Steuerreform 2026: Aktivrente und schärfere Regeln für Betriebsfeste
22.01.2026 - 15:13:12Die deutsche Steuerreform 2026 bringt die „Aktivrente“ für Senioren und verschärfte Regeln für Betriebsfeiern. Ziel ist es, den Fachkräftemangel zu bekämpfen und Schlupflöcher zu schließen.
Aktivrente: Bis zu 2.000 Euro steuerfrei für Rentner
Die größte Neuerung ist die sogenannte Aktivrente. Sie ermöglicht es Arbeitnehmern, die die Regelaltersgrenze erreicht haben, bis zu 2.000 Euro ihres monatlichen Lohns steuerfrei zu verdienen. Die Regelung gilt für sozialversicherungspflichtige Jobs – unabhängig davon, ob bereits eine Rente bezogen wird oder nicht.
Das Ziel ist klar: Erfahrene Fachkräfte sollen länger im Beruf bleiben. Von dieser Steuerfreistellung profitieren jedoch keine Selbstständigen, Beamten oder Minijobber. Ein selbstständiger Handwerker könnte aber beispielsweise seinen Betrieb übergeben und sich beim Nachfolger anstellen lassen, um die Vorteile zu nutzen.
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Betriebsfeste: Pauschalbesteuerung nur noch bei Einladung aller
Bei Betriebsveranstaltungen wird es strenger. Bisher konnten Kosten, die den Freibetrag von 110 Euro pro Teilnehmer überstiegen, pauschal mit 25 Prozent versteuert werden. Diese Möglichkeit ist nun an eine klare Bedingung geknüpft.
Die Pauschalbesteuerung ist ab 2026 nur noch zulässig, wenn nachweislich alle Mitarbeiter des Unternehmens oder eines klar abgegrenzten Teils eingeladen waren. Diese Verschärfung soll exklusive Events für ausgewählte Mitarbeitergruppen verhindern und für mehr Steuergerechtigkeit sorgen. Unternehmen müssen ihre Einladungs- und Dokumentationsprozesse entsprechend anpassen.
Mehr Geld für Pendler und Ehrenamtliche
Weitere Anpassungen entlasten Arbeitnehmer direkt. Die Pendlerpauschale wurde vereinheitlicht und auf 0,38 Euro ab dem ersten Kilometer erhöht. Das bringt vor allem Berufspendlern mit kürzeren Strecken eine spürbare Erleichterung.
Gestärkt wird auch das Ehrenamt: Die Übungsleiterpauschale steigt auf 3.300 Euro, die Ehrenamtspauschale auf 960 Euro jährlich. Zudem gibt es eine neue gesetzliche Regelung für die doppelte Haushaltsführung im Ausland mit einem Höchstbetrag von 2.000 Euro monatlich für Unterkunftskosten.
Hintergrund: Kampf gegen den Fachkräftemangel
Die Reformen sind eine direkte Antwort auf drängende wirtschaftliche Herausforderungen. Die Aktivrente ist ein politisches Instrument gegen den demografisch bedingten Fachkräftemangel. Sie schafft finanzielle Anreize für eine längere Erwerbstätigkeit.
Die höheren Pendlerpauschalen sollen die Bürger angesichts steigender Mobilitätskosten entlasten. Die schärferen Regeln für Betriebsfeste zeigen dagegen den Willen der Finanzverwaltung, Schlupflöcher zu schließen und alle Arbeitnehmer gleich zu behandeln.
Ausblick: Weitere Anpassungen möglich
Das Steuerrecht bleibt dynamisch. Ein geplanter steuerfreier Zuschlag für Überstunden wurde vorerst nicht umgesetzt, könnte aber im Laufe des Jahres wieder auf die Agenda kommen.
Unternehmen sind nun gefordert, ihre Lohnbuchhaltung an die komplexen Neuregelungen anzupassen. Sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer sollten die Veröffentlichungen des Bundesfinanzministeriums aufmerksam verfolgen – weitere Konkretisierungen sind jederzeit möglich.
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