Smishing-Welle plündert österreichische Bankkonten
30.01.2026 - 15:23:12Eine massive Betrugswelle mit gefälschten SMS-Nachrichten verursacht in Österreich Schäden in Millionenhöhe. Kriminelle zielen gezielt auf Mobile-Banking-Nutzer ab und erbeuten mit raffinierter Täuschung ihr Geld. Behörden und Banken schlagen Alarm.
Wien – Österreich erlebt derzeit eine der intensivsten Angriffswellen im Bereich Cyberkriminalität. Tausende Bankkunden sind bereits Opfer von Smishing geworden. Bei dieser Masche locken gefälschte SMS die Nutzer auf täuschend echte Phishing-Webseiten. Allein in den letzten Wochen entstanden so finanzielle Verluste in Millionenhöhe.
So funktioniert der perfide Betrug
Die Masche ist simpel und wirkungsvoll. Die Opfer erhalten eine SMS, die scheinbar von ihrer Bank, FinanzOnline oder einem Paketdienst stammt. Der Text suggeriert dringenden Handlungsbedarf – etwa eine ablaufende Sicherheitszertifizierung oder eine fehlgeschlagene Paketzustellung.
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- Die Nachricht enthält einen Link zu einer gefälschten Webseite, die kaum vom echten Banking-Portal zu unterscheiden ist.
- Dort werden die Opfer zur Eingabe ihrer Zugangsdaten aufgefordert.
- Anschließend sollen sie eine Transaktion in ihrer Banking-App „bestätigen“ oder „stornieren“. In Wirklichkeit autorisieren sie damit eine Überweisung an die Betrüger.
Das Bundeskriminalamt warnt, dass die Täter teilweise auch nachfolgend anrufen. Sie geben sich als Bankmitarbeiter aus, um weitere Daten abzugreifen oder die Installation von Fernwartungssoftware durchzusetzen.
Schäden erreichen Rekordniveau
Die finanzielle Dimension ist alarmierend. Einzelschäden erreichen regelmäßig fünfstellige Summen. Das Landeskriminalamt Oberösterreich meldete kürzlich einen Schaden von 800.000 Euro – und das binnen nur zwei Wochen durch eine spezifische SMS-Masche.
Experten gehen von einer hohen Dunkelziffer aus, da viele Opfer aus Scham keine Anzeige erstatten. Der Gesamtschaden durch Phishing und Smishing lag in Österreich bereits im Vorjahr bei rund 20 Millionen Euro. Die aktuelle Welle setzt diesen besorgniserregenden Trend fort.
Betroffen sind Kunden aller großen Bankinstitute. Die Erste Bank, BKS Bank und Bank Austria haben in den letzten Wochen wiederholt eindringlich gewarnt.
Wie können sich Verbraucher schützen?
Behörden und Verbraucherschützer wie die „Watchlist Internet“ raten zu höchster Vorsicht. Ihre zentrale Botschaft: Banken fordern niemals per SMS oder E-Mail zur Eingabe sensibler Daten über einen Link auf.
Diese Präventionsmaßnahmen sind entscheidend:
- Keine Links anklicken: Klicken Sie niemals auf Links in verdächtigen SMS oder E-Mails.
- Daten direkt eingeben: Geben Sie Ihre Banking-Zugangsdaten nur in die offizielle App oder die manuell im Browser eingegebene Webadresse Ihrer Bank ein.
- Zwei-Faktor-Authentifizierung nutzen: Aktivieren Sie diese Sicherheitsstufe, wo immer es möglich ist.
- Bei Druck misstrauen: Seien Sie skeptisch bei Nachrichten, die psychologischen Druck aufbauen und sofortiges Handeln verlangen.
Sollte es doch zu einem Betrugsfall kommen, ist schnelles Handeln lebenswichtig: Sperren Sie umgehend Ihr Konto und Ihre Karten, ändern Sie Ihre Zugangsdaten und erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.
Ein globales Wettrüsten
Die aktuelle Smishing-Welle ist Teil eines globalen Trend. Die fortschreitende Digitalisierung und die Verbreitung von Mobile Banking schaffen neue Angriffsflächen. Die Kriminellen werden professioneller: Rechtschreibfehler in Phishing-Nachrichten werden seltener, die Täuschung perfekter.
Sicherheitsexperten erwarten ein weiteres Wettrüsten. Kriminelle setzen zunehmend auf künstliche Intelligenz, um ihre Angriffe personalisierter und glaubwürdiger zu gestalten. Banken kontern mit Echtzeit-Analysen verdächtiger Transaktionsmuster.
Letztlich bleibt die Aufklärung der wichtigste Schutz. Plattformen wie die „Watchlist Internet“ klären über aktuelle Gefahren auf. Die Sicherheit im digitalen Raum ist eine Aufgabe für Behörden, Unternehmen – und jeden einzelnen Nutzer.
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