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Stiftung Warentest: Nur zwei Diät-Shakes sind „gut“

04.01.2026 - 08:13:12

Ein Großteil der getesteten Vanille-Mahlzeitersatzpulver enthält bedenkliche Keime oder Mineralölrückstände. Nur zwei Produkte erhalten eine uneingeschränkte Empfehlung.

Der aktuelle Test von Mahlzeitersatz-Pulvern fällt vernichtend aus. Von 20 Vanille-Produkten können die Verbraucherschützer lediglich zwei uneingeschränkt empfehlen. Viele Shakes sind mit Schadstoffen belastet.

Pünktlich zur Abnehm-Saison veröffentlichte die Stiftung Warentest die Ergebnisse ihrer Januar-Untersuchung. Das Bild ist alarmierend: Ein Großteil der getesteten Diät-Shakes enthält bedenkliche Keime, Mineralölrückstände oder täuscht mit falschen Deklarationen. Ein hoher Preis garantiert dabei keineswegs Qualität.

Die Testsieger im Duell: Teuer gegen günstig

An der Spitze des Feldes liegen zwei sehr unterschiedliche Produkte.

  • Nestlé Optifast Drink Vanille sichert sich mit der Note 2,4 knapp den ersten Platz. Dafür ist er mit fast drei Euro pro Portion der teuerste Shake im Test.
  • Layenberger Fit+Feelgood Slim Shake Vanille-Sahne folgt dicht mit der Note 2,5. Er beweist: Gute Qualität muss nicht teuer sein.

Ein beliebter Drogerie-Bestseller verfehlte die Bestnote nur knapp: Die dm Mivolis Diät Vitalkost landet mit 2,6 auf Platz drei. Für preisbewusste Käufer bleibt sie eine Option, kostet sie doch nur rund 67 Cent pro Portion.

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Alarm im Labor: Mineralöl und Schimmelpilze

Die Laboranalysen offenbarten massive Probleme. In fast der Hälfte der Pulver fanden die Tester gesättigte Mineralölkohlenwasserstoffe (MOSH). Diese Stoffe können sich im Körper anreichern.

Zwei Produkte fielen besonders drastisch durch und erhielten die Note „Mangelhaft“:
* Bei Trinkkost überschritt die Anzahl an Enterobakterien den mikrobiologischen Warnwert.
* Das Pulver von Bodylab war mit Schimmelpilzen und dem Bakterium Bacillus cereus belastet.

Auch chemische Rückstände wie Chlorat, das die Jodaufnahme der Schilddrüse hemmen kann, sowie Aluminium wurden in kritikwürdigen Mengen entdeckt.

Shakes als Kickstart – aber kein Allheilmittel

Die Experten bestätigen die grundsätzliche Wirksamkeit der Formula-Diäten. Sie führen zu einem Kaloriendefizit und damit zur Gewichtsabnahme.

Doch sie warnen: Die Pulver sind keine Dauerlösung. „Sie sollten nur als Kickstart dienen“, sagt Ina Bockholt von der Stiftung Warentest. Ohne langfristige Ernährungsumstellung droht der Jo-Jo-Effekt. Zudem enthalten fast alle Shakes Süßstoffe, die laut WHO langfristig nicht zur Gewichtskontrolle empfohlen werden.

Markt unter Druck: Nachfrage und Rezepturänderungen erwartet

Die Ergebnisse werden den Markt spürbar beeinflussen. Positive Bewertungen führen erfahrungsgemäß zu sofortigem Nachfrageschub – der günstige Layenberger-Shake könnte bald vergriffen sein.

Für die Hersteller der schlecht bewerteten Produkte steigt der Druck. Oft folgen auf solche Tests überarbeitete Rezepturen und verschärfte Qualitätskontrollen, um etwa Mineralölrückstände zu minimieren. Verbrauchern bleibt der Rat, genau auf die Testergebnisse zu achten oder den Gewichtsverlust ganz ohne Pulver anzugehen.

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