Studie, Kluft

Studie deckt gefährliche Kluft in deutschen Unternehmen auf

04.02.2026 - 08:31:12

Eine deutliche Kluft zwischen Führungskräften und Mitarbeitenden in der Einschätzung von Veränderungsbereitschaft und KI-Vorbereitung gefährdet den Erfolg von Transformationsprojekten.

Eine neue Studie zeigt: Deutsche Führungskräfte überschätzen massiv die Veränderungsbereitschaft ihrer Teams. Diese Wahrnehmungslücke gefährdet die Wettbewerbsfähigkeit.

Eine repräsentative Untersuchung der Haufe Akademie vom 3. Februar 2026 belegt eine alarmierende Diskrepanz. Während 73 Prozent der Manager ihre Teams für gut gerüstet im Umgang mit Wandel halten, teilen nur 54 Prozent der Fachkräfte diese Einschätzung. Besonders bei der Vorbereitung auf Künstliche Intelligenz klaffen die Ansichten auseinander. Obwohl 56 Prozent der Mitarbeitenden einen KI-bedingten Wandel ihrer Rolle erwarten, fühlt sich nur gut die Hälfte darauf vorbereitet. Ihre Vorgesetzten sind mit 66 Prozent deutlich optimistischer.

Diese Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit wird zum strategischen Risiko. Sie erklärt, warum viele KI-Investitionen bisher nicht fruchten.

KI-Investitionen ohne messbaren Erfolg

Die Ergebnisse der Haufe-Studie werden durch aktuelle Daten der Unternehmensberatung PwC untermauert. Demnach erzielt die Mehrheit der Unternehmen hierzulande noch keine messbaren Geschäftserfolge durch ihre KI-Initiativen. Nur zwei Prozent der befragten Vorstände konnten sowohl Umsätze steigern als auch Kosten senken. Zwei Drittel sehen bisher überhaupt keinen positiven Effekt.

Als Hauptgrund identifizieren Experten ein mangelhaftes Change-Management. Die Technologie allein bringt keinen Fortschritt. Entscheidend ist, ob die Belegschaft sie akzeptiert und nutzen kann. Fehlende Datenkompetenz und eine unvorbereitete Unternehmenskultur blockieren oft den Erfolg.

Personalmanagement wird zum strategischen Gestalter

Die Studien zeichnen ein klares Bild: Die eigentliche Herausforderung ist kultureller Natur. Es geht darum, eine lernende, anpassungsfähige Organisation zu schaffen. Das Personalmanagement muss daher seine Rolle fundamental ändern – vom Administrations- zum Strategiepartner.

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Führungskräfte überschätzen oft die Veränderungsbereitschaft ihrer Teams – Studien zeigen, dass 73 Prozent der Manager ihre Belegschaft als gut gerüstet sehen, während nur 54 Prozent der Mitarbeitenden das bestätigen. Der kostenlose Praxisleitfaden „Mitarbeiterentwicklung“ bietet Checklisten, Upskilling‑Strategien und praxiserprobte Maßnahmen, mit denen HR Lernökosysteme etabliert, Weiterbildungsbudgets zielgerichtet einsetzt und Wandel messbar macht. Ideal für Personalverantwortliche, die die Wahrnehmungslücke schließen und Talente langfristig binden wollen. Praxisleitfaden zur Mitarbeiterentwicklung kostenlos anfordern

„Agilität und Anpassungsfähigkeit sind die neuen Kernkompetenzen“, so ein Fazit der Analysen. HR-Abteilungen sind gefordert, Strukturen für dynamische Karrierewege und personalisiertes Lernen zu schaffen. Der Fokus liegt 2026 auf einer skillbasierten Personalstrategie. Nicht starre Jobtitel, sondern individuelle Fähigkeiten und Lernbereitschaft zählen.

Gleichzeitig gewinnt das Wohlbefinden der Mitarbeitenden an strategischer Bedeutung. Es korreliert nachweislich mit der Profitabilität. HR muss Rahmenbedingungen schaffen, die eine gesunde Work-Life-Balance ermöglichen und den Werten einer neuen Generation entsprechen.

Deutscher Sonderweg im globalen Wettbewerb

Deutsche Unternehmen stehen an einem Wendepunkt. Im globalen Wettbewerb, besonders um KI-Talente, konkurrieren unterschiedliche Arbeitsmodelle. Während die US-Tech-Branche oft auf lange Arbeitszeiten setzt, experimentieren deutsche Pilotprojekte mit der Vier-Tage-Woche und Effizienzsteigerung.

In diesem Spannungsfeld wird professionelles Change-Management zum entscheidenden Differenzierungsmerkmal. Die aufgedeckte Wahrnehmungslücke ist mehr als ein Schönheitsfehler. Sie ist ein fundamentales Risiko für jede Transformation.

Der Handlungsauftrag für das Personalmanagement ist klar: Die kommenden Monate müssen genutzt werden, um die Kluft zu schließen. Durch offenen Dialog, transparente Kommunikation über Weiterbildungsbudgets und die Schaffung von Lernökosystemen. Der Erfolg 2026 wird nicht an der Anzahl eingeführter KI-Tools gemessen, sondern an der Fähigkeit der gesamten Organisation, Wandel aktiv zu gestalten.

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PS: Wenn HR den Wandel aktiv gestalten soll, reichen Absichtserklärungen nicht aus. Der kostenlose Praxisleitfaden zur Mitarbeiterentwicklung liefert fertige Vorlagen, Förderpläne und Checklisten, mit denen Sie konkrete Upskilling‑Maßnahmen einführen, Karrierepfade personalisieren und die Produktivität messbar steigern. Nutzen Sie praxiserprobte Tools, um die in der Studie beschriebene Wahrnehmungslücke zu schließen und Ihr Team zukunftsfähig aufzustellen. Praxisleitfaden jetzt herunterladen

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