Steiermark, Wohnbauförderung

Steiermark startet reformierte Wohnbauförderung

02.01.2026 - 16:13:12

Die Steiermark hat ihre Wohnbauförderung reformiert. Es gibt weniger Geld, strengere Auflagen und ein Ende der Förderung für Neubauten auf der grünen Wiese.

Ab heute gelten in der Steiermark neue, strengere Regeln für die Wohnbauförderung. Das Land hat sein Förderprogramm nach einem Budget-Debakel im Vorjahr grundlegend überarbeitet. Der Paradigmenwechsel ist deutlich: Es gibt weniger Geld, schärfere Auflagen und ein klares Ende für das Bauen auf der „grünen Wiese“.

Weniger Geld, mehr Bedingungen

Die Eigenheimförderung startet heute wieder – aber mit drastisch reduzierten Summen. Statt bis zu 200.000 Euro beträgt die neue Obergrenze für Landesdarlehen nur noch 80.000 Euro. Zudem fördert das Land künftig nur noch Häuser mit maximal 150 Quadratmetern Wohnnutzfläche.

Die Zinskonditionen bleiben ein Lockmittel: Das Darlehen startet bei 0,25 Prozent und ist auf maximal 1,5 Prozent gedeckelt. Für viele junge Familien könnte dieser Zinsanker dennoch zu klein ausfallen. Bleibt die Förderung angesichts explodierender Baukosten nur ein Tropfen auf den heißen Stein?

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Schluss mit der Zersiedelung

Ein radikaler Schnitt betrifft den Standort. Neubauten abseits bestehender Siedlungen und Infrastruktur – also auf der „grünen Wiese“ – erhalten ab sofort keine Landesmittel mehr. Ausnahmen gelten nur für spezifische Fälle des Generationenwohnens in direkter Nachbarschaft.

Damit setzt die Landesregierung eine langjährige Forderung von Raumplanern um. Das Ziel: Die Zersiedelung stoppen, Ortskerne stärken und die hohen Folgekosten für neue Infrastruktur senken.

Sanierung rückt in den Fokus

Während der Neubau zurückgedrängt wird, gewinnt die Sanierung an Bedeutung. Bereits ab heute gelten neue Übergangsregelungen. Das Land fördert nun speziell den Tausch alte r, ineffizienter Heizsysteme – auch nachhaltiger wie Holzheizungen – gegen moderne Anlagen.

Der Wechsel von Öl oder Gas auf Erneuerbare bleibt dagegen Bundesfördersache. Diese klare Aufgabenteilung soll Bürokratie abbauen und Anträge beschleunigen.

Vorgeschichte: Ein Lehrstück in Haushaltspolitik

Die Reform ist eine direkte Lehre aus dem Vorjahr. Damals führte ein enormer Ansturm auf die Fördertöpfe zu einem vorzeitigen Förderstopp. Die alten, großzügigen Modelle waren angesichts steigender Baukosten und geänderter Marktzinsen nicht mehr finanzierbar.

Die Bauwirtschaft reagiert gespalten. Die Wiederaufnahme der Förderung stabilisiert die Auftragslage. Die stark gesenkten Fördersummen könnten die erhoffte Konjunkturbelebung im Neubau jedoch dämpfen.

Nächster Schritt: Der Sanierungspass

Heute ist nur der erste Teil der Reform in Kraft getreten. Der nächste große Baustein folgt im Frühjahr 2026: der „Sanierungspass“. Dieses Baukastensystem soll die bisher getrennten Förderungen für kleine und umfassende Sanierungen zusammenführen.

Die Förderhöhe wird dann davon abhängen, wie viele nachhaltige Maßnahmen kombiniert werden. Beobachter erwarten, dass erst mit diesem Instrument die volle Wirkung der Reform entfaltet wird. Für Sanierungswillige stellt sich jetzt die Frage: Sofort mit den Basis-Förderungen starten oder auf das neue Paket im Frühjahr warten?

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