt. Sie könnte das Gehirn widerstandsfähiger gegen Abbauprozesse machen. Die Studie macht klar: Entscheidend ist nicht irgendein Spiel, sondern die gezielte Schulung der Informationsverarbeitungs-Geschwindigkeit.
Ein Wendepunkt für die Brain-Apps?
Der Markt für Gehirntraining-Apps boomt, steht aber oft in der Kritik. Vielen Produkten fehlte bisher der langfristige Wirksamkeitsnachweis. Die ACTIVE-Studie ändert das grundlegend. Sie liefert einen klaren Beleg für den präventiven Nutzen einer bestimmten Methode.
Anbieter wie BrainHQ, deren Team an der Entwicklung des Studientrainings beteiligt war, sehen sich bestätigt. Für große Konkurrenten wie Lumosity oder Peak entsteht nun Druck. Sie müssen ihre Portfolios um wissenschaftlich validierte Übungen erweitern. Verbraucher könnten künftig stärker auf nachweislich wirksame Apps setzen – und weniger auf rein unterhaltsame Puzzles.
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Was bedeuten die Ergebnisse wirklich?
Trotz des Durchbruchs raten Experten zur differenzierten Betrachtung. Die statistische Fehlermarge der Studie ist breit: Sie zeigt eine Risikoreduktion zwischen 5 und 41 Prozent. Zudem schloss die Studie Menschen mit schweren Seh- oder Hörproblemen aus.
Dennoch markiert die Forschung einen Meilenstein. Künftig dürfte der Fokus stärker auf hochwertigen Langzeitstudien liegen. Gleichzeitig wird an Kombinationen mit körperlicher Aktivität geforscht. Für Nutzer zeichnet sich ein Paradigmenwechsel ab: Gehirntraining wird vom Zeitvertreib zum ernsthaften Werkzeug für die kognitive Gesundheit.
@ boerse-global.de
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