Sparkassen-Kunden im Visier perfider KI-Betrüger
22.01.2026 - 16:39:12Kriminelle nutzen täuschend echte KI-Stimmen, um Sparkassen-Kunden zu betrügen. Die neue Masche setzt auf Deepfake-Anrufe von vermeintlichen Bankberatern und stellt selbst wachsame Verbraucher vor enorme Herausforderungen. Verbraucherschützer und Sicherheitsbehörden schlagen Alarm.
Die Angreifer kombinieren alte Tricks mit modernster Technologie. Oft beginnt es mit einer Phishing-Mail, die auf gefälschte Seiten lockt. Dort stehlen die Täter erste Daten. Den eigentlichen Schlag führen sie dann per Telefon aus.
Mithilfe von KI-Software klonen sie Stimmen – das nötige Audio-Material finden sie häufig in sozialen Netzwerken. Beim Anruf erscheint durch “Call ID Spoofing” sogar die echte Sparkassen-Rufnummer im Display. Die täuschend echte Stimme eines vermeintlichen Beraters konfrontiert das Opfer dann mit einer erfundenen Notlage.
Psychologischer Druck ist die schärfste Waffe
Die Betrüger setzen auf Angst und Dringlichkeit, um rationales Denken auszuschalten. Beliebte Vorwände sind ein angeblicher Fremdzugriff oder eine verdächtige Überweisung, die sofort gestoppt werden müsse. Das Ziel: Das Opfer soll unüberlegt handeln und Zugangsdaten preisgeben oder Überweisungen freigeben.
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Die KI-generierte Stimme verleiht dem Ganzen eine neue, gefährliche Glaubwürdigkeit. Das Landeskriminalamt warnt, dass diese Technologie klassische Betrugsmaschen wie den Enkeltrick massiv aufwertet.
So schützen Sie sich wirksam
Trotz der Raffinesse gibt es klare Verteidigungsregeln. Die Sparkasse betont: Echte Mitarbeiter fragen niemals PINs oder TANs am Telefon ab.
Sicherheitsexperten raten zu diesen Schritten:
- Auflegen bei Druck: Beenden Sie das Gespräch sofort, wenn Sie zu schnellen Handlungen gedrängt werden.
- Selbst zurückrufen: Wählen Sie Ihre Sparkasse nur über die offizielle Nummer von der Website oder Ihren Unterlagen an – nie über eine durchgegebene Nummer.
- Daten schützen: Geben Sie niemals Passwörter, PINs oder TANs am Telefon weiter.
- Soziale Medien bedacht nutzen: Öffentliche Sprachnachrichten können zum Stimmenklonen missbraucht werden.
- Im Ernstfall schnell handeln: Bei Verdacht auf Betrug sofort die Bank über den Sperr-Notruf 116 116 kontaktieren und Anzeige bei der Polizei erstatten.


