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Social Engineering knackt Zwei-Faktor-Authentifizierung

21.01.2026 - 20:23:12

Kriminelle umgehen die 2FA zunehmend durch psychologische Tricks wie MFA-Fatigue und SIM-Swapping. Experten empfehlen Authenticator-Apps und Passkeys für wirksameren Schutz.

Die vermeintlich sicherste Schutzmaßnahme im Netz wird zunehmend ausgehebelt – nicht durch Hacker, sondern durch menschliche Manipulation. Während Unternehmen weltweit auf Zwei-Faktor-Authentifizierung setzen, entwickeln Kriminelle raffinierte psychologische Tricks, um diese digitale Barriere zu umgehen.

Der schwächste Link: Der Mensch

Die Angreifer konzentrieren sich nicht mehr auf technische Lücken, sondern auf menschliche Schwächen. Eine besonders perfide Methode ist der „MFA-Fatigue“-Angriff. Nachdem Kriminelle ein Passwort erbeutet haben, lösen sie Dutzende von Bestätigungsanfragen auf dem Handy des Opfers aus. Die Flut von Benachrichtigungen soll verwirren – bis das Opfer aus Verärgerung versehentlich zustimmt.

Noch gefährlicher sind Adversary-in-the-Middle-Angriffe. Dabei locken Betrüger Nutzer auf täuschend echte Fake-Login-Seiten. Wer dort seine Zugangsdaten und 2FA-Codes eingibt, liefert sie direkt an die Kriminellen aus. Selbst Einmal-Codes bieten dann keinen Schutz mehr.

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Die Bedrohung wird durch KI immer raffinierter. Deepfake-Stimmen und -Videos täuschen selbst erfahrene Nutzer, wenn vermeintlich Vorgesetzte oder Familienmitglieder um vertrauliche Informationen bitten.

SIM-Swapping: Der digitale Identitätsdiebstahl

Besonders verheerend sind SIM-Karten-Wechsel-Angriffe. Betrüger überreden Mobilfunkanbieter mit gestohlenen persönlichen Daten, eine Handynummer auf ihre SIM-Karte umzuleiten. Damit kontrollieren sie den SMS-Empfang – und können alle damit gesicherten Konten übernehmen.

Das FBI warnt vor den finanziellen Folgen. Obwohl die Fallzahlen schwanken, bleibt die Gefahr akut. Viele Dienste nutzen SMS noch immer zur Kontowiederherstellung. Eine gekaperte Handynummer wird so zum Generalschlüssel für das gesamte digitale Leben.

So schützen Sie sich wirksam

Sicherheitsexperten betonen: 2FA bleibt wichtig, aber die Art der Authentifizierung entscheidet.

Schlüsselstrategien für besseren Schutz:
* SMS meiden: Authenticator-Apps wie Google Authenticator oder physische Sicherheitsschlüssel sind deutlich sicherer als SMS-Codes. Sie sind gegen SIM-Swapping immun.
* Phishing-resistente MFA nutzen: Standards wie FIDO2 und Passkeys mit kryptografischen Schlüsseln bieten starken Schutz gegen Fake-Login-Seiten.
* Wachsamkeit trainieren: Nie eine 2FA-Anfrage bestätigen, die man nicht selbst ausgelöst hat. Bei unerklärlichen Benachrichtigungsfluten sofort das Passwort ändern.
* Mobilfunkvertrag absichern: Bei allen Anbietern wie Telekom, Vodafone oder O2 eine PIN für Vertragsänderungen einrichten.

KI-Wettrüsten um digitale Identitäten

Das Rennen zwischen Angreifern und Verteidigern wird zum KI-Wettrüsten. Während Kriminelle KI für immer persönlichere Betrugsversuche nutzen, entwickeln Sicherheitssysteme Verhaltensanalysen und Echtzeit-Risikobewertungen.

Die Verantwortung liegt bei allen. Unternehmen müssen sichere Authentifizierungssysteme implementieren. Nutzer brauchen gesundes Misstrauen und sollten unerwartete Anfragen stets überprüfen. In einer Welt, in der die Identität zur neuen Sicherheitsgrenze geworden ist, sind Aufmerksamkeit und Skepsis die wirksamsten Waffen – selbst gegen die ausgeklügeltsten technischen Angriffe.

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