Studie: Deutsche fordern Schulfach „Natürliche Gesundheit“
07.01.2026 - 11:33:12Eine deutliche Mehrheit der Bevölkerung will Gesundheitskompetenz als eigenes Unterrichtsfach. Der Druck auf die Kultusminister wächst.
Hamburg/Berlin. Die Deutschen wollen Gesundheit in der Schule lernen. Das zeigt eine neue, repräsentative Umfrage des Versicherers HanseMerkur, die heute veröffentlicht wurde. Demnach fordern 71 Prozent der Bürger ein eigenes Schulfach „Gesundheit“. Die Befragten sehen darin den Schlüssel, um natürliche Vorsorge und psychische Widerstandskraft früh zu verinnerlichen. Die Forderung wird von einem breiten Bündnis aus Krankenkassen und Experten unterstützt und könnte schon im nächsten Schuljahr in ersten Bundesländern erprobt werden.
Überwältigende Mehrheit für Prävention im Klassenzimmer
Die Zahlen der YouGov-Befragung sind eindeutig. Besonders Frauen befürworten die Einführung eines eigenen Fachs (75 Prozent), bei Männern sind es 67 Prozent. Doch hinter der breiten Zustimmung verbirgt sich eine große Verunsicherung: Nur gut die Hälfte der Befragten (51 Prozent) fühlt sich ausreichend informiert, um die eigene Gesundheit angemessen zu pflegen.
Diese „Kompetenzlücke“ soll das neue Fach schließen. „Gesundheit ist keine Gabe, sondern eine lebenslange Aufgabe und Investition in ein langes Leben“, betonte HanseMerkur-Vorstand Eberhard Sautter bei der Vorstellung der Studie. Die Bevölkerung scheint ihm zuzustimmen. Gesundheit wird nicht mehr nur als Abwesenheit von Krankheit verstanden, sondern als erlernbare Fähigkeit.
Mehr als Biologie: Fokus auf natürliche Lebenskompetenz
Der aktuelle „Präventionstrend 2026“ setzt anders als frühere Initiativen auf natürliche und ganzheitliche Gesundheit. Das gewünschte Curriculum geht weit über klassischen Biologieunterricht hinaus. Gefragt sind praktische Lebenskompetenzen: Körpersignale verstehen, natürlichen Stress managen oder die Wirkung von Ernährung auf das psychische Wohlbefinden.
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Diese Forderung spiegelt einen breiteren gesellschaftlichen Wandel wider. „Junge Menschen werden auf Plattformen wie TikTok mit widersprüchlichen Gesundheitstrends überschüttet“, sagt Sina Knöpfle von der vivida bkk. Ein wissenschaftlich fundiertes Schulfach könnte hier einen notwendigen Anker bieten. Es würde Schüler befähigen, zwischen seriösen Naturheilverfahren und kurzlebigen Online-Moden zu unterscheiden.
Politik unter Druck: KMK muss handeln
Der Druck auf die Kultusministerkonferenz (KMK) steigt. Nicht nur die Öffentlichkeit pocht auf Veränderung, auch mächtige Akteure im Gesundheitswesen unterstützen die Initiative. Neben HanseMerkur weisen Krankenkassen wie die DAK-Gesundheit regelmäßig auf die dramatische Zunahme von Erschöpfung und Einsamkeit unter Schülern hin. Ein neues Fach gilt als mögliche Gegenmaßnahme für mehr psychische Nachhaltigkeit.
In Berlin reagiert die Politik zurückhaltend, aber offen. Zwar liegt noch kein offizieller Gesetzentwurf vor, doch Insider gehen davon aus, dass das Thema aufgrund der breiten Datenlage in den nächsten Legislativperioden nicht ignoriert werden kann. Ein „Bündnis für Gesundheit“ aus Krankenkassen und Bildungsexperten bereitet laut Berichten ein Konzeptpapier vor, das noch im Januar der Bundesregierung vorgelegt werden soll.
Pilotprojekte schon 2026/2027 denkbar
Bildungsexperten rechnen bei anhaltendem Rückenwind mit ersten Pilotprojekten im Schuljahr 2026/2027. Das Fach „Natürliche Gesundheit“ soll interdisziplinär angelegt sein und Elemente aus Biologie, Psychologie und Ernährungswissenschaft verbinden.
Die Folgen für den gesamten Gesundheitsmarkt wären weitreichend. Durch die Institutionalisierung von Gesundheitswissen könnte der „Präventionstrend 2026“ eine Generation „informierter Patienten“ schaffen. Diese würde Lebensstil-Medizin und Vorsorge priorisieren – und damit den deutschen Gesundheitsmarkt für Jahrzehnte neu prägen.
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