Speichermarkt im Würgegriff der KI
24.01.2026 - 09:00:12Die Preise für Speicherchips schießen weltweit in die Höhe. Grund ist eine dramatische Verknappung, ausgelöst durch den unersättlichen Hunger der Künstlichen Intelligenz.
SSDs und Arbeitsspeicher werden so teuer wie seit Jahren nicht mehr. Eine strukturelle Verschiebung in der Halbleiterproduktion führt zu Engpässen, die alle Bereiche treffen – vom Smartphone bis zum Rechenzentrum. Marktanalysen aus dem Januar 2026 bestätigen: Die Lage ist angespannt, die Preise steigen stärker als erwartet. Mindestens ein großer NAND-Flash-Hersteller hat seine gesamte Produktionskapazität für 2026 bereits verkauft. Eine schnelle Entspannung ist nicht in Sicht.
Der Haupttreiber dieser Entwicklung ist der explosive Wachstum der KI-Branche. Tech-Giganten investieren Billionen in Rechenzentren, die Unmengen an speziellem High-Bandwidth Memory (HBM) für leistungsstarke Grafikprozessoren benötigen. Die drei weltgrößten Speicherhersteller – Samsung, SK Hynix und Micron – haben ihre Produktionslinien darauf umgestellt. Sie fertigen weniger konventionellen Speicher für Verbraucher und mehr dieser profitablen Hochleistungskomponenten für Unternehmen.
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Jede Siliziumscheibe, die für einen KI-Server verwendet wird, fehlt für eine Consumer-SSD oder einen Laptop-Riegel. Analysten prognostizieren, dass Rechenzentren 2026 über 70 Prozent der Hochleistungsspeicherchips verbrauchen werden. Aus einer zyklischen Branche wird ein struktureller Verkäufermarkt. Die Ära von günstigen und reichlich verfügbaren Speichern ist vorerst beendet.
Prognose: Preisexplosion im ersten Quartal
Die finanziellen Auswirkungen sind drastisch. Laut der Analysefirma TrendForce steigen die Vertragspreise im ersten Quartal 2026 steil an.
- DRAM-Preise sollen um 55 bis 60 Prozent gegenüber dem Vorquartal zulegen.
- NAND-Flash-Preise werden voraussichtlich um 33 bis 38 Prozent steigen.
- Besonders betroffen ist der Unternehmensbereich: Server-DRAM könnte um mehr als 60 Prozent teurer werden.
Doch auch Privatkunden müssen deutlich mehr zahlen. Der Preis für Client-SSDs, die in den meisten Laptops und Desktop-PCs verbaut sind, dürfte allein im ersten Quartal um über 40 Prozent steigen – der stärkste Anstieg aller NAND-Produkte. Die Zahlen belegen ein „Knappheits-Regime“, in dem die Preisdynamik regelmäßig alle Prognosen übertrifft.
Folgen für Verbraucher: Teurere Geräte mit weniger Leistung
Die Knappheit wirkt sich bereits auf den Elektronikmarkt aus. Die Produktionskosten für PC-Hersteller schnellen in die Höhe. Der Anteil der Speicherkomponenten an den Materialkosten könnte von bisher 15-18 auf bis zu 40 Prozent steigen. Einige Hersteller signalisieren für 2026 Preiserhöhungen von 15 bis 20 Prozent im Einzelhandel.
Um Kosten zu sparen, senken einige Anbieter bereits die Ausstattung von Einsteiger- und Mittelklassegeräten ab. Neue Laptops könnten mit weniger RAM oder kleineren SSDs ausgeliefert werden als noch im Vorjahr. Auch Smartphone-Hersteller geraten unter Druck. Neue Topmodelle 2026 werden voraussichtlich keine großen RAM-Upgrades erhalten. Statt auf 16 GB könnte man bei 12 GB bleiben. Im Budgetsegment könnten sogar Modelle mit nur 4 GB Arbeitsspeicher zurückkehren, um preislich konkurrenzfähig zu bleiben.
Ausblick: Keine Entspannung vor 2027
Zwar investieren die Hersteller historische Summen in den Kapazitätsausbau. Micron begann im Januar 2026 mit dem Bau einer neuen Fabrik in New York, Samsung und SK Hynix haben Milliardensummen für die Erweiterung ihrer Produktion angekündigt. Doch der Bau und die Inbetriebnahme von Halbleiterfabriken dauert Jahre. Analysten gehen davon aus, dass diese Pläne die globale Lücke kurzfristig nicht schließen können. Die Knappheit wird sich wohl bis weit in das Jahr 2027 ziehen.
Der Markt hat eine neue Realität erreicht, in der die KI-Nachfrage das Angebot für alle anderen Sektoren diktiert. Die Preise werden 2026 voraussichtlich weiter steigen. Für Verbraucher, Systemintegratoren und IT-Abteilungen heißt die Botschaft: Sie müssen sich auf deutlich höhere Kosten für Speicher einstellen. Die KI-Revolution verändert die Halbleiterlandschaft grundlegend.
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