Studie, Familien-Führung

Studie: Familien-Führung bremst Expansion ins Ausland

03.02.2026 - 22:22:12

Eine Analyse zeigt, dass familiengeführte Vorstände die Auslandsexpansion hemmen, während die Nachfolgegeneration als Motor für internationales Wachstum wirkt.

Eine aktuelle Studie der Wirtschaftsuniversität Wien zeigt: Werden Führungspositionen vor allem mit Familienmitgliedern besetzt, bremst das die Internationalisierung. Der Wechsel zur nächsten Generation kann dagegen zum Turbo für den Export werden.

Familien-CEO als Wachstumsbremse

Die Meta-Analyse der WU Wien wertete Daten von rund 33.500 europäischen Familienunternehmen aus. Ein zentrales Ergebnis: Steht ein Familienmitglied als CEO an der Spitze oder ist der Vorstand mehrheitlich mit der Familie besetzt, sinkt die Neigung zur Auslandsexpansion.

Die Gründe sind vielfältig. Oft dominieren gefühlsgeleitete Entscheidungen und eine starke Fokussierung auf den Heimatmarkt. Diese innere Ausrichtung kann eine objektive Bewertung internationaler Chancen erschweren und zu größerer Risikoscheu führen.

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Nachfolge-Generation als Export-Motor

Im klaren Gegensatz dazu wirkt der Generationenwechsel als Katalysator. Unternehmen, die bereits von der Nachfolgegeneration geführt werden, agieren signifikant häufiger und erfolgreicher im Ausland.

Jüngere Führungskräfte bringen oft eine globalere Denkweise mit. Internationale Erfahrungen aus Studium oder Berufseinstieg und eine höhere Affinität zu digitalen Geschäftsmodellen sorgen für frischen Wind. Das Ergebnis ist eine stärkere Offenheit für Märkte jenseits der eigenen Grenzen.

Rückgrat der heimischen Wirtschaft

Die Studie trifft den Nerv der österreichischen Wirtschaft. Familienunternehmen sind hierzulande das ökonomische Fundament.
* Rund 88 Prozent aller Unternehmen sind Familienbetriebe.
* Sie beschäftigen etwa 1,8 Millionen Menschen – das sind zwei Drittel aller Erwerbstätigen.
* Mit einem Umsatz von circa 394 Milliarden Euro tragen sie maßgeblich zur Wertschöpfung bei.

Die Bandbreite reicht vom lokalen Handwerksbetrieb bis zum global agierenden Industrieunternehmen.

Professionalisierung als Schlüssel

Was bedeutet das für die Praxis? Die Studie liefert eine klare Handlungsempfehlung: Für eine erfolgreiche Internationalisierung braucht es die richtige Führungsstruktur.

Die Einbindung externer Manager mit internationaler Expertise in Vorstand oder Beirat kann helfen. Sie ergänzen die emotionale Bindung an das Unternehmen um eine globale, wachstumsorientierte Perspektive. Bei der Nachfolgeplanung wird es zentral, die nächste Generation früh mit internationalen Kompetenzen auszustatten.

Langfristig könnte eine solche Öffnung der Führungskultur nicht nur einzelne Betriebe stärken, sondern die Wettbewerbsfähigkeit des gesamten Standorts Österreich sichern.

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