Solarförderung, Einspeisevergütung

Solarförderung sinkt ab Februar planmäßig

23.01.2026 - 15:23:12

Die Einspeisevergütung für neuen Solarstrom wird planmäßig um ein Prozent reduziert. Dies macht den Eigenverbrauch wirtschaftlich attraktiver und treibt die Nachfrage nach Heimspeichern an.

Die Einspeisevergütung für neuen Solarstrom sinkt zum 1. Februar um ein Prozent. Für Betreiber von Photovoltaikanlagen beginnt damit die nächste Phase der planmäßigen Degression. Die aktuellen Tarife gelten nur noch für Anlagen, die bis Ende Januar in Betrieb gehen.

So viel gibt es aktuell noch

Noch profitieren Neuanlagen von den seit August 2025 gültigen Sätzen. Diese sind für 20 Jahre staatlich garantiert.
* Teileinspeisung (bis 10 kWp): 7,86 Cent pro Kilowattstunde (ct/kWh)
* Volleinspeisung (bis 10 kWp): 12,47 ct/kWh

Die Degression ist ein fester Mechanismus im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Sie soll die Förderkosten kontrollieren und den technologischen Fortschritt bei Solarmodulen abbilden.

Das ändert sich ab Februar

Ab dem 1. Februar 2026 gelten für neu in Betrieb genommene Anlagen leicht reduzierte Tarife. Die konkreten Werte veröffentlicht die Bundesnetzagentur.
* Teileinspeisung (bis 10 kWp): voraussichtlich 7,78 ct/kWh
* Volleinspeisung (bis 10 kWp): voraussichtlich 12,35 ct/kWh

Für bestehende Anlagen gilt dagegen Bestandsschutz. Ihre einmal zugesagten Vergütungen bleiben über die gesamte Laufzeit unverändert.

Eigenverbrauch wird immer attraktiver

Die stetig sinkende Einspeisevergütung hat eine klare Wirkung: Der Eigenverbrauch des selbst erzeugten Stroms lohnt sich wirtschaftlich immer mehr. Da Haushaltsstrompreise deutlich über den Vergütungssätzen liegen, spart jede selbst genutzte Kilowattstunde Geld.

Dieser Trend treibt die Nachfrage nach Heimspeichern an. Batteriesysteme ermöglichen es, Solarstrom für den Abend zu speichern und die Unabhängigkeit vom Netz zu erhöhen. Experten sehen darin einen wichtigen Baustein für die Energiewende.

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Wohin steuert die Solarpolitik?

Die politische Debatte über die Zukunft der Solarförderung läuft weiter. Diskutiert wird, die Förderung für Neuanlagen stärker an Marktmechanismen zu koppeln und von festen Vergütungen abzurücken. Ein konkreter Gesetzesentwurf könnte noch in diesem Jahr folgen.

Parallel arbeitet die Bundesregierung mit Initiativen wie dem Solarpaket II am Abbau bürokratischer Hürden. Das Ziel bleibt ambitioniert: Bis 2026 soll der jährliche Zubau auf 22 Gigawatt steigen. Für Hausbesitzer und Investoren heißt es also: die Entwicklungen im Blick behalten.

@ boerse-global.de