Sparkassen-Kunden im Visier: Neue Phishing-Welle nutzt Angst vor Kontosperrung
01.02.2026 - 14:53:12Verbraucherschützer warnen vor einer neuen, massiven Phishing-Welle gegen Sparkassen-Kunden. Die Betrüger setzen auf psychologischen Druck durch angeblich ablaufende Sicherheitszertifikate.
Besonders perfide: Die täuschend echt gestalteten E-Mails behaupten, die Registrierung für das pushTAN-Verfahren stehe unmittelbar vor dem Verfall. Wer nicht sofort handele, müsse mit einer Kontosperrung rechnen. Die kurze Frist von oft nur 24 Stunden soll rationales Denken ausschalten.
Die Masche mit der angeblichen Frist
Im Zentrum steht das wichtige pushTAN-Verfahren. Die Betreffzeilen lauten etwa „Wichtige Mitteilung: Ihre pushTAN Registrierung läuft ab“. Die Nachricht fordert eine sofortige „Re-Validierung“ über einen Link.
Viele Phishing-Angriffe setzen genau auf angebliche Fristen und perfekt gefälschte Sparkassen‑Seiten — ein Trick, den auch diese Kampagne nutzt. Schon ein Klick kann Zugangsdaten, Kartendetails oder die Bestätigung von Push‑TANs in falsche Hände geben. Das kostenlose Anti‑Phishing‑Paket liefert eine klare 4‑Schritte‑Anleitung: Wie Sie betrügerische E‑Mails, SMS und QR‑Codes erkennen, welche Sofortmaßnahmen greifen und wie Sie Ihr Konto sichern. Jetzt Anti-Phishing-Paket herunterladen
Sicherheitsexperten stellen klar: Eine pushTAN-Registrierung läuft nicht einfach ab. Der Link in der Mail führt jedoch auf eine perfekt gefälschte Sparkassen-Webseite. Dort werden Zugangsdaten, Kartennummern und sogar die Bestätigung von Push-Nachrichten abgefragt.
Psychologie statt Hacking-Kompetenz
Der Erfolg der Kampagne basiert auf Social Engineering, nicht auf technischer Raffinesse. Die Täter spielen mit der Angst vor Bürokratie und Funktionsverlust. Früher entlarvten Rechtschreibfehler die Mails – heute sind sie sprachlich einwandfrei, vermutlich durch KI-Übersetzungstools.
Auch das Design inklusive korrekter Logos gleicht dem Original. Das macht es selbst für versierte Nutzer schwer, Fälschung und Echtheit zu unterscheiden.
Vom Link zum QR-Code: Neue Angriffswege
Die Betrüger diversifizieren ihre Methoden. Neben E-Mails (Phishing) setzen sie vermehrt auf:
* Smishing: Die Aufforderung kommt per SMS und wirkt so vertrauenswürdiger.
* Quishing: Statt eines Links enthält die Mail einen QR-Code. Dieser Medienbruch umgeht viele E-Mail-Sicherheitsfilter. Behörden warnen davor, QR-Codes aus unerwünschten Nachrichten zu scannen.
Warum die Sparkassen im Fokus stehen
Als Institut mit Millionen Privatkunden sind die Sparkassen ein lukratives Ziel nach dem Gießkannenprinzip. Schon eine geringe Erfolgsquote macht den Aufwand für die Kriminellen rentabel.
Die aktuelle Welle zeigt einen Trend: Da Banken ihre technischen Systeme härten, greifen Betrüger den Menschen als schwächstes Glied an. Statt Software-Lücken suchen sie den freiwillig herausgerückten „Schlüssel“.
So schützen Sie sich richtig
Die Grundregel lautet: Banken versenden niemals Links zur Dateneingabe per E-Mail oder SMS. Jede dringende Aufforderung zur Eingabe von PIN, TAN oder Passwort ist ein Betrugsversuch.
Im Zweifel ist der sichere Weg:
* Die Webseite der Bank manuell im Browser aufrufen.
* Bei der eigenen Filiale über eine bekannte Telefonnummer nachfragen.
Die digitale Verteidigung liegt zunehmend in der gesunden Skepsis des Nutzers.
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