Sparkassen-Kunden, Visier

Sparkassen-Kunden im Visier neuer Phishing-Welle

24.01.2026 - 19:00:12

Eine aggressive Phishing-Kampagne zielt derzeit deutschlandweit auf Kunden der Sparkasse ab. Betrüger versenden massenhaft gefälschte E-Mails und SMS, um an sensible Online-Banking-Daten zu gelangen. Im Fokus steht das weit verbreitete pushTAN-Verfahren.

Die Nachrichten schüren mit alarmierenden Betreffzeilen wie “Aktualisierung erforderlich” oder “pushTAN-Wartungsarbeiten” gezielt Angst. Empfänger werden aufgefordert, über einen Link eine angebliche App-Aktualisierung durchzuführen, da diese sonst ablaufen würde. Dieser Link führt jedoch auf eine täuschend echte, gefälschte Sparkassen-Webseite.

Die Sparkassen-Finanzgruppe warnt eindringlich vor diesen Versuchen. Sie betont: Die Sparkasse fordert Kunden niemals per E-Mail oder SMS zur Eingabe sensibler Daten oder zur Aktualisierung über externe Links auf. Verdächtige Nachrichten sollten sofort und unbeantwortet gelöscht werden.

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Die Angreifer erzeugen bewusst Dringlichkeit. Sie behaupten, ohne sofortige “Synchronisierung” werde der Banking-Zugang gesperrt. Dies soll Opfer zu unüberlegten Klicks drängen.

So erkennen Sie die betrügerischen Nachrichten

Trotz professioneller Aufmachung verraten sich die Fälschungen oft durch typische Merkmale. Verbraucherschützer nennen diese Warnsignale:

  • Unpersönliche Anrede: Die Nachricht beginnt oft mit “Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde” statt mit Ihrem Namen.
  • Drohungen unter Zeitdruck: Es wird mit Kontosperrung gedroht, wenn nicht sofort gehandelt wird.
  • Falscher Kommunikationsweg: Banken schicken sicherheitsrelevante Mitteilungen über das gesicherte Postfach im Online-Banking – nie mit direktem Login-Link per E-Mail oder SMS.
  • Ungewöhnliche Datenabfrage: Warum sollte man für ein App-Update plötzlich seine Kreditkartennummer angeben?

Smishing: Die wachsende Gefahr auf dem Smartphone

Die aktuelle Welle ist Teil des Trends zum “Smishing” – einer Kombination aus SMS und Phishing. Kriminelle nutzen die hohe Öffnungsrate von Kurznachrichten aus und spekulieren auf weniger Aufmerksamkeit am Smartphone.

Die Angreifer verfeinern ihre Methoden ständig. Die Phishing-Seiten werden originalgetreuer, die Vorwände plausibler. Die Sparkassen reagieren mit Warnungen auf ihrer Webseite und bitten darum, verdächtige Nachrichten an warning@sparkasse.de weiterzuleiten. Dies hilft dem eigenen Computer-Notfallteam, die Angriffe zu analysieren.

So schützen Sie sich wirksam

Die Bedrohung durch Phishing wird bleiben. Die wichtigste Schutzmaßnahme ist eine gesunde Skepsis.

  • Nie auf Links in unaufgeforderten Nachrichten klicken. Rufen Sie Ihre Bank immer manuell im Browser auf oder nutzen Sie die offizielle App.
  • Im Zweifel anrufen. Bei Unsicherheit kontaktieren Sie Ihre Sparkasse direkt über die bekannte Telefonnummer.
  • Schnell handeln bei Datenpreisgabe. Wenn Sie Daten auf einer verdächtigen Seite eingegeben haben, müssen Sie sofort:
    1. Das Online-Banking-Passwort ändern.
    2. Ihre Sparkasse informieren, um Konten und Karten sperren zu lassen.
    3. Anzeige bei der Polizei erstatten.
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