Stiftung Warentest warnt vor gefährlichen Vitamin-D-Überdosierungen
02.01.2026 - 00:03:12Die Stiftung Warentest warnt pünktlich zum Jahresbeginn vor zu hoch dosierten Vitamin-D-Präparaten. Viele frei verkäufliche Mittel überschreiten die sicheren Tageshöchstmengen deutlich. Gleichzeitig zeigen neue Studien, dass eine gezielte Einnahme bei Depressionen helfen kann.
Ärzteverbände registrieren aktuell mehr Fälle von Hyperkalzämie. Dieser gefährlich erhöhte Kalziumspiegel im Blut wird oft durch exzessive Vitamin-D-Einnahme ausgelöst. Die Symptome reichen von Übelkeit bis hin zu Nierenproblemen und Herzrhythmusstörungen.
Die Warnung kommt zu einer Zeit, in der der Absatz von Nahrungsergänzungsmitteln weiter boomt. Doch der Griff zur Hochdosis-Tablette ohne vorherigen Test wird zum Risiko.
Studie zeigt: Nur gezielte Einnahme hilft
Eine kürzlich veröffentlichte Studie liefert neue Argumente für das “Sonnenvitamin”. Forscher um Porto zeigten, dass eine Vitamin-D-Gabe bei Menschen mit Depressionen nicht nur die Stimmung heben, sondern auch Herz-Kreislauf-Risikofaktoren positiv beeinflussen kann.
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Doch dieser Effekt ist eng an den individuellen Vitaminspiegel im Blut gekoppelt. Die Devise “viel hilft viel” gilt nicht. Mediziner betonen stattdessen die Notwendigkeit einer ärztlich begleiteten Therapie.
Testergebnisse sind ernüchternd
In ihrer Januar-Ausgabe 2026 hat die Stiftung Warentest gängige Präparate unter die Lupe genommen. Das Ergebnis ist alarmierend:
* Ein Großteil der getesteten Mittel ist deutlich überdosiert.
* Viele überschreiten die von EFSA und BfR als sicher eingestuften Höchstmengen.
* Nur zwei Produkte erhielten eine uneingeschränkte Empfehlung.
Kritikpunkt sind vor allem irreführende Einnahmeempfehlungen und fehlerhafte Deklarationen, die Verbraucher in die Irre führen.
Was Verbraucher jetzt tun sollten
Experten raten eindringlich zum “Januar-Check”. Bevor Supplemente eingenommen werden, sollte der individuelle 25-Hydroxy-Vitamin-D-Wert bestimmt werden. Das geht beim Hausarzt oder mit verifizierten Heimtests.
* Ein Wert unter 30 nmol/l gilt als Mangel.
* Werte über 100 ng/ml können bereits toxisch wirken.
Für gesunde Erwachsene ohne nachgewiesenen Mangel empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) eine Erhaltungsdosis von 20 Mikrogramm (800 I.E.) täglich – aber nur, wenn die körpereigene Bildung durch Sonnenlicht fehlt.
Die Diskussion verschiebt sich damit klar: Weg von der Gießkannen-Methode, hin zur Präzisions-Supplementierung. Der blinde Glaube an Hochdosis-Kuren aus dem Internet ist riskant.
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