Stromsteuer dauerhaft gesenkt: Industrie und Landwirtschaft profitieren
20.01.2026 - 05:30:12Seit Jahresbeginn zahlen Deutschlands Industrie und Landwirtschaft dauerhaft weniger für Strom. Die Bundesregierung hat die Steuer auf das EU-Minimum gesenkt, um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Für Hunderttausende Betriebe bedeutet das lang ersehnte Planungssicherheit.
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Kern der Maßnahme ist die permanente Absenkung der Stromsteuer auf den europarechtlich möglichen Mindestsatz von 0,05 Cent pro Kilowattstunde. Bisher lag der Satz bei 2,05 Cent. Rund 600.000 Unternehmen aus Produktion, Land- und Forstwirtschaft profitieren.
Die Entlastung gilt nicht nur für stromintensive Schwerindustrie, sondern explizit auch für Handwerksbetriebe wie Bäckereien oder Metzgereien. Voraussetzung: Der Strom muss für betriebliche Zwecke genutzt werden und der jährliche Entlastungsbetrag muss über 250 Euro liegen. Das entspricht einem Mindestverbrauch von 12.500 Kilowattstunden. Anträge sind online über das Zollportal zu stellen.
Ein politischer Kompromiss mit finanziellen Folgen
Die Dauerregelung verhindert, dass eine befristete Entlastung zum Jahresende 2025 ausgelaufen wäre. Ein abrupter Kostenanstieg für die Betriebe wurde so abgewendet. Doch der Preis für den Staat ist hoch: Das Finanzministerium rechnet ab 2027 mit jährlichen Mindereinnahmen von rund drei Milliarden Euro.
Ursprünglich hatte die Koalition eine Senkung der Stromsteuer für alle Verbraucher versprochen. Dieses Vorhaben scheiterte jedoch an den angespannten Haushaltslagen. Eine allgemeine Senkung hätte zusätzliche 5,4 Milliarden Euro pro Jahr gekostet.
Kritik und offene Fragen
Die Konzentration auf bestimmte Wirtschaftssektor stößt auf Widerstand. Der Handelsverband Deutschland (HDE) kritisiert die Ausgrenzung des Handels- und Dienstleistungsgewerbes. Auch Sozialverbände verweisen auf die weiterhin hohe Belastung privater Haushalte.
Kann diese selektive Entlastung den Wirtschaftsstandort Deutschland wirklich nachhaltig stärken? Die Regierung signalisiert, weitere Schritte für die gesamte Wirtschaft und private Verbraucher prüfen zu wollen – sobald der Haushalt es zulässt. Die Debatte um bezahlbare Energie für alle ist also noch lange nicht beendet.


