Soziale, Anker

Soziale Anker: Neue Gruppen stützen pflegende Angehörige

02.02.2026 - 03:53:12

Selbsthilfegruppen für Pflegende gewinnen an Bedeutung und erhalten staatliche Förderung, um Isolation zu bekämpfen und die Gesundheit der Hauptpflegepersonen zu schützen.

Gesprächsgruppen und Selbsthilfeinitiativen für pflegende Angehörige gewinnen in Deutschland an Bedeutung. Unter dem Leitgedanken „Soziale Anker“ bieten sie dringend benötigten Austausch und Unterstützung. Ziel ist es, der Isolation entgegenzuwirken und die Gesundheit derjenigen zu schützen, die das Rückgrat der häuslichen Pflege bilden.

Warum die Belastung wächst

Rund fünf Millionen Menschen in Deutschland sind pflegebedürftig. Etwa sechs von sieben werden zu Hause versorgt, oft ausschließlich durch Angehörige. Diese Hauptpflegepersonen wenden durchschnittlich 49 Stunden pro Woche für die Pflege auf – eine immense Belastung.

Die Folgen sind häufig:
* Anhaltender Stress und Schlafmangel
* Ein erhöhtes Risiko für psychische Erkrankungen wie Depressionen
* Körperliche Beschwerden durch die Dauerbelastung

Experten warnen: Ein Viertel der Pflegenden fühlt sich bereits so stark beansprucht, dass die Situation kaum noch zu bewältigen ist. Leicht zugängliche Hilfsangebote werden daher immer wichtiger.

Mehr als nur ein Gespräch: Das Konzept

Die „Sozialen Anker“ sind mehr als reine Gesprächsrunden. Sie schaffen einen geschützten Raum für Austausch auf Augenhöhe. Der Fokus liegt auf der Stärkung der psychischen Widerstandskraft, der Resilienz.

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Der regelmäßige Kontakt in der Gruppe wirkt wie ein Training für das Gehirn und kann das Risiko kognitiver Beeinträchtigungen senken. Teilnehmer erhalten zudem praktische Hilfe:
* Tipps zur Organisation des Pflegealltags
* Informationen zu finanziellen Leistungen wie dem Entlastungsbetrag
* Hinweise auf weitere professionelle Unterstützung

So finden Betroffene Hilfe

Ein wachsendes Netzwerk an Anlaufstellen spannt sich über ganz Deutschland. Große Wohlfahrtsverbände wie das Deutsche Rote Kreuz, die Caritas oder die Diakonie fördern Selbsthilfegruppen aktiv. Auch die gesetzlich verankerten Kontaktstellen Pflegeengagement dienen als niedrigschwellige Anlaufpunkte.

Die Finanzierung ist gesichert:
* Über § 20h SGB V stellen die gesetzlichen Krankenkassen Mittel für die gesundheitliche Selbsthilfe bereit (2025: rund 101,4 Mio. Euro bundesweit).
* Die Pflegekassen unterstützen die Pflegeselbsthilfe gemäß § 45d SGB XI.

Lokale Angebote finden Betroffene über Pflegeberatungen, die Webseiten der Wohlfahrtsverbände oder zentrale Selbsthilfe-Datenbanken.

Ein systemrelevantes Auffangnetz

Die verstärkte Förderung dieser Gruppen markiert einen Wandel. Politik und Gesundheitswesen erkennen zunehmend an: Die Stabilität des gesamten Pflegesystems hängt maßgeblich von der Gesundheit der pflegenden Angehörigen ab.

Initiativen wie die Nationale Demenzstrategie betonen die Bedeutung psychosozialer Unterstützung. „Soziale Anker“ sind daher nicht nur ein individuelles Auffangnetz, sondern eine Investition in die Zukunft der Pflege. Sie helfen, teure stationäre Unterbringungen zu vermeiden und die Lebensqualität zu Hause zu sichern.

Blick nach vorn: Hybrid und nachhaltig

Die Zukunft liegt in hybriden Formaten. Virtuelle Gruppen können vor allem Angehörige in ländlichen Regionen oder mit eingeschränkter Mobilität erreichen. Experten fordern eine noch stärkere und unbürokratischere Verankerung im Gesundheitssystem.

Langfristig sollen Gesprächsgruppen ein fester, proaktiv vermittelter Bestandteil der Versorgung werden. Die kontinuierliche Finanzierung durch Kranken- und Pflegekassen wird entscheidend sein, um die Arbeit der „Sozialen Anker“ nachhaltig zu sichern.

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