SoftBank, Group

SoftBank Group Aktie: Teure KI-Offensive

20.01.2026 - 18:27:32

SoftBank treibt milliardenschwere Übernahme von DigitalBridge voran und investiert in KI-Startups, während steigende Zinsen in Japan den Aktienkurs belasten.

Die Aktie der SoftBank Group steht aktuell unter erheblichem Druck, belastet durch steigende Anleiherenditen und politische Unsicherheit in Japan. Doch während der Markt vorsichtig agiert, treibt der Konzern seine aggressive Expansionsstrategie unbeirrt voran. Investoren stellen sich nun die Frage: Kann die massive Wette auf künstliche Intelligenz die makroökonomischen Gegenwinde ausgleichen?

Politischer Gegenwind in Japan

Der Kursrutsch ist Teil einer breiteren Konsolidierung im japanischen Technologiesektor. Auslöser sind fiskalpolitische Unsicherheiten: Nach dem Vorschlag von Premierministerin Sanae Takaichi, die Mehrwertsteuer auf Lebensmittel auf null Prozent zu senken, und der Ankündigung von Neuwahlen für den 8. Februar 2026, kletterten die Renditen japanischer Staatsanleihen auf Rekordhochs.

Dieses Zinsumfeld belastet wachstumsstarke Technologiewerte. Anleger preisen derzeit das Risiko höherer Staatsausgaben und neuer Anleiheemissionen ein, was zu erhöhter Volatilität im Sektor führt.

Milliarden für die Infrastruktur

Trotz der schwachen Kursentwicklung schaltet das Unternehmen operativ in den Angriffsmodus. Die wichtigste Entwicklung ist die bestätigte Übernahme des digitalen Infrastrukturunternehmens DigitalBridge. Laut offizieller Ankündigung zahlt SoftBank einen Unternehmenswert von 4,0 Milliarden US-Dollar.

Dieser strategische Schritt sichert dem Konzern kritische Rechenzentrumskapazitäten und Glasfasernetzwerke. Diese Infrastruktur ist essenziell, um die ambitionierten Pläne im Bereich der “Artificial Super Intelligence” (ASI) technisch zu untermauern.

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Parallel dazu bleibt der Vision Fund 2 aktiv. Am 20. Januar 2026 führte der Fonds eine Series-B-Finanzierungsrunde über 70 Millionen US-Dollar für das KI-Startup “Emergent” an. Das Unternehmen entwickelt eine Plattform für sogenanntes “Vibe Coding”, die es Nutzern ohne Programmierkenntnisse ermöglicht, Apps mittels natürlicher Sprache zu erstellen.

Portfolio im Umbau

Neben den Neuinvestitionen bereinigt SoftBank sein bestehendes Portfolio, was die Bewertung des Konzerns direkt beeinflusst:

  • Ola Electric: Das Engagement beim indischen E-Auto-Hersteller wird weiter reduziert. Nach Transaktionen im freien Markt liegt der Anteil nur noch bei rund 13,53 Prozent.
  • Arm Holdings: Der britische Chipdesigner bleibt das Kern-Asset, steht jedoch unter Beobachtung. Analysten prüfen derzeit kritisch die Prognosen für die Lizenzeinnahmen im Geschäftsjahr 2026.
  • OpenAI: Die Partnerschaft wird gefestigt. Berichten zufolge ist die Finanzierung für laufende Infrastrukturprojekte, darunter eine geplante Rechenzentrumserweiterung in Ohio, vollständig gesichert.

Das Risikoprofil des Konzerns wird komplexer. Die Diskrepanz zwischen dem massiven Kapitaleinsatz für DigitalBridge und dem Druck durch steigende Inlandszinsen sorgt für Skepsis bei Marktbeobachtern. Für die weitere Kursentwicklung sind nun die operative Integration der neuen Assets sowie der Ausgang der japanischen Unterhauswahl am 8. Februar entscheidend, da diese die Richtung des Anleihemarktes und damit die Refinanzierungskosten vorgeben wird.

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