Studie, Millionen

Studie entdeckt Millionen neuer Resilienz-Gene bei Supercentenarians

14.01.2026 - 13:09:12

Forscher der Universität São Paulo haben Millionen unbekannter genetischer Varianten bei über 110-Jährigen identifiziert. Diese “Resilienz-Gene” könnten erklären, warum manche Menschen extremen Stress besser verkraften. Die Studie, veröffentlicht im Fachjournal Genomic Psychiatry, markiert einen Wendepunkt für die präventive Gesundheitsvorsorge.

Das Team um Dr. Mayana Zatz analysierte das Erbgut brasilianischer Supercentenarians. In dieser Gruppe fanden sie über 8 Millionen genetische Varianten, die in gängigen Datenbanken fehlten. Diese Vielfalt wird durch die ethnische Durchmischung der Bevölkerung begünstigt.

“Bestimmte seltene Gen-Varianten fungieren als biologischer Puffer”, erklärt Erstautor Mateus Vidigal de Castro. Sie ermöglichen es dem Körper, extreme Stressfaktoren – von Infektionen bis zu emotionalen Belastungen – zu absorbieren, ohne dauerhaften Schaden zu nehmen. Die bisherige Forschung war oft durch mangelnde genetische Diversität limitiert.

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Immunsystem als Schlüssel zur Stressresistenz

Ein zentrales Ergebnis: Die Supercentenarians verfügen über ein hochgradig adaptives Immunsystem. Bestimmte Immunzellen, die zytotoxischen CD4+-T-Zellen, übernahmen Funktionen, die normalerweise anderen Zelltypen vorbehalten sind. Diese Flexibilität scheint ein Kernelement der Widerstandskraft zu sein.

Diese Erkenntnisse fügen sich in ein größeres Bild. Bereits 2025 fanden US-Militärforscher genetische Marker für Stress-Adaptabilität bei Elitesoldaten. Die neue Studie ergänzt dies um die immunologische Komponente. Ein Organismus, der auf zellulärer Ebene effizient mit Stress umgeht, bietet dem Gehirn eine stabilere Basis.

Gene steuern die Sensitivität für die Umwelt

Doch Gene sind nicht alles. Eine parallele Studie von GeneOnline zeigt: Externe Faktoren wie soziale Unterstützung bleiben kritisch für die emotionale Resilienz. Dies deckt sich mit Forschungsergebnissen der UNSW Sydney von 2025.

“Gene diktieren nicht das Schicksal, sie steuern die Umweltsensitivität”, fasst Professor Perminder Sachdev das Konzept zusammen. Manche Menschen sind genetisch bedingt “durchlässiger” für Stressoren, profitieren aber auch stärker von positiven Interventionen. Die neuen Daten könnten künftig helfen, maßgeschneiderte Lebensstil-Empfehlungen zu geben.

Ein neuer Markt – und neue ethische Fragen

Die Entdeckung befeuert den Markt für genetisch basierte Wellness-Dienstleistungen. Analysten erwarten einen Schub für personalisierte Präventionsangebote. Doch die Wissenschaftler warnen vor Vereinfachungen.

Die Komplexität von 8 Millionen Varianten lässt sich nicht in einfache Handlungsempfehlungen pressen. Dr. Zatz betont die Notwendigkeit weiterer Forschung, um die genauen Funktionen zu verstehen. Das Risiko: Kommerzielle Anbieter könnten die Wissenschaft für schnelle Vermarktung vereinfachen.

Die Ära der präzisen Psychohygiene beginnt

Die Studie eröffnet die Perspektive, Stressprävention so präzise wie nie zu gestalten. Künftige Gesundheitschecks könnten ein persönliches Resilienz-Profil umfassen. Präventive Maßnahmen, zugeschnitten auf die eigene DNA, würden dann helfen, die psychische Widerstandskraft proaktiv zu stärken. Die Tür zu diesem neuen Verständnis ist aufgestoßen.

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