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SQL Server 2022: Letzter Tag für Neulizenzen

20.01.2026 - 04:24:12

Microsoft stellt den Verkauf neuer Lizenzen für seine Datenbank SQL Server 2022 ein. Ab morgen ist nur noch der Nachfolger SQL Server 2025 erhältlich – ein strategischer Schub für die neueste KI- und Cloud-Plattform des Konzerns.

Für IT-Verantwortliche weltweit bedeutet das eine klare Weichenstellung. Wer heute noch zusätzliche Lizenzen für seine bestehende Infrastruktur benötigt, muss schnell handeln. Alle neuen Server oder Projekte nach dem 21. Januar 2026 erfordern automatisch die Version 2025. Das zwingt Unternehmen zu einer grundsätzlichen Entscheidung: Letzteinkäufe der alten Version tätigen oder die Migration zum neuen System beschleunigen.

Das Ende des Verkaufs ist ein geplanter Schritt im Produktlebenszyklus von Microsoft. Es bedeutet nicht das Ende des Supports. SQL Server 2022 erhält weiterhin Mainstream-Support bis zum 11. Januar 2028 und erweiterten Support mit Sicherheitsupdates bis 2033. Die eigentliche Herausforderung betrifft wachsende Unternehmen: Für jede neue Datenbank-Instanz nach dem Stichtag ist die alte Lizenz nicht mehr verfügbar.

Das kann erhebliche operative Komplexität schaffen. Firmen, die auf einheitliche Umgebungen setzen, um Management und Wartung zu vereinfachen, stehen vor einem Dilemma. Die letzten Stunden des 20. Januar sind ihre finale Chance, den Bestand an 2022-Lizenzen noch aufzustocken.

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Der strategische Push zu SQL Server 2025

Der Stichtag ist direkt mit der Einführung von SQL Server 2025 verknüpft. Microsoft positioniert die neue Version als Quantensprung, tief integriert mit KI-Funktionen und erweiterten Hybrid-Cloud-Fähigkeiten. Der Konzern schafft so einen klaren Pfad in die moderne Datenwelt.

Ein wichtiges Zugeständnis: Die Lizenzkosten bleiben gleich. Microsoft will finanzielle Hürden für das Upgrade abbauen und den Fokus auf die technologischen Vorteile lenken. Dazu zählen verbesserte Performance, höhere Sicherheit und eine nahtlosere Integration in das Azure-Cloud-Ökosystem. Während Version 2022 bereits stark mit Azure verknüpft war, soll 2025 diese Brücke noch weiter ausbauen.

Entscheidungshilfen für die IT-Planung

Unternehmen müssen jetzt eine finale Bestandsaufnahme machen. Welche laufenden Projekte benötigen kurzfristig neue Datenbank-Instanzen? Für Firmen mit großen 2022-Investitionen kann der Kauf letzter Lizenzen eine sinnvolle Übergangslösung sein.

Besondere Aufmerksamkeit erfordert die SQL Server 2022 Web Edition. Sie wird mit Version 2025 eingestellt, erhält aber Support bis 2033. Für viele Hosting-Anbieter ist diese kostengünstige Edition essenziell. Microsoft empfiehlt diesen Nutzern zwei Wege: die Migration von Web-Workloads zur skalierbaren Azure SQL Cloud oder das Upgrade auf die On-Premises Standard Edition von SQL Server 2025. Hier ist spezifische Planung unerlässlich.

Ausblick: Modernisierung der Datenstrategie

Die Verkaufs-Einstellung einer älteren Version kurz nach dem Release des Nachfolgers ist branchenüblich. Sie signalisiert jedoch deutlich die strategische Ausrichtung von Microsoft: Der Fokus liegt unmissverständlich auf Hybrid-Cloud und KI-gestützter Datenanalyse.

Die Zukunft gehört der Adoption von SQL Server 2025. Bestehende 2022-Installationen laufen zwar noch Jahre zuverlässig, aber neues Wachstum und Innovation finden nur auf der aktuellen Plattform statt. Firmen, die SQL Server 2025 noch nicht evaluiert haben, müssen nun zeitnah handeln. Das Ende des Verkaufs ist mehr als ein administrativer Stichtag – es ist der Katalysator für die nächste Welle der Modernisierung in der Datenstrategie.

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