Soli-Freigrenzen steigen 2026: Mehr Netto für Millionen
18.01.2026 - 03:03:12Millionen Steuerzahler in Deutschland dürfen sich 2026 über mehr Netto vom Brutto freuen. Die Freigrenzen für den Solidaritätszuschlag werden erneut angehoben – ein weiterer Schritt zur Entlastung der Mittelschicht.
Wer genau profitiert?
Die entscheidende Schwelle, bis zu der kein Soli fällig wird, steigt für Alleinstehende auf 20.350 Euro Jahres-Einkommensteuer. Bei gemeinsam veranlagten Paaren verdoppelt sich der Betrag auf 40.700 Euro. Damit rutschen weitere Bürger aus der Zahlungspflicht. Nur noch die einkommensstärksten zehn Prozent der Steuerzahler müssen die Abgabe entrichten.
Die Anpassung ist Teil des Kampfes gegen die kalte Progression. Sie soll verhindern, dass reine Inflationsausgleiche bei Löhnen durch höhere Steuersätze aufgefressen werden. Die primären Nutznießer sind Fachkräfte, Rentner und Selbstständige mit mittleren Einkommen.
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Gleitender Übergang verhindert Härten
Um einen abrupten Belastungssprung zu vermeiden, verschiebt sich auch die Milderungszone nach oben. Liegt die Steuerschuld knapp über der neuen Freigrenze, steigt der Soli nicht sofort auf den vollen Satz von 5,5 Prozent, sondern schrittweise. Das sorgt für einen fairen Übergang.
Keine Entlastung gibt es dagegen für Spitzenverdiener und Kapitalgesellschaften. Sie zahlen den vollen Zuschlag weiter. Auch bei Kapitalerträgen oberhalb des Sparer-Pauschbetrags bleibt der Soli in voller Höhe fällig.
Teil eines größeren Entlastungspakets
Die Soli-Anhebung ist nur ein Baustein im Entlastungspaket 2026. Parallel steigen der Grundfreibetrag auf 12.348 Euro und der Kinderfreibetrag. Auch die Eckwerte des Einkommensteuertarifs werden angepasst. In der Summe stärken diese Maßnahmen die Kaufkraft breiter Bevölkerungsschichten.
Die regelmäßige Anpassung der Freigrenzen ist mittlerweile etablierte Praxis. Sie sorgt für eine verlässliche, wenn auch moderate, jährliche Entlastung und hält die Inflation aus dem Steuersystem heraus. Für die vollständige Abschaffung des Solis, die einige Parteien und Verbände fordern, fehlt weiterhin die politische Mehrheit.


