Steuerreform 2026: Höhere Freibeträge und Pendlerpauschale für alle
15.01.2026 - 10:02:12Die ersten Gehaltsabrechnungen des Jahres zeigen es deutlich: Die umfassende Steuerreform 2026 bringt spürbare Entlastungen für Arbeitnehmer, Familien und Unternehmen. Kernstücke sind die vereinheitlichte Pendlerpauschale und der dauerhaft reduzierte Mehrwertsteuersatz für die Gastronomie.
Einheitliche Pendlerpauschale ab dem ersten Kilometer
Eine der wichtigsten Neuerungen betrifft Millionen Berufspendler. Die Pendlerpauschale gilt nun einheitlich ab dem ersten Kilometer mit 38 Cent pro Kilometer. Bisher galt dieser Satz erst ab dem 21. Kilometer, davor waren es nur 30 Cent. Diese Änderung kommt besonders Pendler mit kurzen und mittleren Strecken zugute, die im alten System benachteiligt waren.
Die ursprünglich befristete Mobilitätsprämie für Geringverdiener wurde zudem dauerhaft eingeführt. Sie stellt sicher, dass auch Pendler unterhalb des Grundfreibetrags die Entlastung als Direktzahlung erhalten.
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Höhere Freibeträge und mehr Kindergeld
Der Grundfreibetrag ist zum 1. Januar 2026 auf 12.348 Euro für Alleinstehende gestiegen. Für gemeinsam veranlagte Ehepaare verdoppelt sich der Betrag auf 24.696 Euro. Diese Anpassung soll die kalte Progression abmildern und sicherstellen, dass das Existenzminimum steuerfrei bleibt.
Familien profitieren gleich doppelt: Das Kindergeld erhöhte sich um 4 Euro auf nun 259 Euro monatlich pro Kind. Parallel stieg der Kinderfreibetrag auf insgesamt 9.756 Euro pro Kind für zusammenveranlagte Eltern.
Auch beim Solidaritätszuschlag gibt es Entlastung: Alleinstehende zahlen ihn erst ab einer Einkommensteuer von mehr als 20.350 Euro. Damit wird die Abgabe für einen größeren Teil der Mittelschicht abgeschafft.
Dauerhafte Steuersenkungen für Gastronomie und Industrie
Nach Jahren der Unsicherheit gibt es Klarheit für die Gastronomie: Der ermäßigte Mehrwertsteuersatz von 7% für Speisen in Restaurants und Cafés ist nun dauerhaft. Getränke bleiben beim regulären Satz von 19%. Diese Entscheidung beendet die Diskussionen über ein mögliches Auslaufen der Vergünstigung.
Die Industrie profitiert von einer dauerhaften Senkung der Stromsteuer auf das EU-Minimum von 0,05 Cent pro Kilowattstunde. Diese Maßnahme soll die Wettbewerbsfähigkeit des Industriestandorts Deutschland stärken und gilt für alle produzierenden Unternehmen sowie die Landwirtschaft.
Weitere Anpassungen im Sozialbereich
Das Engagement von Ehrenamtlichen wird stärker gefördert: Die Ehrenamtspauschale stieg auf 960 Euro jährlich, die Übungsleiterpauschale auf 3.300 Euro.
Für rentenberechtigte Arbeitnehmer wurden die Regeln zur Aktivrente angepasst. Höhere steuerfreie Hinzuverdienstgrenzen sollen Teilzeitarbeit im Rentenalter attraktiver machen und helfen, den Fachkräftemangel zu lindern.
Eine Ausnahme bei den Entlastungen bildet das Deutschlandticket: Sein Preis stieg um 5 Euro auf nun 63 Euro monatlich, was gestiegene Betriebskosten im öffentlichen Nahverkehr widerspiegelt.
Ausblick: Vereinfachung und Planungssicherheit
Steuerexperten bewerten das Reformpaket 2026 insgesamt positiv. Die dauerhafte Festlegung der Mehrwertsteuersätze und die vereinheitlichte Pendlerpauschale schaffen Planungssicherheit und administrative Erleichterungen.
Diskussionen über weitere Kaufprämien für Elektrofahrzeuge sind allerdings noch im Gange. Konkrete Details und Antragsverfahren stehen Mitte Januar 2026 noch aus. Verbraucher und Unternehmen sollten auf Ankündigungen des Wirtschaftsministeriums in den kommenden Wochen achten.
Steuerpflichtige sollten jetzt ihre Lohnsteuerabzüge prüfen und gegebenenfalls ihre Steuerklasse anpassen, um die höheren Freibeträge sofort zu nutzen. Die Vereinfachungen kommen gerade rechtzeitig für die Steuererklärung 2026, die 2027 fällig wird.
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