Sportwissenschaft: Asymmetrie ist oft normal – kein Grund zur Sorge
30.12.2025 - 13:04:12Leichte muskuläre Asymmetrien gelten bei Ausdauersportlern nun als normal und nicht automatisch als Verletzungsrisiko. Die Erkenntnis verändert Trainingspläne für 2026.
Eine neue Expertenanalyse stellt alte Trainingsdogmen infrage. Leichte muskuläre Ungleichgewichte gelten bei Ausdauersportlern nun als Norm und nicht als automatisches Verletzungsrisiko. Diese Erkenntnis könnte die Trainingspläne für die Saison 2026 grundlegend verändern.
Das Ende des Symmetrie-Mythos
Jahrzehntelang warnten Trainer vor „muskulären Dysbalancen“. Neue Daten relativieren diese Angst jetzt. Kraftunterschiede von 5 bis 15 Prozent zwischen linker und rechter Körperhälfte gelten in der Sportwissenschaft als völlig normal.
„Nicht jede Asymmetrie muss korrigiert werden“, stellt Andrea Pfingsten, Professorin an der OTH Regensburg, klar. Eingriffe seien nur nötig, wenn Ungleichgewichte tatsächlich Beschwerden verursachen. Die Vorstellung vom perfekt symmetrischen Körper entpuppt sich als veraltetes Modell aus der Rehabilitation.
Diese Neubewertung entlastet Athleten psychologisch. Statt sich mit endlosen Korrekturübungen zu quälen, können sie sich wieder auf schmerzfreie Bewegung und Leistung konzentrieren.
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Für Radfahrer und Läufer: Anpassung statt Defekt
Besonders für diese Sportarten sind die Erkenntnisse relevant. Beim Radfahren dominiert naturgemäß die vordere Oberschenkelmuskulatur, beim Laufen entstehen spezifische Belastungsmuster. Bisher wurden diese oft als Problem diagnostiziert.
Die neue Sichtweise interpretiert sie eher als funktionelle Anpassung. Ein Radfahrer braucht einfach ein anderes Kraftverhältnis als ein Fußballer. Solange keine Überlastung entsteht, ist die „Dysbalance“ oft unproblematisch.
Dennoch warnen Experten davor, Warnsignale zu ignorieren. Beeinträchtigt ein Ungleichgewicht die Gelenkmechanik, kann Instabilität entstehen. Der Fokus verschiebt sich von reiner Symmetrie hin zur funktionalen Stabilität.
Trainingsstrategien 2026: Funktion vor Perfektion
Für die neue Saison leiten sich konkrete Empfehlungen ab. Komplexe Bewegungsabläufe ersetzen isoliertes „Korrigieren“.
Die neuen Handlungsmaximen:
* Zweckmäßiges Krafttraining: Es stärkt die Rumpfstabilität und gesamte Bewegungskette.
* Cross-Training: Der Wechsel zwischen Sportarten wie Laufen und Radfahren wirkt einseitigen Belastungen natürlich entgegen.
* Schmerz als Leitindikator: Keine Schmerzen? Dann ist eine leichte Asymmetrie meist kein Handlungsauftrag.
Ein Bericht der Medizinischen Hochschule Hannover unterstreicht: Selbst motorunterstütztes Radfahren setzt signifikante muskuläre Reize und fördert die Fitness.
Ein Markt im Wandel
Die Entwicklung markiert einen Wendepunkt. Jahrelang profitierten Anbieter von Einlagen oder Spezialschuhen von der Angst vor Dysbalancen. Diese Nachfrage könnte nun sinken.
Stattdessen rückt „Functional Training“ in den Mittelpunkt. Die Frage lautet nicht mehr „Bist du schief?“, sondern „Wie bewegst du dich?“. Der Körper wird als adaptives System verstanden, das Ungleichgewichte oft selbst problemlos ausgleicht.
Für 2026 heißt die Botschaft an alle Sportler: Vertrauen Sie Ihrem Körper mehr als dem Symmetrie-Ideal. Wenn es rund läuft und nichts schmerzt, ist Ihre persönliche Balance wahrscheinlich genau richtig.
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