Sportfördergesetz, Deutschland

Sportfördergesetz: Deutschland investiert 50 Millionen in Spitzensport

28.11.2025 - 01:20:11

Die Bundesregierung beschließt das erste Sportfördergesetz der deutschen Geschichte. Parallel dazu zeigen neue WHO-Daten: 31 Prozent der Erwachsenen bewegen sich zu wenig – mit dramatischen Folgen für die Gesundheitssysteme.

Der November 2024 bringt eine Zäsur für den deutschen Sport. Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) präsentiert dem Kabinett einen Entwurf, der die Spitzensportförderung grundlegend modernisieren soll. Kernstück: eine unabhängige Spitzensport-Agentur als Stiftung öffentlichen Rechts, die künftig Fördermittel zentral vergibt und Bürokratie abbaut.

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Das Budget steigt um 50 Millionen Euro. Ein klares Signal in Richtung Olympische Spiele – doch reicht das aus?

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) nennt den Beschluss einen „wichtigen Schritt”, mahnt aber mehr Flexibilität an. DOSB-Präsident Thomas Weikert vermisst konkrete Verbesserungen in der Detailausgestaltung.

Noch deutlicher wird der Verein „Athleten Deutschland”: Die Sportler fordern mehr Mitspracherechte in den Gremien der neuen Agentur. Auch die soziale Absicherung für Kaderathleten bleibe unzureichend. Wird der Bundestag diese Lücken schließen?

Wearables dominieren die Fitness-Trends 2025

Während in Berlin die Politik diskutiert, blickt die internationale Fitnessbranche nach vorn. Das American College of Sports Medicine (ACSM) kürt in seinem aktuellen Report die Top-Trends für 2025:

Platz 1: Wearable Technology – Smartwatches und Fitness-Tracker kehren an die Spitze zurück. KI-gestütztes Coaching macht die Datenauswertung für jeden zugänglich.

Platz 2: Mobile Exercise Apps – Die flexiblen Trainingsbegleiter festigen ihre Position als unverzichtbare Alltagshelfer.

Platz 3: Fitnessprogramme für ältere Erwachsene – Der demografische Wandel zeigt sich auch im Fitnessmarkt. Longevity und Lebensqualität im Alter rücken in den Fokus.

Neu in den Top-Rankings: „Data-Driven Training Technology” auf Platz 7. Trainierende verlassen sich nicht mehr nur aufs Bauchgefühl, sondern auf präzise physiologische Daten. Auch „Exercise for Mental Health” klettert nach oben – ein Zeichen für das wachsende Bewusstsein über die psychologischen Vorteile von Bewegung.

WHO schlägt Alarm: 300 Milliarden Dollar Kosten drohen

Die Dringlichkeit dieser Entwicklungen unterstreicht ein neuer WHO-Bericht. Die Zahlen sind alarmierend: 31 Prozent der Erwachsenen und 80 Prozent der Jugendlichen erreichen nicht die empfohlenen Bewegungsrichtlinien.

Die wirtschaftlichen Folgen? Bis 2030 könnte Bewegungsmangel die globalen Gesundheitssysteme rund 300 Milliarden US-Dollar kosten.

Dr. Kremlin Wickramasinghe, WHO-Regionalberater für Ernährung und körperliche Aktivität, betont: Mehr Länder implementieren zwar Strategien zur Bewegungsförderung – in der EU stieg die Quote von 64,7 Prozent (2015) auf 81,8 Prozent (2024). Doch die tatsächlichen Aktivitätsraten stagnieren oder verschlechtern sich sogar.

Die Kluft zwischen politischem Willen und gelebter Realität wächst.

Die entscheidende Frage: Wer profitiert wirklich?

Hier offenbart sich das zentrale Spannungsfeld. Technologischer Fortschritt macht individuelle Gesundheitsoptimierung so einfach wie nie. Doch erreichen Wearables und Apps vor allem jene, die ohnehin schon aktiv sind?

Das neue Sportfördergesetz fokussiert auf den Spitzensport. Experten warnen davor, den Breitensport zu vernachlässigen. Ohne eine breite Basis an aktiven Menschen fehlt nicht nur der Nachwuchs für Medaillenerfolge – es droht auch eine Überlastung des Gesundheitssystems durch zivilisationsbedingte Krankheiten.

Eine Lösung könnte in der Kombination aus staatlicher Förderung und privater Innovation liegen. Werden Wearables und Gesundheits-Apps stärker in das öffentliche Gesundheitssystem integriert – etwa durch „Rezept-basierte Apps” (DiGA) – könnten die Hürden für inaktive Bevölkerungsgruppen sinken.

Was 2025 bringen wird

Das Sportfördergesetz muss nun den Bundestag passieren. Änderungen gelten angesichts der Kritik als wahrscheinlich. Die endgültige Verabschiedung wird für das erste Quartal 2025 erwartet.

Die Fitnessbranche wird massiv auf die vom ACSM identifizierten Trends setzen:

  • Fitnessstudios bauen Angebote für die Zielgruppe „50 plus” deutlich aus
  • Hybride Modelle verbinden Training vor Ort mit App-basiertem Coaching
  • Gesundheit wird messbarer und personalisierter als je zuvor

Ob dies ausreicht, um die Inaktivitäts-Krise zu bewältigen? 2025 wird die Antwort zeigen.

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