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Steam Machine: KI-Boom verzögert Valves Konsole

07.02.2026 - 05:40:11

Valves geplante Gaming-Konsole Steam Machine wird durch globale Speicherknappheit und explodierende Komponentenpreise verschoben. Der Startpreis ist ungewiss.

Valves Rückkehr ins Wohnzimmer wird durch explodierende Speicherpreise ausgebremst. Die für Anfang 2026 angekündigte Steam Machine und das Zubehör sind nun erst für die erste Jahreshälfte geplant – zu einem noch unklaren Preis. Schuld ist eine globale Knappheit an RAM und SSDs, die die gesamte Tech-Branche erfasst hat.

KI-Data Center schlucken den Speicher

Die Produktionsprobleme haben eine klare Ursache: den explosionsartigen Boom der Künstlichen Intelligenz. Tech-Giganten wie Google, Microsoft und Amazon bauen ihre KI-Data Center massiv aus und beanspruchen einen riesigen Teil der weltweiten Produktion von Hochleistungs-Speicherchips. Die Hersteller fokussieren sich daher auf lukrativeren High-Bandwidth Memory (HBM) für Server – auf Kosten von Verbraucherware.

Für Gaming-Hardware wie die Steam Machine, die auf DDR5- und GDDR6-Arbeitsspeicher angewiesen ist, wird das zum existenziellen Problem. Die Preise für diese Komponenten haben sich in den letzten Monaten teils verdreifacht oder vervierfacht. Analysten erwarten, dass die Engpässe bis weit ins Jahr 2027 anhalten könnten. Valve und andere Hersteller stehen damit vor der unlösbaren Aufgabe, bezahlbare Produkte in einem volatilen Markt zu planen.

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Der Preis wird zum Stolperstein

Die Verzögerung gefährdet die strategische Positionierung der Steam Machine. Sie sollte als leistungsstarker PC im Konsolenformat zu einem konkurrenzfähigen Preis die etablierten Spielkonsolen von Sony und Microsoft herausfordern. Dieses Ziel rückt nun in weite Ferne.

Aufgrund der explodierenden Komponentenkosten kann Valve noch keinen Endpreis nennen. Spekulationen gehen von einem Preis nahe der 1.000-Euro-Marke aus – deutlich über den ursprünglichen Erwartungen. Die Unsicherheit ist besonders pikant, da AMDs CEO Lisa Su erst kürzlich betonte, das AMD-betriebene Gerät sei aus Produktsicht planmäßig. Dies zeigt, wie dynamisch sich die Lieferkettensituation verschlechtert hat.

Eine ganze Branche unter Druck

Valve steht mit diesem Problem nicht alleine da. Die Speicherknappheit trifft die gesamte PC- und Unterhaltungselektronik-Branche. Große Hersteller wie Dell und Lenovo bereiten Preiserhöhungen vor. Auch Grafikkarten, die ebenfalls speicherintensiv sind, werden teurer.

Die Spezifikationen der Steam Machine sehen 16 GB DDR5-RAM und 8 GB GDDR6-Grafikspeicher vor – eine Reduzierung würde die Leistungsziele untergraben. Zwar bestätigte Valve, dass RAM und SSD im Gerät vom Nutzer aufrüstbar sein werden. Das löst jedoch nicht das Grundproblem von Verfügbarkeit und Preis des Basismodells zum Start.

Warten auf Klarheit

Für interessierte Käufer heißt es jetzt: abwarten. Valve hat zugesagt, weitere Updates zu liefern, sobald die Pläne konkreter werden. Die unmittelbare Herausforderung ist es, in diesem turbulenten Markt eine Lieferkette zu sichern, die einen rechtzeitigen und wirtschaftlich tragfähigen Start ermöglicht.

Die Verzögerung der Steam Machine ist ein deutliches Warnsignal. Sie zeigt, wie stark der KI-Boom traditionelle Elektronikmärkte unter Druck setzen kann. Für Gamer, die auf Valves neueste Hardware hoffen, wird Geduld zur wichtigsten Tugend.

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