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Stiftung Lesen holt Jeff Kinney und Tijen Onaran an Bord

26.12.2025 - 13:39:12

Die Stiftung Lesen gewinnt mit Jeff Kinney und Tijen Onaran zwei prominente Neuzugänge. Die Personalien unterstreichen eine neue Priorität: Vorlesen gilt nicht mehr nur als schönes Ritual, sondern als essenzielles Training für das digitale Gehirn.

Ende November holte die Stiftung Lesen zwei Schwergewichte ins Boot. Der internationale Bestsellerautor Jeff Kinney („Gregs Tagebuch“) startete am 26. November als neuer Lesebotschafter. Seine Mission: Lesemuffel mit zugänglichen Geschichten für Texte begeistern.

Kurz zuvor, am 19. November, kam Tijen Onaran ins Kuratorium. Die Unternehmerin und Digitalexpertin bringt eine wirtschaftliche Perspektive mit. Sie betont, dass Fähigkeiten wie Deep Work und fokussiertes Zuhören in der Arbeitswelt von morgen unverzichtbar sind. Ein Buch ist für sie mehr als eine Geschichte – es ist ein Trainingsgerät fürs Gehirn.

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Warum Vorlesen das Gehirn fordert

Neurowissenschaftler sehen im Vorlesen ein wirksames Gegengewicht zur fragmentierten „Scroll-Kultur“. Der Schlüssel liegt im „Kopfkino“: Während Videos alle Bilder liefern, muss das Gehirn beim Zuhören selbst aktiv werden.

Dieser Prozess trainiert exekutive Funktionen, die für Konzentration und Lernen fundamental sind:
* Arbeitsgedächtnis: Namen, Handlung und Charaktere müssen über die gesamte Geschichte behalten werden.
* Inhibitorische Kontrolle: Der Impuls, sich ablenken zu lassen, wird unterdrückt.
* Kognitive Flexibilität: Das Hineinversetzen in verschiedene Figuren schult Empathie und Perspektivwechsel.

Initiativen wie die europäische Kampagne „Read. For Real!“ setzen genau hier an. Sie propagieren das Lesen als authentische, vertiefte Erfahrung in einer Welt voller kurzer, synthetischer Inhalte.

Die Daten: Jedes dritte Kind bleibt außen vor

Trotz aller Vorteile zeigt der aktuelle Vorlesemonitor eine anhaltende Lücke. Etwa jedem dritten Kind in Deutschland wird selten oder nie vorgelesen. Besonders kritisch ist der Übergang von der Kita zur Grundschule.

Hier setzen neue Projekte an. Bereits im Oktober stellte die Stiftung Lesen mit der Habermaass Stiftung Materialien zur Sprachförderung in Kitas bereit. Ein weiterer Hoffnungsträger: die Väter. Kampagnen wie der Bundesweite Vorlesetag am 21. November werben erfolgreich dafür, Vorlesen auch als „Vätersache“ zu etablieren.

Vorlesen als demokratische Grundkompetenz

Die Bedeutung des Themas reicht über den Schulerfolg hinaus. In Zeiten von Desinformation wird die Fähigkeit, komplexe Narrative zu verstehen und zu hinterfragen, zur demokratischen Überlebenskompetenz.

„Wer nicht zuhören kann, kann auch nicht verstehen“, heißt es in Fachkreisen. Das dialogische Vorlesen, bei dem Kinder Fragen stellen und diskutieren, fördert genau das: kritisches Denken und einen großen Wortschatz. Digitale Apps können dies ergänzen – ersetzen sollten sie die gemeinsame Zeit aber nicht.

Was kommt 2026?

Mit dem ruhigen „Boxing Day“ beginnt für viele Familien die ideale Zeit, neue Rituale zu etablieren. Für das kommende Jahr zeichnen sich klare Trends ab:
* Hybrid-Reading: Die Verbindung von gedruckten Büchern mit digitalen, auditiven Elementen wird zunehmen.
* Corporate Reading: Unternehmen könnten Leseförderung verstärkt als Teil ihrer gesellschaftlichen Verantwortung entdecken.
* Frühe Förderung: Der Fokus wird sich noch stärker auf die Sprachbildung bei den Unter-Dreijährigen richten.

Die Botschaft zum Jahreswechsel ist klar: Ein Buch zu schenken ist schön. Die Zeit zum gemeinsamen Vorlesen zu schenken, ist wertvoller. Es ist eine Investition in die mentale Widerstandskraft der nächsten Generation.

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