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Soziale Medien können Gebrechlichkeit im Alter vorbeugen

27.01.2026 - 19:43:11

Forschungsergebnisse belegen: Aktive Nutzung digitaler Plattformen kann bei älteren Menschen Gebrechlichkeit reduzieren, die kognitive Leistung steigern und Bewegung fördern.

Aktive Nutzung von Plattformen wie Facebook und WhatsApp stärkt ältere Menschen. Neue Studien zeigen: Digitale Vernetzung bekämpft Einsamkeit, stimuliert das Gehirn und fördert Bewegung – alles Schlüsselfaktoren gegen den körperlichen Abbau.

Mehr als nur ein „Gefällt mir“: Die wissenschaftlichen Belege

Eine japanische Studie liefert konkrete Hinweise. Sie fand heraus: Ältere Menschen, die intensiver soziale Medien nutzten, wiesen einen geringeren Grad an Gebrechlichkeit auf. Diese Nutzer berichteten von besserer psychischer Gesundheit, mehr realen Sozialkontakten und häufigerer Teilnahme an Freizeitaktivitäten.

Die positive Wirkung geht über das Soziale hinaus. Eine chinesische Untersuchung mit über 7.000 Teilnehmern ab 60 Jahren zeigte: Regelmäßige Internetnutzung korrelierte signifikant mit einer besseren kognitiven Leistungsfähigkeit. Das Erlernen der Technik und das Navigieren auf den Plattformen trainieren offenbar das Gehirn.

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Digitale Netzwerke als Motivations-Turbo

Gebrechlichkeit vorzubeugen, erfordert auch körperliche Aktivität. Hier können soziale Medien als Antreiber wirken. Studien deuten an, dass sie das Selbstvertrauen und das Sozialkapital stärken. Online-Gruppen, in denen sich Gleichaltrige zu Spaziergängen verabreden oder über Sport austauschen, senken die Hemmschwelle zur Bewegung.

Die soziale Verbundenheit insgesamt ist ein starker Schutzfaktor. Eine Meta-Analyse von 2023 mit fast 40.000 Personen ergab: Gute soziale Bindungen halbieren das Demenzrisiko im Vergleich zu einsamen Menschen. Soziale Medien können als Brücke dienen, wenn die Mobilität nachlässt.

Die dunkle Seite: Risiken der digitalen Welt

Experten warnen jedoch vor einer unkritischen Nutzung. Die Gefahren reichen von Betrug und Desinformation bis zu suchtartigem Verhalten. Eine Studie der Ruhr-Universität Bochum fand entsprechende Symptome auch bei älteren Usern, wenn auch seltener.

Entscheidend ist die Art der Nutzung. Passive Konsumenten, die nur scrollen, riskieren negative soziale Vergleiche. Die positiven Effekte scheinen vor allem von der aktiven Interaktion auszugehen – vom Kommentieren, Teilen und direkten Chatten. Eine japanische Studie legt nahe, dass das Verstehen anderer das Gebrechlichkeitsrisiko senkt, während übertriebene Selbstdarstellung es erhöhen könnte.

Digitale Kompetenz als Gesundheitsvorsorge

Die Erkenntnisse unterstreichen eine Forderung: Die Schulung im Umgang mit digitalen Werkzeugen sollte fester Teil der Altersvorsorge werden. Projekte wie das europäische „Digi-Ageing“ zielen genau darauf ab.

Zukünftige Forschung muss nun die genauen Ursache-Wirkung-Mechanismen entschlüsseln. Für Politik und Gesundheitswesen bleibt der Auftrag, niedrigschwellige Angebote zu schaffen. Ein bewusster Umgang mit sozialen Medien könnte sich als kostengünstige Strategie erweisen, um die Lebensqualität im Alter deutlich zu verbessern.

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