Therapie, Intensives

Sport als Therapie: Intensives Training lindert Angst

22.01.2026 - 07:39:12

Hochintensives Training kann Angstsymptome deutlich reduzieren. Das belegen aktuelle Studien. Doch die richtige Dosis ist entscheidend, denn zu viel Sport schadet der Psyche.

Während des Trainings setzt der Körper Endorphine, Serotonin und Dopamin frei. Diese Botenstoffe wirken als natürliche Stimmungsaufheller. Gleichzeitig reguliert Bewegung den Spiegel des Stresshormons Cortisol.

Eine schwedische Studie zeigt: Regelmäßiges Training reduziert Symptome bei Angststörungen. Besonders hochintensives Intervalltraining (HIIT) wirkt stark. Eine Untersuchung im “Journal of Affective Disorders” ergab: Bei Teilnehmern mit intensivem Training gingen die Angstsymptome fast fünfmal stärker zurück.

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HIIT bietet eine zeitsparende Alternative. Es kann lange Wartezeiten auf Therapieplätze oder Medikamente überbrücken.

Die Gefahr des Übertrainings

Doch zu viel des Guten schadet. Wer die Grenze zur Überlastung überschreitet, riskiert gegenteilige Effekte. Exzessiver Sport kann dann zu innerer Unruhe, Schlafstörungen oder depressiven Verstimmungen führen.

Die Ursache ist oft ein dauerhaft erhöhter Cortisolspiegel. Der Körper bleibt in Alarmbereitschaft. Experten raten, auf Warnsignale zu achten:
* Anhaltende Müdigkeit
* Erhöhter Ruhepuls
* Leistungseinbußen
* Stimmungsschwankungen

Die Erholung von einem Übertrainingszustand kann Monate dauern.

Die individuelle Dosis finden

Die optimale Trainingsdosis ist höchst persönlich. Sie hängt vom Fitnesslevel und der individuellen Verfassung ab. Es gibt keine Universallösung.

Experten empfehlen, mit moderater Intensität zu beginnen und diese langsam zu steigern. Regelmäßigkeit ist dabei wichtiger als die maximale Anstrengung einer Einheit.
* Ausdauersport wie Laufen oder Radfahren ist gut erforscht.
* Krafttraining zeigt ebenfalls positive Effekte. Eine Metaanalyse von 16 Studien belegt eine signifikante Reduktion von Angstsymptomen.

Für gestresste Menschen können moderate Einheiten von 45 bis 60 Minuten ideal sein. Sie vermeiden einen übermäßigen Cortisolanstieg.

Sport als fester Therapiebaustein

Die Forschung arbeitet an präzisen Empfehlungen für verschiedene Angststörungen. Aktuell wird etwa die Wirkung von HIIT bei Auftrittsangst untersucht.

Zukünftige Studien sollen die Balance zwischen moderater Aktivität und Hochintensivtraining definieren. Personalisierte Bewegungsprogramme könnten so zu einem festen Bestandteil moderner Therapien werden.

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